Visionen der UEFA für Frauenfußball in London vorgestellt
Mittwoch, 21. September 2011
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Die Europäische Konferenz zu Frauen und Sport 2011 war die passende Gelegenheit für die UEFA, um ihre zunehmende Unterstützung für den Frauenfußball in Erinnerung zu rufen.
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2011 ist ein Schlüsseljahr im Frauenfußball, was durch die verstärkten Bemühungen der UEFA zugunsten des Frauenfußballs verdeutlicht wird. Bei einer wichtigen Konferenz zum Thema Frauenfußball in dieser Woche in London nutzte die UEFA die Gelegenheit, um ihre stets zunehmenden Bemühungen bei der Stärkung und Weiterentwicklung dieses konstant größer werdenden Teils des Fußballs zu betonen.
William Gaillard, Berater des UEFA-Präsidenten, unterstrich in seiner Rede bei der Europäischen Konferenz zu Frauen und Sport 2011 im Londoner Grange City Hotel die Unterstützung, die die UEFA ihren 53 Mitgliedsverbänden zukommen lässt, nachdem erst in den vergangenen Monaten einige bedeutende Beschlüsse gefasst wurden.
"Ganz am Ende des vergangenen Jahres hat sich das UEFA-Exekutivkomitee erstmals dazu entschieden, Mittel aus dem HatTrick-Solidaritätprogramm konkret für die Entwicklung des Frauenfußballs in unseren 53 Mitgliedsverbänden vorzumerken", sagte Gaillard. "Insgesamt reden wir hier über 23,6 Millionen Euro, die über eine Vierjahresperiode von 2012 bis 2016 an unsere Mitgliedsverbände fließen werden. Das ist in der Tat ein starkes politisches Signal."
Gaillard erklärte, dass die UEFA auch großen Wert auf den Austausch von Fachwissen legt und dies durch die Organisation zahlreicher Workshops und Seminare im ganzen Jahr unterstützt, was auch eine ideale Gelegenheit zum Knüpfen von Netzwerken aller Beteiligten im Frauenfußball ist.
Außerdem wurde Karen Espelung, die langjährige Generalsekretärin des Norwegischen Fußballverbands (NFF) und aktuelle Vorsitzende des UEFA-Frauenfußball-Komitees, per Einladung in das UEFA-Exekutivkomitee aufgenommen und wird die neue Strategie der UEFA zur Entwicklung des Frauenfußballs vorantreiben. "Das erklärte Ziel ist es, Fußball zur Sportart Nummer eins für Frauen und Mädchen in Europa zu machen", sagte Gaillard. "Das ist kein utopisches Ziel. Frauenfußball ist in England hinter Männerfußball und Männercricket bereits die drittgrößte Sportart. Aber gleichzeitig liegt noch viel Arbeit vor uns, denn ein Drittel unser 53 Mitgliedsverbände kommt auf weniger als 1 000 angemeldete Spielerinnen."
Gaillard fügte hinzu, dass die UEFA in den letzten zwei Jahren eine Reihe von Stipendien zur Erforschung des Fußballs ins Leben gerufen hat. "Ich kann stolz verkünden, dass als das Ergebnis dieser Bemühungen schon eine gute Anzahl von Frauenfußballprojekten in solch unterschiedlichen Feldern wie Sportgeschichte, Soziologie oder Sportmedizin finanziert wurde."
Abschließend berichtete er über den außergewöhnlichen Erfolg der FIFA-Frauen-WM in Deutschland im vergangenen Sommer. "In Bezug auf die Zuschauer, auf die technische und athletische Qualität und die Organisation war dies ein nie zuvor da gewesener durchschlagender Erfolg", sagte er. "Dies öffnet eine neue Ära in der Zuschauerqualität im Frauenfußball; 2011 könnte ein epochaler Meilenstein in der Geschichte des Frauenfußballs in Europa bleiben."