Grevenmacher ist Herbstmeister
Donnerstag, 19. November 2009
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Unerwartet geht CS Grevenmacher nach Ende der Hinrunde als Herbstmeister in der höchsten Luxemburger Division hervor, die weitere drei Spieltage vor der Winterpause vorsieht.
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Unerwartet geht CS Grevenmacher nach Ende der Hinrunde als Herbstmeister in der höchsten Luxemburger Division hervor, die weitere drei Spieltage vor der Winterpause vorsieht. Nach Jahren der absoluten Dominanz durch Serienmeister F91 Dudelange sind die ewigen Verfolger CS Grevenmacher und AS Jeunesse Esch mutiger geworden und haben für einen Wechsel an der Spitze gesorgt.
Europäische Qualifikation als Mindestziel
Der CS Grevenmacher hat sich hohe Ziele gesteckt. Nachdem man in der vergangenen Saison durch den dritten Tabellenplatz in extremis die Europa-League-Qualifikation geschafft hatte, gilt der Einzug in den europäischen Wettbewerb wieder als Mindestziel. Ohne moralischen Schaden hat man zu Saisonbeginn die hohe 0:6-Gesamtniderlage gegen die Litauer von FK Vetra verkraftet.
Gerüstet auf nationaler Ebene
"Falls F91 Dudelange wackeln sollte, ist der CS Grevenmacher bereit, um in die Bresche zu springen", hatte Coach Claude Osweiler vor der Saison angekündigt, wohl wissend, dass F91 Dudelange, AS Jeunesse Esch und FC Differdange 03 nicht zu unterschätzen sind. Da dieser Fall eingetreten ist, hat der Luxemburger Pokalsieger von 2008 es in der Hand, für eine eventuelle Überraschung zu sorgen und nach 2003 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte zu Landesmeisterehren zu kommen. Zu lang und zu schwierig ist aber der Restverlauf der Saison, dessen ist sich der Coach bewusst: ,"Das Titelrennen ist offen wie nie zuvor, es ist eine schöne Momentaufnahme, aber einige Auswärtsniederlagen haben gezeigt wie schnell der Erfolg aufgebraucht sein kann."
Wahre Heimstärke
Auf der eigenen Anlage auf ,,Flohr'' hat CS Grevenmacher zu seiner Heimstärke zurückgefunden. Bei allen Heimspielen in der Hinrunde blieb der Herbstmeister verlustpunktfrei. Wegen der Nähe zu Deutschland und der dadurch kurzen Anfahrt hat der Moselklub einige deutsche Spieler unter Vertrag, deren Entschlossenheit und Disziplin sehr geschätzt werden. Diese Spieler sehen es zudem als eine sehr reizvolle Möglichkeit an, sich im europäischen Wettbewerb präsentieren zu können.
Treffsicherheit durch Huss
Die Treffsicherheit von Daniel Huss hat dafür gesorgt, dass die Flut aus Unentschieden aus der letzten Saison gestoppt werden konnte. Der 30-jährige Angreifer, ein Eigengewächs, führt derzeit mit zwölf Toren die Torjägerliste in der höchsten Luxemburger Liga an und ist auf dem besten Weg, als treffsicherster Angreifer aus der Liga hervorzugehen.
Fehlende Durchschlagskraft
Wie abhängig das Spiel der Mannschaft aus Grevenmacher von Daniel Huss ist, bewies das Gastspiel am 13. Spieltag beim FC Progrès Niederkorn, wo nur ein torloses Remis zustande kam. Der Ex-Nationalspieler, der beim Luxemburger Nationalcoach Guy Hellers in Ungnade gefallen ist, musste in der 35. Spielminute wegen Unwohlsein ausgewechselt werden. Sein Fehlen behinderte die Offensiv-Abteilung des CS und konnte auch durch den deutschen Angreifer Christian Müller (früher SV Eintracht Trier) nicht kompensiert werden.
Wegweisende Begegnung
Mit 28 Toren verfügt derzeit Grevenmacher über den effektivsten Sturm in der Luxemburger Liga. Effektiv war auch der 1:0-Heimsieg am 31. Oktober 2009 vor rund 1 000 Zuschauern über Erzrivale F91 Dudelange. Dank eines Treffers von Huss in der 29. Spielminute konnte der Herausforderer den Favoriten in die Schranken weisen – ein Anzeichen dafür, dass es mit dem Titel dieses Jahr wirklich etwas werden könnte.