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Rapid geht die "Mission 33" an

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Bisher hat Rapid Wien 32 Meistertitel auf dem Konto, in dieser Saison könnte der nächste dazukommen. Doch vor Beginn der Rückrunde am Wochenende sieht man sich beim Tabellenführer trotzdem als Außenseiter.

Rapids Erfolg in dieser Saison kommt für Trainer Peter Schöttel etwas überraschend
Rapids Erfolg in dieser Saison kommt für Trainer Peter Schöttel etwas überraschend ©Getty Images

Von einer Umbruchssaison sprach Peter Schöttel, kurz nachdem er im Sommer 2011 das Traineramt beim SK Rapid Wien besetzte. Viele neue, junge Spieler musste er in den Kader einbauen. Zudem hing nach dem Verpassen eines Europapokal-Qualifikationsplatzes der Haussegen schief. Letztlich holte man auch "nur" 32 Punkte in der Hinrunde. Damit überwinterten die Grün-Weißen aber vollkommen überraschend auf dem ersten Platz.

Noch nie seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Saison 1995/1996 hatte der Tabellenführer der österreichischen Bundesliga nach 19 Runden so wenige Zähler auf dem Konto. Im Durchschnitt waren es sogar ganze neun Punkte mehr. Diese Tatsache kann man auf die Schwäche der Großklubs schieben – oder aber auf die Ausgeglichenheit der Liga. "Ich werde mich sicherlich nicht dafür entschuldigen, dass kein anderer Verein mehr Punkte hat als wir", meinte Schöttel.

Alleine die Tabellenführung macht aus Rapid aber keinen Meisterschafts-Favoriten. "Wir träumen natürlich davon, auch am Ende auf Platz eins zu sein. Doch das wäre sehr überraschend, weil der FC Salzburg über die größten Möglichkeiten verfügt", so der Trainer. Ein bisschen wird aber mit einem anderen Fokus der Mozartstädter spekuliert. Ein Weiterkommen des Vizemeisters in der UEFA Europa League wäre auch im Sinne Rapids. Salzburg trifft im Sechzehntelfinale auf den ukrainischen Vertreter FC Metalist Kharkiv.

Der FK Austria Wien und der amtierende Meister SK Sturm Graz gelten als weitere Konkurrenten. Allerdings haben sich diese beiden Teams in der Winterpause eher geschwächt als verstärkt. Die Violetten mussten die Leistungsträger Nacer Barazite und Zlatko Junuzović abgeben, holten dafür aber Sturms Toptorjäger Roman Kienast. Als Ersatz für ihn verpflichteten die Grazer Rubin Okotie. Beim ehemaligen Nationalteam-Stürmer weiß aber niemand genau, wie stark er nach seinem missglückten Gastspiel beim 1. FC Nürnberg wirklich ist. Natürlich muss Rapid auch noch den unberechenbaren Außenseiter SV Ried als ernsthaften Kontrahenten sehen.

Eine kuriose Sache lässt die Rapid-Fans allerdings wirklich auf die "Mission 33" (als Anspielung auf die bisherigen 32 Meistertitel) hoffen: Kapitän Steffen Hofmann ist wieder Vater geworden. Die Geburt seiner ersten beiden Kinder resultierten im Titelgewinn der jeweiligen Saison – ein gutes Omen? "Wir können den Meistersekt schon einkühlen", scherzte Hofmann bereits.

Die Vorbereitung verlief allerdings nicht ganz rund. Obwohl die Trainingsleistungen stimmten, konnte man keinen einzigen Testspielsieg einfahren. Laut Schöttel ist dies aber kein Grund zur Besorgnis. Das Ziel, den Kader zu verkleinern, wurde nur bedingt geschafft. Christoph Saurer wurde an Liga-Konkurrent SC Wiener Neustadt verliehen, Stürmer Hamdi Salihi wird, sofern die medizinischen Untersuchungen positiv verlaufen, noch zu D.C. United in die amerikanische Major League Soccer gehen.

Stattdessen rückten die beiden jungen Amateure Lukas Grozurek und Dominik Wydra nach. Im Tor wird weiterhin Lukas Königshofer stehen, der sich gegen die erfahreneren Helge Payer und Ján Novota durchsetzte. Fraglich ist nur, ob Rapid überhaupt pünktlich in die Saison startet. Die für Sonntag angesetzte Begegnung beim SC Wiener Neustadt droht aufgrund der nicht vorhandenen Rasenheizung und der arktischen Temperaturen auszufallen.

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