Partnerschaften mit Wirkung: Förderung der Nachhaltigkeit im europäischen Fußball
Dienstag, 3. Februar 2026
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Beim erstmals durchgeführten Dialog mit den Nachhaltigkeitspartnern kamen am UEFA-Sitz weltweit führende Marken zusammen und bereiteten den Weg für eine neue Ära der Zusammenarbeit. Ziel war es, die Reichweite des Fußballs mit den Fähigkeiten der Partner zu kombinieren, um messbare, langfristige Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
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Diese Woche kamen Sponsoren aus dem gesamten Spektrum der UEFA-Wettbewerbe im Haus des europäischen Fußballs zu einem neuen Dialog der Nachhaltigkeitspartner zusammen, um das volle Potenzial partnerschaftlicher Zusammenarbeit im europäischen Fußball auszuschöpfen.
Die Botschaft war von Anfang an klar: Fußball ist eine der einflussreichsten Kommunikationsplattformen Europas. Wenn seine globale Reichweite mit dem Fachwissen engagierter Partner kombiniert wird, kann der Fußball zu einem der wirksamsten Motoren für positiven Wandel in der Gesellschaft werden.
Guy-Laurent Epstein, Exekutivdirektor Marketing der UEFA und einer der beiden geschäftsführenden Direktoren des mit den European Football Clubs (EFC) eingegangenen Joint Ventures UC3, wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass dieser Dialog einen einzigartigen Moment darstelle, da erstmals kommerzielle Partner aller UEFA-Wettbewerbe in einem Raum zusammenkamen, um nicht über Rechte, Vermögenswerte oder Kampagnen, sondern über gemeinsame Nachhaltigkeitsziele zu sprechen.
Er ermutigte die Sponsoren, die UEFA herauszufordern, Lösungen mitzugestalten und – was entscheidend sei – gemeinsam mit der UEFA in Bereiche zu investieren, in denen die Zusammenarbeit einen Mehrwert hervorbringen könne.
Worten Taten folgen lassen
Michele Uva, UEFA-Exekutivdirektor soziale und ökologische Nachhaltigkeit, betonte, dass der Fußball einer der einflussreichsten gesellschaftlichen Akteure sei. Indem sich der Fußball auf messbare Ergebnisse statt auf Absichten konzentriere, könne Nachhaltigkeit einen Mehrwert für den Fußball und die Gesellschaft schaffen.
„Das europäische Fußball-Ökosystem ist reif genug, um über Verpflichtungen und Kampagnen hinauszugehen. Es reicht nicht mehr, nur über Nachhaltigkeit zu reden. Wir müssen mehr leisten und bewirken“, sagte Uva.
In seiner Grundsatzrede unterstrich Maher Nasser, Direktor der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Vereinten Nationen, den Einfluss des Fußballs und betonte, dass Sponsoring mehr als nur ein Finanzierungsmechanismus sei: „Es prägt das, was die Fans zu sehen bekommen. Wir wissen aus Umfragen und Marktforschung, dass vor allem junge Menschen bei Unternehmen kaufen wollen, die Vielfalt und Nachhaltigkeit respektieren und sich für den Klimaschutz einsetzen. Durch Sponsoring kann man zeigen, wie das geht.“
Zusammenarbeit für langfristigen Nutzen
Die Bedeutung von Zusammenarbeit war eine zentrale Botschaft der Veranstaltung. Fußball verfügt über eine globale Reichweite, und Sponsoren gehören zu den wichtigsten Treibern für Nachhaltigkeit im europäischen Fußball, da sie das Vertrauen der Fans genießen, die ihre Produkte und Dienstleistungen täglich nutzen.
Wenn man die Kräfte bündelt, sind die positiven Auswirkungen enorm. Dies wurde deutlich, als die Marken aufzeigten, wie Nachhaltigkeit einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen kann, der weit über LED-Werbebanden hinausreicht.
„Es reicht nicht mehr, nur über Nachhaltigkeit zu reden. Wir müssen mehr leisten und bewirken.“
Marijn Luchtman, Global Head of Sponsoring bei Just Eat Takeaway.com, erklärte, wie das Unternehmen seine Partnerschaft mit der UEFA nutzt, um das Wachstum des Frauenfußballs voranzutreiben. Mit der Kampagne „Feed the Game“ sponsert das Unternehmen Mädchenteams in verschiedenen Gebieten und ermöglicht so mehr jungen Spielerinnen die Teilnahme am Fußball. Gleichzeitig stärkt es seine Präsenz in den lokalen Gemeinschaften und sein zweckorientiertes Branding.
Jennifer Cords, Mitglied der Geschäftsleitung von Lidl International, betonte, wie die deutsche Supermarktkette Nachhaltigkeit in Sport und Handel fördert, indem sie gesunde Ernährung für alle zugänglich und erschwinglich macht. Die Marke verbindet Ernährungserziehung sowohl mit Breitensportinitiativen als auch mit den Leistungsanforderungen von Profispieler/-innen und zeigt damit einen klaren Zusammenhang zwischen gesellschaftlichem Wert und zweckorientiertem Branding auf.
Gemeinsames Momentum für die Zukunft
Während der zweitägigen Veranstaltung leisteten zahlreiche kommerzielle Partner und Branchenfachleute einen aktiven Beitrag zu Podiumsdiskussionen, Fallstudien und Rundtischgesprächen. Vertreter/-innen von adidas, Carlsberg, Coca-Cola, Just Eat Takeaway.com, Mastercard und der Schwarz Gruppe trafen sich mit ihren Kolleg/-innen von Juventus Turin, dem Niederländischen Fußballverband (KNVB) und der Universität Bocconi, um zu berichten, wie ihre Organisationen Nachhaltigkeit durch Fußball fördern.
Die Partner begrüßten einhellig den kollaborativen Ansatz der UEFA zur schnelleren Erreichung von Nachhaltigkeitszielen auf allen Ebenen des Fußballs. Bei der Veranstaltung kamen erstmals Sponsoren aus allen UEFA-Wettbewerben unter einem Dach zusammen. Diese Kooperation soll in den kommenden Monaten mit Folgeveranstaltungen, Wissensaustausch und gemeinsamen Initiativen fortgeführt werden, um für die UEFA, ihre Partner und die Gesellschaft eine Win-Win-Situation zu schaffen.