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Sicherheitsverantwortliche im europäischen Fußball verstärken Zusammenarbeit im Vorfeld der neuen Saison

Die UEFA

Vereine, Nationalverbände, Fanvertreter/-innen und Behörden kamen in Madrid zusammen, um bestehende Partnerschaften zu stärken und ihren Beitrag zur sicheren Durchführung von UEFA-Wettbewerbsspielen während der gesamten Saison 2026/27 zu leisten.

Interessenträger aus ganz Europa kamen in Madrid zusammen, um sich mit den Herausforderungen der bevorstehenden Saison auseinanderzusetzen.
Interessenträger aus ganz Europa kamen in Madrid zusammen, um sich mit den Herausforderungen der bevorstehenden Saison auseinanderzusetzen. UEFA via Getty Images

Im Vorfeld des Auftakts zu den UEFA-Klubwettbewerben 2026/27 in der vergangenen Woche trafen sich Vertreter/-innen der europäischen Fußballgemeinde in Madrid, dem Austragungsort des Champions-League-Endspiels 2027, um die Zusammenarbeit zu stärken und sich auf die sicherheitsrelevanten Herausforderungen im Rahmen der Ausrichtung von Europapokal-Begegnungen und dem Umgang mit Gästefans vorzubereiten. 

Unter dem diesjährigen Motto „Make It Count“ wurden die Teilnehmenden der jüngsten UEFA-Sicherheitskonferenz dazu aufgefordert, die Veranstaltung bestmöglich für Informationsaustausch und Kontaktpflege zu nutzen. Besondere Aufmerksamkeit wurde den Herausforderungen im Zusammenhang mit Gästefans und der Gewährleistung eines sicheren und angenehmen Spielerlebnisses für alle Beteiligten gewidmet. 

„Die Sicherheitsvorkehrungen im Fußball ermöglichen es Millionen von Menschen, diesen Sport ohne Bedenken zu verfolgen. Der Garant dafür sind Sie“, sagte Rafael Louzán, Präsident des Spanischen Fußballverbands (RFEF), in seiner Eröffnungsansprache. „Vielen Dank für Ihr Engagement und dafür, dass Sie unseren Sport sicherer machen.“

Die Teilnehmenden wurden ermuntert, jede Interaktion bestmöglich zu nutzen.
Die Teilnehmenden wurden ermuntert, jede Interaktion bestmöglich zu nutzen.UEFA via Getty Images

Vertrauen aufbauen und Beziehungen stärken

Die Vereine müssen über die erforderlichen Systeme, Strukturen und Netzwerke verfügen, um den sich ständig verändernden Herausforderungen im modernen Fußball gerecht zu werden. Bei einer Reihe von Podiumsdiskussionen mit etablierten Europapokal-Vereinen und neueren Teilnehmern wurde deutlich, wie die Klubs sich den aktuellen Gegebenheiten anpassen. 

Fallstudien vom FC Paphos, AFC Bournemouth, Crystal Palace, Atlético Madrid, FC Porto und Paris Saint-Germain zeigten, wie die Teilnahme an UEFA-Wettbewerben zur Professionalisierung des Stadionbetriebs, der Fanarbeit, des Ordnungswesens, des Ticketings und der behördenübergreifenden Koordination beitragen kann. 

„Der Erfolg unserer Wettbewerbe beruht auf diesem proaktiven Ansatz, der es uns ermöglicht, Herausforderungen zu antizipieren, statt nur auf sie zu reagieren“, sagte Giorgio Marchetti, stellvertretender Generalsekretär der UEFA. 

Die Teilnehmenden hoben hervor, wie ein proaktiver Informationsaustausch zwischen Vereinen, UEFA, Behörden, Polizei und Fanvertretungen eine fundiertere Risikobewertung und somit eine effizientere Spielplanung ermöglicht. 

Paphos berichtete darüber, welche organisatorischen Lehren der zyprische Verein aus seiner ersten Champions-League-Saison 2025/26 zog. Eine frühzeitige Koordination mit den lokalen Behörden und den Stadionbetreibern, darunter die Vorabgenehmigung der wichtigsten operativen Belange, habe dazu beigetragen, die Abläufe zu vereinheitlichen und im Vorfeld der Spiele wertvolle Zeit zu sparen. 

Der FC Bournemouth, der im Rahmen der diesjährigen UEFA Europa League seine Europapokal-Feuertaufe erlebt, betonte, wie eine enge Koordination zwischen seinem Sicherheitsteam und Fanbeauftragten die langfristige Planung europäischer Spiele begünstige. Dieser gemeinsame Ansatz trage dazu bei, dass die Bedürfnisse der Gästefans während der gesamten Vorbereitung berücksichtigt werden.

Atlético Madrid war Gegenstand einer der bei der Konferenz besprochenen Fallstudien.
Atlético Madrid war Gegenstand einer der bei der Konferenz besprochenen Fallstudien.UEFA via Getty Images

Die Fans im Mittelpunkt

Bei der Konferenz wurde betont, dass die Fans für die Identität, Atmosphäre und Attraktivität des europäischen Fußballs unerlässlich sind. 

Risikobewertungen stehen weiterhin im Zentrum der Sicherheitsarbeit, doch ergänzend dazu investieren die Vereine zunehmend in die Fanarbeit und in die Aus- und Weiterbildung von Ordnungskräften. 

„In den letzten Spielzeiten haben wir die Fans erfolgreich in den Mittelpunkt unserer Bemühungen gestellt und den Serviceaspekt des Zuschauererlebnisses weiter verbessert“, so Giorgio Marchetti. 

Die Gespräche in Madrid spiegelten diese Bemühungen wider, ebenso wie das allgemeine Engagement, dafür zu sorgen, dass Gästefans ihren Mannschaften weiterhin in einem sicheren, inklusiven und einladenden Umfeld durch ganz Europa folgen können.

Dieses Engagement wurde in einer gemeinsamen Erklärung von Interessenträgern des europäischen Fußballs bekräftigt, in der die Empfehlungen des Europarats in Bezug auf Kollektivverbote für Gästefans unterstützt werden. Die Erklärung spricht sich für individuelle Verantwortung, eine bessere Einbindung von Interessenträgern und transparente Entscheidungsfindungsprozesse aus und fordert, Kollektivverbote nur in Ausnahmefällen in Betracht zu ziehen.

Durch die neuste Sicherheitskonferenz schafft der europäische Fußball die Grundlage für eine weitere geordnete und angenehme Saison für Fans in ganz Europa.