Fan-Kongress blickt auf EURO voraus
Mittwoch, 6. Juli 2011
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Der 4. jährliche Fußballfankongress in Dänemark, der auch von der UEFA unterstützt wurde, warf einen Blick auf die fanspezifischen Belange bei der UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine.
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Der 4. jährliche Fußballfankongress in Dänemark, der auch von der UEFA unterstützt wurde, warf einen Blick auf die fanspezifischen Belange bei der UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine.
Rund 300 Fans aus 30 Ländern trafen sich in Kopenhagen und Bröndby, um auf dem Kongress, der von Football Supporters Europe (FSE) organisiert wurde, zahlreiche Themen zu diskutieren.
Auf der Tagesordnung standen Themen wie Fans und Medien, Fußball und Gewalt, die Schaffung guter Aufenthaltsbedingungen für Fans und der Stand der Vorbereitungen zur UEFA EURO 2012. Die Workshops führten zu Vorschlägen für konkrete Projekte und Aktionen, die in der kommenden Fußballsaison umgesetzt werden. Mit dabei waren auch Polizeivertreter und Delegierte der acht Gastgeberstädte – Gdansk, Poznan, Warschau und Wroclaw (Polen) sowie Donetsk, Kharkiv, Kiew und Lviv (Ukraine) – und Mitglieder der beiden lokalen Organisationskomitees.
Bei den Gesprächen rund um die EURO ging es vor allem um Fanbotschaften, die unter dem Motto "Respekt für Fankultur" in allen Gastgeberstädten eingerichtet werden sollen. Ziel dieser Botschaften ist es, eine positive und friedliche Fankultur zu unterstützen, die zu einer festlichen Stimmung bei der Endrunde beitragen soll.
Ein wichtiges Thema war der Status des FSE-Projekts Fan Embassies Go East, das von der UEFA bis 2012 finanziell unterstützt wird. Sinn dieses Projekts ist es, Faninitiativen in Polen und der Ukraine im Vorfeld der EURO zu unterstützen.
William Gaillard, Berater des UEFA-Präsidenten, eröffnete den Kongress und sprach seine Anerkennung für die Arbeit von FSE in den letzten Jahren aus. Zudem forderte er von den Kongressteilnehmern, sich der Herausforderung zu stellen, sich an großen anstehenden Diskussionen zu beteiligen.
"Sie sind die wichtigsten Interessenvertreter in Ihrem Sport", sagte er. "Viele der Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen, sind für Fans unglaublich wichtig." Dazu gehören angemessene finanzielle Rückflüsse an die Klubs und bezahlbare Eintrittspreise für die Fans; weitere Themen waren die Isolierung gewaltbereiter Fans und die Interessen der behinderten Anhänger.
"Sie sind die besten Vertreter von Millionen von Fußballfans in all ihrer Vielfältigkeit und ihren widersprüchlichen Interessen", fuhr Gaillard fort. "Sie sollten Ihr Bestes geben, um diese Vielfältigkeit widerzuspiegeln und Ihre Interessen zu vertreten."
Das in Hamburg ansässige Netzwerk Football Supporters Europe ist ein unabhängiges, demokratisch organisiertes Fannetzwerk, das individuelle Fußballfans, örtliche Aktionsgruppen und landesweit aktive Fans unter seinem Dach vereint.