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Brahimi in Madjers Fußstapfen bei Porto

Beim FC Porto hofft man, dass Neuzugang Yacine Brahimi ähnlich einschlägt wie der erste Algerier bei den Drachen, Rabah Madjer. Dieser führte den Klub 1987 zum Triumph im Pokal der europäischen Meistervereine.

Yacine Brahimi spielte mit Algerien eine starke WM in Brasilien
Yacine Brahimi spielte mit Algerien eine starke WM in Brasilien ©Getty Images

Mit der Verpflichtung von Mittelfeldspieler Yacine Brahimi, der für 6,5 Millionen Euro von Granada CF kam, werden beim FC Porto Erinnerungen wach an den ersten algerischen Nationalspieler, der einst das Trikot der Drachen trug - und der eines der berühmtesten Tore in der Geschichte des Europapokals erzielte.

Rabah Madjer machte sich bei den Porto-Fans unsterblich, als er 1987 im Finale des Pokals der europäischen Meistervereine gegen den FC Bayern München in Wien mit der Hacke zum Ausgleich traf. Zehn Minuten vor dem Ende bereitete Madjer dann auch noch das Siegtor durch Filho Juary vor, was Porto den ersten ihrer zwei kontinentalen Titel einbrachte.

"Jedes Mal, wenn jemand mit der Hacke ein Tor schießt, heißt es, das war ein 'Madjer-Tor', genauso wie der 'Panenka-Elfmeter'", sagte der in Algerien geborene Stürmer, der zweimal bei Porto unter Vertrag stand und dabei zweimal die Meisterschaft sowie jeweils einmal den portugiesischen Pokal, den UEFA-Superpokal und 1987 den Europa/Südamerika-Pokal gewann.

Rabah Madjer im Jahr 1987
Rabah Madjer im Jahr 1987©Bob Thomas/Getty Images

Eines von Brahimis ersten Zielen im Estádio do Dragão ist es, die Mannschaft in die Gruppenphase der UEFA Champions League zu führen. Unter dem früheren spanischen U21-Nationaltrainer Julen Lopetegui steigt Porto in den Play-offs in den Wettbewerb ein, nachdem der Klub in der vergangenen Saison nur auf dem dritten Platz landete.

Der 24-jährige Brahimi hat einen Fünfjahresvertrag unterschrieben und spielt bei Porto an der Seite seines Landsmannes Nabil Ghilas, der vor zwölf Monaten von Moreirense FC gekommen ist. Brahimi stammt aus der Jugend von Stade Rennais FC und machte bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2014 auf sich aufmerksam, als er einen Treffer zum 4:2-Sieg gegen Südkorea beisteuerte und mit den Wüstenfüchsen erstmals die K.-o.-Phase erreichte.

In seinen zwei Jahren bei Granada gelangen ihm drei Tore, darunter war auch ein besonders bemerkenswertes – der 1:0-Siegtreffer gegen den FC Barcelona am 12. April. Trotzdem sind die Katalanen für ihn "die beste Mannschaft der Welt"; Brahimi hofft, dass er in der UEFA Champions League die Chance bekommt, erneut gegen solch große Teams zu spielen.