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Null Toleranz gegenüber Rassismus

Anti-Rassismus

UEFA-Generalsekretär David Taylor sagt, Rassisten sind "nicht willkommen im Fußball."

Die UEFA Champions League und der UEFA-Pokal sind die Flaggschiffe der europäischen Klubwettbewerbe - die ganze Welt sieht hier zu. Angesichts dieser enormen Zuschauerzahl ist die UEFA fest entschlossen, dafür zu sorgen, dass während der Saison der Rassismus hier nicht sein hässliches Haupt erheben wird.

UEFA-Mission
Seit langer Zeit ist es für die UEFA eine echte Mission, alle Arten von Vorurteilen aus dem Fußball zu verbannen. Zu diesem Zweck unterstützt der europäische Dachverband auch viele Organisationen, die für dieses Ziel kämpfen - man denke nur an das Netzwerk "Fußball gegen Rassismus in Europa" (FARE) und die von beiden Seiten regelmäßig im Oktober veranstaltete Aktionswoche. Seit der Wahl von Michael Platini zum UEFA-Präsidenten und der Ernennung von David Taylor zum UEFA-Generalsekretär wurde das Engagement der UEFA noch intensiviert.

Vorbildfunktion
"Der Fußball schuldet es sich selbst, in der Gesellschaft eine Vorbildfunktion einzunehmen", sagte Platini unmittelbar vor der Auslosung der Gruppenphase der UEFA Champions League in Monaco. "Der Fußball muss in Europa Werte vermitteln - Ehrlichkeit, Mut, Brüderlichkeit, Toleranz und Frieden. Der Fußball vereinigt, integriert und heißt willkommen. Er schließt niemanden aus, diskriminiert keinen und verurteilt niemanden. Der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung, den wir führen, ist ein Kampf, den wir nur beenden werden, wenn all diese Phänomene aus unseren Stadien verbannt worden sind. Zusammen mit dem [UEFA] Exekutivkomitee werden wir diesen Weg kompromisslos weitergehen."

Sanktionen
Daher wird es auch keinerlei Toleranz gegenüber denen geben, die rassistische Beschimpfungen gebrauchen. "Ich weiß nicht, wer solche Leute sind, noch welches Interesse sie am Fußball haben", erklärte Taylor. "Sie sind im Fußball und seinem Umfeld nicht willkommen. Die UEFA hat ihre eigene Methode, mit diesen Problemen umzugehen. Sollten sich Spieler oder Fans von Klubs rassistisch verhalten, werden wir nicht zögern, diese Klubs - oder sogar Nationalmannschaften - aus den europäischen Wettbewerben auszuschließen. Diese Sanktionen existieren und die UEFA wird nicht zögern, sie zu benutzen, wenn die Umstände es erfordern. Wir werden rassistisches Verhalten nicht tolerieren."

Kampagnen
Doch Strafen sind nicht die einzigen Methoden im Kampf der UEFA gegen Rassismus. Seit Jahren gehört die enge Kooperation mit FARE und ähnlichen Organisationen zum festen Bestandteil der UEFA-Politik. Taylor bestätigt, dass diese Unterstützung, sei es finanzieller Art oder durch den Einfluss und den guten Ruf der UEFA, weiterhin zu den zentralen Pfeilern der europäischen Fußball-Union gehören wird. "Auf der erfreulicheren Seite werden wir auch künftig Organisationen finanziell unterstützen und mit ihnen zusammenarbeiten, die kontinuierlich und in aller Öffentlichkeit dieser Kampagne vorneweg schreiten", sagte er. "Es ist wichtig, dass wir Top-Spieler und Trainer nutzen, um allen Fußball-Interessierten zu demonstrieren, dass all die führenden Köpfe solche Sachen komplett aus dem Fußball vertreiben möchten."

Leidenschaft
Es geht hier natürlich nicht darum, die Leidenschaft aus den Fußballstadien zu vertreiben, wichtig ist aber, keinerlei Zweifel darüber aufkommen zu lassen, wo die Linie zwischen Fan-Gesängen und inakzeptablen rassistischen Sprechchören verläuft. In seiner Rede in Monaco erklärte Platini: "Wenn ein Stürmer eine große Chance auslässt oder ein Torhüter einen kapitalen Fehler begeht, ist das völlig akzeptabel. Aber Rassismus und Gewalt sind im Fußball nicht zu tolerieren - hier darf es null Toleranz geben."

Leidenschaftlicher Appell
Der UEFA-Präsident schloss mit einem leidenschaftlichen Appell: "Wir haben schon schwerwiegende Maßnahmen ergriffen und werden dies weiterhin tun, bis wir diese Plage ausradiert haben ... Hören Sie nicht auf die Erpressungsversuche gewisser Interessensgruppen, die nur sich selbst vertreten. Lassen Sie uns ein System von qualifizierten Stewards einführen. Lassen Sie uns nur Fan-Vereinigungen anerkennen, die klar und unzweifelhaft gegen Gewalt und Rassismus eintreten. Lassen Sie uns zusammen den Fußball verändern, er soll künftig noch mehr zusammenführen, Brüderlichkeit vermitteln und noch mehr Spaß machen."

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