UEFA gibt Ziele für Mädchenfußball aus

Karen Espelund, die erste Frau, die zu einer Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees eingeladen wurde, spricht über den Breitenfußball für Mädchen und über Jugendturniere vor der U17-Endrunde der Frauen.

Die UEFA investiert viel in den Mädchenfußball
Die UEFA investiert viel in den Mädchenfußball ©UEFA.com

Von Donnerstag bis Sonntag kommen die besten jungen Fußballerinnen zusammen, um die UEFA-U17-Europameisterschaft der Frauen auszutragen. Die Zukunft des Spiels sieht rosig aus.

Im Juni wurde Karen Espelund als erste Frau zu einer Teilnahme an der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees eingeladen und als Vorsitzende des UEFA-Frauenfußball-Komitees wacht sie über eine Entwicklungsstrategie, die einen weitreichenden Effekt für den Frauenfußball und Nutzen für den Fußball allgemein haben wird.

"Das Potenzial der Mädchen, die Breitenfußball spielen, ist in allen nationalen Verbänden riesig", so Espelund. "Jedes Mädchen sollte die Chance haben, in ihrer Nachbarschaft zu spielen. Das ist in jeglicher Hinsicht die Basis für weitere Entwicklung. Wir brauchen stärkere Ligen, mehr weibliche Schiedsrichter, Offizielle und Trainer. Und wir brauchen weibliche Repräsentation auf allen Ebenen. Die UEFA hat einige mutige Entscheidungen getroffen und jetzt liegt es an den Nationalverbänden, diesen zu folgen. Die UEFA ist da, um Unterstützung zu liefern."

Durch das Unterstützungsprojekt HatTrick hat die UEFA zugesagt, 100 000 Euro pro Mitgliedsverband im Jahr auszugeben, um den Frauenfußball zwischen 2012 und 2016 weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse von vergangenen Initiativen tragen bereits Früchte und Espelund, die maßgeblichen Anteil bei der Erschaffung der  UEFA-U17-Europameisterschaft der Frauen im Jahr 2007 hatte, freut sich darüber, wie die Junioren-Turniere zur Qualitätssteigerung beitragen.

"Wettbewerbe führen zu Fortschritt", sagt sie. "Ungefähr 45 der 53 Mitgliedsverbände nehmen regelmäßig teil. Wer in diesem Sommer bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft die Nationalelf von Deutschland gesehen hat, konnte sehen, dass sich viele der Spielerinnen über Jugendturniere nach oben gearbeitet haben. In der Zukunft werden die U17- und U19-Turniere für viele ganz normale Sprungbretter in die A-Nationalmannschaften sein. Die Strukturen in den Nationalverbänden werden ständig weiterentwickelt, Möglichkeiten zum Spielen gibt es für Mädchen immer mehr und all dies führt zu einer sehr positiven Entwicklung."

Nachdem Espelund als erste Frau ihren Platz im Exekutivkomitee eingenommen hat, strebt die UEFA danach, dieses Momentum aufrechtzuerhalten. "Mit dieser Entscheidung hat die UEFA bewiesen, dass Fußball für jeden auf allen Ebenen da ist", erklärt sie. "Frauen müssen die Möglichkeit bekommen, aktiv in allen Funktionen mitwirken zu können, nicht nur als Spielerinnen. Davon wird der Fußball und die Rechtmäßigkeit des Dachverbands langfristig profitieren. Ich hoffe, ich kann ein positives Beispiel abgeben."

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