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Die UEFA setzt neue Maßstäbe beim Coaching im Frauenfußball und baut die Entwicklungsmöglichkeiten für Trainer/-innen sowie Profispielerinnen aus

Die UEFA Frauenfußball

Die UEFA treibt die Weiterentwicklung der Coaching-Standards im Frauenfußball voran. Gleichzeitig werden der Zugang zu UEFA-Pro-Lizenz-Kursen verbessert und flexiblere Ausbildungsstrukturen geschaffen.

BK Häcken hat unter der Leitung von Elena Sadiku (Mitte) den UEFA Women’s Europa Cup gewonnen.
BK Häcken hat unter der Leitung von Elena Sadiku (Mitte) den UEFA Women’s Europa Cup gewonnen. Jess Hornby/Getty Images

Während der Frauenfußball immer neue Sphären erreicht, müssen auch die Coaching-Standards verbessert werden, um für nachhaltige Erfolge zu sorgen. Die UEFA bietet den Interessierten mehr Möglichkeiten, sich auf höchstem Niveau auszubilden, und Nationalverbänden mehr Flexibilität bei der Schaffung von Plätzen in den Kursen, der Ausweitung der Kurse und der Unterstützung talentierter Coaches auf ihrem Weg zur Erlangung des UEFA-Pro-Diploms.

Ab der Saison 2029/30 werden auch neue Mindestanforderungen für Coaches in den UEFA-Frauen-Klubwettbewerben in Kraft treten. Zusammen tragen diese Maßnahmen dazu bei, die Ziele der Strategie „Unstoppable“ zu erreichen, indem die Trainerausbildung gestärkt, die Professionalisierung unterstützt und klarere Karrierewege für aktuelle Spielerinnen sowie Trainerinnen im Allgemeinen und Trainer/-innen im Frauenfußball geschaffen werden.

Nadine Keßler, Direktorin Frauenfußball der UEFA: „Unsere Botschaft ist unmissverständlich: Investitionen in die Trainerausbildung sind Investitionen in die Zukunft des Fußballs. Durch höhere Standards bei den Trainerlizenzen sowie einem besseren Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten und einer gezielten Unterstützung, einschließlich Förderstrukturen, die Trainerinnen sowie aktuellen und ehemaligen Profispielerinnen den Einstieg ins Coaching erleichtern, stellt die UEFA sicher, dass der Frauenfußball über die Führungsstärke, das Know-how und die Vorbilder verfügt, die er braucht, um erfolgreich zu sein.“

Sonia Bermúdez wurde als Trainerin der spanischen U19-Frauen-Auswahl Europameisterin, bevor sie zur Cheftrainerin des A-Nationalteams berufen wurde.
Sonia Bermúdez wurde als Trainerin der spanischen U19-Frauen-Auswahl Europameisterin, bevor sie zur Cheftrainerin des A-Nationalteams berufen wurde.Harry Murphy/Sportsfile

Mehr Möglichkeiten, das UEFA-Pro-Diplom zu erlangen

Im Mittelpunkt des neuen Rahmenwerks steht die Aufforderung an die europäischen Nationalverbände, mehr Möglichkeiten für UEFA-Pro-Diplomkurse für Trainerinnen im Allgemeinen sowie für Trainer/-innen im Frauenfußball zu schaffen.

Werden zusätzliche Kapazitäten benötigt, erhalten die Verbände mehr Flexibilität, mehr Plätze in den Kursen zu beantragen oder zusätzliche UEFA-Pro-Diplomkurse zu organisieren, um auf die Nachfrage im eigenen Land zu reagieren und Coaches besser zu unterstützen, die das Potenzial haben, auf höchster Stufe zu arbeiten.

Zu den Optionen gehören:

  • Erhöhung der maximalen Zahl der Kandidat/-innen für einen UEFA-Pro-Diplomkurs von 20 auf 24 Personen, wobei die vier zusätzlichen Plätze für Trainerinnen im Allgemeinen und Trainer/-innen im Frauenfußball reserviert sind.
  • Organisation zusätzlicher UEFA-Pro-Diplomkurse, wobei mindestens 50 % der Plätze für Trainer/-innen im Frauenfußball reserviert sind und Trainerinnen Priorität erhalten.
  • Organisation gemeinsamer Kurse von zwei oder mehr Verbänden, um den Erfahrungsaustausch sowie die Bereitstellung von Ressourcen zu fördern und ein breiteres Spektrum an Kandidat/-innen anzusprechen.
  • Nationalverbände, welche die UEFA-Pro-Lizenz für Cheftrainer/-innen in ihrer höchsten nationalen Frauenliga obligatorisch machen, müssen in ihren UEFA-Pro-Diplomkursen zudem bis zu vier Plätze für Trainer/-innen im Frauenfußball anbieten.

„Investitionen in die Trainerausbildung sind Investitionen in die Zukunft des Fußballs. Die UEFA stellt sicher, dass der Frauenfußball über die Führungsstärke, das Know-how und die Vorbilder verfügt, die er braucht, um erfolgreich zu sein.“

Nadine Keßler, Direktorin Frauenfußball der UEFA

Flexible Förderstrukturen für aktuelle und ehemalige Spielerinnen

Das Rahmenwerk ermöglicht es den Nationalverbänden zudem, aktiven und ehemaligen Profispielerinnen mehr Flexibilität zu bieten, wenn sie eine Laufbahn als Trainerin anstreben.

Der UEFA-Fußballbeirat befasste sich unlängst mit der Bedeutung von Förderstrukturen, die den Anforderungen des Spielkalenders von Profifußballerinnen gerecht werden; der Jira-Ausschuss der UEFA entwickelte daraufhin die Idee weiter, wie die Trainerausbildung in ganz Europa umgesetzt werden sollte.

Verbände können zum Beispiel in Länderspielpausen spezifische Kurse organisieren, die es vielversprechenden Kandidatinnen ermöglichen, noch während ihrer aktiven Karriere ihre Trainerausbildung zu beginnen bzw. fortzusetzen. Durch einen besseren Zugang zu den Kursen und eine flexiblere Gestaltung sollen das Wissen und die Erfahrung der interessierten Spielerinnen bewahrt und ihnen den Übergang vom Platz an die Seitenlinie erleichtert werden.

Sonia Bompastor (FC Chelsea) und Renée Slegers (FC Arsenal) sind nach ihrer aktiven Karriere in den Trainerberuf eingestiegen.
Sonia Bompastor (FC Chelsea) und Renée Slegers (FC Arsenal) sind nach ihrer aktiven Karriere in den Trainerberuf eingestiegen.Alex Pantling/Getty Images

Höhere Standards, starkes Fundament

Darüber hinaus müssen ab der Spielzeit 2029/30 Cheftrainer/-innen und Trainerassistent/-innen der an der UEFA Women’s Champions League und am UEFA Women’s Europa Cup teilnehmenden Vereine über höhere Mindestqualifikationen verfügen.

Neue Bestimmungen für Coaches in den UEFA-Frauen-Klubwettbewerben

Cheftrainer/-innen müssen mindestens über eine der nachfolgenden Trainerqualifikationen verfügen:

  • gültige UEFA-Pro-Trainerlizenz, wenn der Lizenzgeber (bzw. sein UEFA-Mitgliedsverband) die UEFA-Trainerkonvention auf Pro-Stufe unterzeichnet hat;
  • gültige UEFA-A-Trainerlizenz, wenn der Lizenzgeber (bzw. sein UEFA-Mitgliedsverband) die UEFA-Trainerkonvention auf Pro-Stufe nicht unterzeichnet hat.

Trainerassistent/-innen müssen mindestens über eine der nachfolgenden Trainerqualifikationen verfügen:

  • gültige UEFA-A-Trainerlizenz, wenn der Lizenzgeber (bzw. sein UEFA-Mitgliedsverband) die UEFA-Trainerkonvention auf Pro-Stufe unterzeichnet hat;
  • gültige UEFA-B-Trainerlizenz, wenn der Lizenzgeber (bzw. sein UEFA-Mitgliedsverband) die UEFA-Trainerkonvention auf Pro-Stufe nicht unterzeichnet hat.

Die Änderungen beruhen auf etablierten Maßnahmen zur Verbesserung der Möglichkeiten von Frauen im Trainerberuf. Seit der Saison 2020/21 muss in den UEFA-Frauenwettbewerben auf A- und Nachwuchs-Stufe mindestens eine Frau zum Trainerstab gehören; dies trägt auch zu einer besseren Vertretung von Frauen auf Elitestufe bei.

Wie die UEFA in Trainerinnen investiert

Das neue Rahmenwerk wird mit kontinuierlichen Investitionen aus dem UEFA-Trainerinnen-Entwicklungsprogramm untermauert. Seit der Einführung des Programms im Jahr 2016 hat es dazu beigetragen, dass über 3 000 Frauen ihre Trainerinnenkarriere vorangetrieben haben, von denen über 150 Frauen die UEFA-Pro-Lizenz erworben haben.

Im Rahmen des Programms werden Stipendien für UEFA-Trainerausbildungskurse vergeben, Unterstützung für aktuelle und ehemalige Spielerinnen auf dem Weg ins Trainerwesen geleistet, ein Mentoringprogramm und Kurse für Trainerausbilder/-innen bereitgestellt sowie Karriereforen und spezialisierte Workshops durchgeführt. Im Rahmen des Mentoringprogramms werden auch angehende Elitetrainerinnen, die im Besitz einer UEFA-A- oder -Pro-Lizenz sind, von erfahrenen Persönlichkeiten begleitet, die ihnen Einblicke in den Elitefußball geben.

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