UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Finale in Bukarest für Kinder

Zentrale Partnerschaft

Das Finale der UEFA Europa League wurde dank einer Initiative der UEFA, des Rumänischen Fußballverbands und von Terre des hommes für zehn Kinder zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die Kinder beim Finale der UEFA Europa League
Die Kinder beim Finale der UEFA Europa League ©UEFA

Zehn sozial benachteiligte Kinder machten beim Finale der UEFA Europa League in Bukarest die Erfahrung ihres Lebens. Möglich gemacht hat dies die UEFA, der Rumänische Fußballverband (FRF) und die Organisation Terre des hommes (Tdh).

Die Kinder durften an einem von der Tdh organisierten und von der UEFA unterstützten MOVE-Programm teilnehmen. Zwei von ihnen waren afghanische Flüchtlinge, die nach einer Reise über fünf Grenzen erst kürzlich  in Rumänien angekommen waren.

Die 15-jährige Samana, ein Kind das bis jetzt kein zu Hause hatte, war beim Finale am 9. Mai zwischen Club Atlético de Madrid und Athletic Club - ihr erstes Fußballspiel - einer der glücklichsten Menschen auf der Welt. Die Ausreise aus Afghanistan und die abenteuerliche Reise durch Zentralasien war noch immer in ihrer Erinnerung. Nach einer langen Odyssee, die sie mit ihrer Familie durch Zentralasien, Russland, die Ukraine und Moldawien führte, kam sie vor zwei Monaten in Rumänien an.

Samana genoss "die Atmosphäre, die Musik, die Tänzer und einfach alle Leute - in einem Wort, die Fiesta!" Ihr Bruder, der neunjährige Navid, war von dem Ereignis ähnlich begeistert. "Ich fand alles toll!", so der Junge. "Ich bin sprachlos."

Samana und Navid waren nur ein Teil von vielen anderen Ehrengästen unter den 52 347 Zuschauern. Sechs Kinder von benachteiligten Familien aus der Dolj-Region sowie zwei Jungen von vernachlässigten Gegenden in Bukarest waren ebenfalls mit von der Partie. Alle zehn Kinder haben die Tickets in einer von Tdh und FRF organisierten Auslosung gewonnen.

Diese Kinder haben in ihrem so jungen Leben bereits mit einigen Problemen, wie schwerer Vernachlässigung, Missbrauch, Ausbeutung, körperlichen Problemen, emotionalen Problemen oder auffälligem Verhalten zu kämpfen.

Insgesamt wurden 40 Kinder für eine Veranstaltung in Bukarest im März nach folgenden Kriterien ausgewählt: regelmäßige Teilnahme an den MOVE-Aktivitäten, Fairplay und eine freundliche Gesinnung, nicht-diskriminierendes Verhalten, Teamgeist und Führungsqualitäten.

Marian, eines der anderen Kinder, trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Spanien" und gab sich als Fan von Barcelona zu erkennen. "Ich wurde extra von der Schule befreit, um teilnehmen zu können", war er ganz aufgeregt, "und nun kann ich so großartige Fußballspieler einmal live erleben."

Im Rahmen einer Zeremonie vor dem Spiel sprach Joseph Aguettant, Repräsentant der Tdh in Rumänien, mit den Kindern. "Erzählt den Leuten, dass ihr nicht nur einfach Glück hattet, sondern dass ihr auch bei unseren Projekten mitgemacht habt, eure Freunde respektiert habt, keine anderen Kinder diskriminiert habt und nicht rassistisch wart. Wir bei Tdh sind keine Charity-Organisation - wir unterstützen euch und andere rumänische Kindern, weil ihr die Zukunft unserer Landes seid."

Das MOVE-Programm wurde 2008 in Rumänien, Moldawien und Albanien ins Leben gerufen. Es befasst sich mit der psychologischen Entwicklung der Kinder und der sozialen Einbindung durch Spiele und Sport, basierend auf dem MGS (Bewegung, Spiele und Sport) -Modell, und wird durch die UEFA und lokale Partner unterstützt.

MOVE hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kinder auf persönlicher und sozialer Ebene durch das Vermischen von diversen Kulturen und Abstammungen zu stärken und weiterzuentwickeln. Neben den Mitgliedern der Tdh-Organisation, Trainern und Animateuren, bezieht das Projekt auch lokale Größen und Schulen mit ein. Insgesamt umfasst das Projekt derzeit 28 Gemeinden aus der Dolj-Region und zehn Schulen aus Bukarest mit 400 ausgebildeten Animateuren.

Für dich ausgewählt