Spallettis Traumstart mit Zenit
Mittwoch, 4. August 2010
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Luciano Spalletti hat seit seiner Amtsübernahme beim FC Zenit St. Petersburg einen furiosen Start hingelegt, doch nur mit einem Sieg über den FC Unirea Urziceni würde man die Euphorie aufrecht erhalten.
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Nach 15 Spielen in der russischen Premier-League-Saison wird nicht mehr darüber geredet, ob der FC Zenit St. Petersburg die Meisterschaft gewinnt, sondern wann.
Die Mannschaft von Luciano Spalletti ist in Russland momentan nicht zu stoppen. Zenit hat wettbewerbsübergreifend noch keine Partie verloren und in der Liga 39 von 45 möglichen Punkten geholt. Dabei kassierten sie lediglich sechs Gegentreffer und haben bereits 16 Zähler mehr auf dem Konto als letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt.
Mit einem 2:0-Erfolg über den amtierenden Meister FC Rubin Kazan am Samstag untermauerten sie ihre Titelambitionen. Auf Spalletti, der in den vergangenen vier Jahren das Team von AS Roma trainierte, kommt nun aber eine ziemlich knifflige Aufgabe zu. Bis Mittwoch muss er seine Mannschaft so einstellen, dass man in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League die Hürde FC Unirea Urziceni nimmt.
Beim Hinspiel in Rumänien war Zenit zu einem 0:0 gekommen, dementsprechend angespannt ist die Situation bei den Russen. "Die UEFA Champions League ist ein sehr schwerer Wettbewerb. Aber wir sind Zenit und wir haben auf jeden Fall hohe Ambitionen. In einer Mannschaft mit so vielen Stärken kann ein Trainer nur selbstbewusst sein."
Spalletti war letzten Dezember zu Zenit gewechselt und er soll den Verein nicht nur zur ersten Meisterschaft seit 2007 führen, sondern den Klub auch in der UEFA Champions League etablieren. Vor zwei Wochen feierte man den Triumph im russischen Pokal und dank beeindruckender Leistungen scheint auch der Gewinn der Liga nur noch Formsache. Am Samstag holten sie ihren neunten Sieg in Folge und stellten somit einen Vereinsrekord auf.
Mit der Verpflichtung von Bruno Alves für 22 Millionen Euro vom FC Porto hat Zenit ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz gesetzt. Auch die beiden anderen Neuzugänge Tomáš Hubočan und Aleksandr Kerzhakov haben die Mannschaft sofort verstärkt und mit Maksim Kanunnikov konnte man aus der eigenen Jugend ein wahres Juwel ans Licht fördern. Zudem hat auch Roman Shirokov eine tolle Saison hinter sich und steht mittlerweile sogar vor einem Comeback in der russischen Nationalmannschaft.
Zenit hat in den letzten zwei Wochen aber nochmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen und für etwa 17,5 Millionen Euro für Stürmer Aleksandr Bukharov und den serbischen Nationalverteidiger Aleksandar Luković verpflichtet. "Ich bin zum stärksten Verein in Russland gewechselt und kann unter einem großartigen Trainer arbeiten, den ich aus Italien kenne", so Luković.
Spalletti führte Rom vor drei Jahren ins Viertelfinale der UEFA Champions League, in der gleichen Saison holte Zenit den UEFA-Pokal. Besonders schätzen die Spieler an ihm seine umgängliche Art und die Stimmung wird sicherlich noch besser, wenn man Unirea ausschaltet und in die Play-offs der Königsklasse einzieht.