Wie das UEFA-Schulfußball-Programm und Lidl das Leben von Kindern in ganz Europa verändern
Freitag, 25. September 2026
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Mit Unterstützung von Lidl nutzen Nationalverbände in ganz Europa den Schulfußball, um Millionen von Kindern mehr Spielmöglichkeiten zu geben. Im Folgenden sechs Fallbeispiele.
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Die UEFA hat das UEFA-Schulfußball-Programm auf den Weg gebracht, um Kindern in ganz Europa positive Erfahrungen beim Fußballspielen zu ermöglichen, unabhängig von Fähigkeiten, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und Religion.
Zusammen mit ihrem strategischen Partner Lidl unterstützt die UEFA ihre Nationalverbände bei der Durchführung von Breitenfußballveranstaltungen, damit mehr Kinder und Jugendliche von regelmäßiger körperlicher Betätigung, einem inklusiven Umfeld sowie von den im Fußball vermittelten Werten wie Fairplay, Respekt, Teamwork und Führungsstärke profitieren können.
Allein in den ersten vier Jahren des Programms (2020-24) konnten über sieben Millionen Kinder in 41 500 Schulen im Rahmen des Schulfußball-Programms erreicht und fast 111 000 Lehrkräfte darin ausgebildet werden, Trainingseinheiten durchzuführen.
Für den Zeitraum 2024 bis 2028 wurden weitere EUR 11 Mio. in das Programm investiert, wobei diese Anfangsfinanzierung oft der Auslöser weiterer Investitionen von Verbänden, Regierungen und anderen Institutionen war. Das Einzelhandelsunternehmen Lidl, das Anfang des Jahres als exklusiver Partner des UEFA-Schulfußball-Programms bekanntgegeben wurde, hat dem Programm weitere Dynamik verliehen, indem es Schulfußballveranstaltungen mit Expertise im Bereich Ernährung unterstützt.
Im Folgenden werden einige Beispiele zum Nutzen des Schulfußballprogramm in ganz Europa präsentiert.
Was ist das UEFA-Schulfußball-Programm?
Im Rahmen des Schulfußball-Programms erhalten die 55 europäischen Nationalverbände finanzielle Mittel, um gemeinsam mit Bildungsbehörden und Schulen Aktivitäten durchzuführen. Die Initiative ist ein wichtiger Teil der Breitenfußball-Vision der UEFA: Alle Menschen sollen überall die Möglichkeit haben, in einem sicheren und positiven Umfeld Fußball zu spielen.
Lidl-Schulfußballfestivals
Schulfußball-Festivals in Lettland, Portugal und Nordirland haben jüngst gezeigt, wie das Programm Sport mit Lernen in einem unterhaltsamen, inklusiven Umfeld verknüpft und Kindern den Zusammenhang zwischen körperlicher Betätigung und dem Treffen gesunder Entscheidungen vermittelt.
Rund 400 Kinder nahmen an den Veranstaltungen in Riga, Lissabon und Belfast teil, die Kleinfeldfußball, Geschicklichkeitsspiele und diverse andere Aktivitäten umfassten. Ziel dabei war es, das Selbstvertrauen zu stärken, die Bewegung zu fördern und die Begeisterung für den Fußball zu entfachen.
Bei jeder Veranstaltung unterstützte Lidl die Teilnehmenden dabei, die Bedeutung eines aktiven Lebensstils und einer ausgewogenen Ernährung zu verstehen, organisierte Aktivitäten und stellte Snacks wie frisches Obst, Gemüse und Nüsse sowie Getränke bereit, damit die Kinder den ganzen Tag lang Energie tanken und möglichst viel Spaß haben konnten.
Fußball als gemeinsame Sprache in Andorra
Auf einer Fläche von 468 km² gibt es in Andorra drei Bildungssysteme – ein andorranisches, französisches und spanisches – mit jeweils eigenen Strukturen, Methoden und Sprachen. Die Präsenz des Schulfußball-Programms in allen drei Systemen ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Universalität des Sports.
Der Andorranische Fußballverband (FAF) arbeitet eng mit Schulen und der Regierung zusammen, um das Schulfußball-Programm an die lokalen Gegebenheiten anzupassen. Die Trainingseinheiten und die Kommunikation werden einfach und leicht zugänglich gestaltet, damit Sprachbarrieren nie zum Hindernis für eine Teilnahme werden. Derzeit läuft das Programm in sieben Schulen und das Interesse nimmt stetig zu.
„Drei Bildungssysteme, drei verschiedene Realitäten, aber eine gemeinsame Sprache: Fußball.“
Nachhaltige Basis in Aserbaidschan
Das Schulfußball-Programm des Aserbaidschanischen Fußballverbands (AFFA) wird seit seiner Einführung jedes Jahr ausgeweitet. 2021 beteiligten sich 15 Schulen daran, bis Ende des Jahres sollen es 250 sein.
Statt externe Coaches heranzuziehen, werden die Lehrkräfte darin geschult, inklusive Fußballeinheiten mithilfe von geeignetem Lehrmaterial und entsprechender Ausrüstung durchzuführen. Im Zuge des Programms wurden Strukturen geschaffen, um den Übergang vom Schulfußball zur Mitgliedschaft in einem lokalen Fußballverein zu erleichtern.
Bisher haben rund 20 000 Kinder daran teilgenommen und viele haben zum ersten Mal überhaupt Fußball gespielt.
„Jedes Kind hat es verdient, Fußball in einem unterhaltsamen und sicheren Umfeld zu erleben. Dafür sorgt unser Schulfußball-Programm.“
Märchengeschichten in Italien
Allein in der Saison 2025/26 nahmen mehr als 19 000 Kinder am Schulfußball-Programm des Italienischen Fußballverbands (FIGC) teil.
Die Initiative Uno-Due, Calcia führt drei- bis fünfjährige Kinder fantasie- und spielvoll an den Fußball heran. Mithilfe von Geschichten werden Bewegung, Zusammenspiel und Selbstvertrauen vermittelt – ein Ansatz, den auch das UEFA-Playmakers-Programm verfolgt.
Die Einheiten werden von FIGC- oder qualifizierten Vereinscoaches geleitet, die mit Schulen zusammenarbeiten. Lehrkräfte und Coaches erhalten kostenlose Schulungen, um die Reichweite des Programms zu vergrößern.
„Im Rahmen von Uno-Due, Calcia werden Vorschulkinder spielerisch an den Fußball herangeführt und so eine positive, inklusive und angenehme erste Erfahrung gefördert.“
Lebenslange Begeisterung in Litauen
Rund 30 000 Kinder nehmen jedes Jahr am Schulfußball-Programm Futboliukas des Litauischen Fußballverbands (LFF) teil, das dazu beitragen soll, durch den Fußball gesunde Verhaltensweisen und ein langfristiges Engagement zu fördern.
Im Rahmen des landesweiten, achtmonatigen Programms werden Kinder zwischen drei und sieben Jahren durch eine Reihe von pädagogischen Fußballaktivitäten begleitet, die motorische Fähigkeiten, Zusammenspiel, Selbstvertrauen und Inklusion fördern.
Dank monatlicher Aktivitätenpläne, digitaler Ressourcen und praktischer Leitfäden können Lehrkräfte Trainingseinheiten auch ohne Vorkenntnisse im Fußball durchführen. Mittlerweile haben über 400 Einrichtungen am Programm teilgenommen. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen wird Kindern die Mitgliedschaft in einem lokalen Fußballverein schmackhaft gemacht.
„Jeder erste Ballkontakt sollte Freude, Selbstvertrauen und ein Zugehörigkeitsgefühl wecken. Dadurch wird der Weg frei für eine lebenslange Begeisterung für den Fußball.“
Tägliche Bewegung in Schweden
Beim Schulfußball-Programm des Schwedischen Fußballverbands (SvFF), Skolbollen, geht es darum, Bewegung zum festen Bestandteil des Schulalltags für Kinder von der Vorschule bis zur neunten Klasse zu machen.
Die Schulen erhalten eine Grundausrüstung mit Fußbällen, Überzügen und Hütchen sowie Schulungen, eine Zertifizierung und einen Leitfaden mit über 100 anpassbaren Spielen, damit die Lehrkräfte alle Kinder unabhängig von ihren Fähigkeiten einbinden können.
Über 2 100 Schulen nehmen am Programm teil und knapp ein Drittel ist eine Partnerschaft mit einem lokalen Verein eingegangen, um Kindern den Weg in den organisierten Fußball zu erleichtern.
„Dank der Einfachheit und Zugänglichkeit unseres Schulfußball-Programms sind wir davon überzeugt, dass Kinder automatisch zu körperlicher Aktivität inspiriert werden, wenn sie einen Ball in die Hände bekommen.“
Kooperation zwischen Schulen und Vereinen in der Schweiz
Mit seinem Programm Doppelpass fördert der Schweizerische Fußballverband (SFV) die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen, mit dem Ziel, dass aus den ersten Fußballerfahrungen der Kinder eine dauerhafte Leidenschaft entsteht.
Im Rahmen der jüngsten Auflage des Programms wurden 28 neue Kooperationen dieser Art auf den Weg gebracht, wovon die Hälfte außerschulische Sportaktivitäten umfassen und zehn speziell auf Mädchen zugeschnitten sind.
Doppelpass unterstützt die Lehrkräfte und Coaches, die Trainingseinheiten leiten, indem sie ihnen Ressourcen und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Das Programm soll fest im Schulsport verankert werden; zu den nächsten Schritten gehört die Einführung von Online-Schulungen für Coaches.
Europäische Woche des Sports
Während der europäischen Woche des Sports (23.-30. September) findet die UEFA-Breitenfußball-Woche statt, bei der Millionen von Teilnehmenden anhand Tausender Aktivitäten zusammenkommen und Menschen dazu ermuntert werden, körperliche Betätigung zu einem Bestandteil ihres Alltags zu machen.
In diesem Jahr wird im Rahmen der Kampagne #BeActive betont, dass Sport und körperliche Betätigung allen offen stehen sollten, unabhängig von Alter, Herkunft und Fähigkeiten.