Workshops zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay

Die positiven Auswirkungen der Maßnahmen im Bereich Klublizenzierung und finanzielles Fairplay und die Bestätigung des aktuellen positiven Trends waren die Themen des jüngsten UEFA-Workshops zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay.

Die UEFA und ihre Mitgliedsverbände überlegen sich, wie Klublizenzierung und finanzielles Fairplay in Zukunft weiterentwickelt werden können.
Die UEFA und ihre Mitgliedsverbände überlegen sich, wie Klublizenzierung und finanzielles Fairplay in Zukunft weiterentwickelt werden können. ©UEFA

Die Maßnahmen im Bereich Klublizenzierung und finanzielles Fairplay haben weiterhin bedeutende positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Klubfußballfinanzen in ganz Europa, und verschiedene jüngst abgehaltene Workshops zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay boten die ideale Gelegenheit, sich der Frage zu widmen, wie dieser Schwung aufrecht erhalten werden kann.

Die von den Nationalverbänden Israels, San Marinos und Ungarns ausgerichteten Workshops brachten Vertreter der 55 UEFA-Mitgliedsverbände zusammen, die gemeinsam die aktuelle Situation eingehend analysierten und darüber debattierten, wie die Zukunft in diesem für den Fußball so entscheidenden Bereich angegangen werden kann.

Den Treffen vorausgegangen waren erfreuliche Nachrichten im jüngsten, im Januar veröffentlichten UEFA-Benchmarking-Bericht zur Klublizenzierung, der eine Übersicht über 700 Erstligaklubs und deren Gewinne und Rekordeinnahmen im Zehnjahrestrend bietet.

Seit der Einführung des finanziellen Fairplays 2009 generierten die 700 Erstligaklubs im Finanzjahr 2017 erstmals gemeinsam einen Nettogewinn. Dieser Nettogewinn von EUR 615 Mio. – nach Berücksichtigung von Transfers, nicht betrieblichen Posten, Finanzierung, Steuern und Veräußerungen – widerspiegelt sechs aufeinanderfolgende Jahre des Fortschritts.

Im Bericht wird ein wichtiger Mentalitätswandel hinsichtlich der Finanzen des europäischen Fußballs im vergangenen Jahrzehnt hervorgehoben, der durch die Regulierung von der UEFA angestoßen und von den Nationalverbänden unterstützt wurde; eine stabile Medienlandschaft, loyale Fans und intensive Bemühungen hinsichtlich der Kostenkontrolle seitens der Vereine haben ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen, dass der europäische Fußball am Ende dieser zehn Jahre wesentlich gestärkt dasteht.

UEFA-Leiter Klublizenzierung Aleš Zavrl.
UEFA-Leiter Klublizenzierung Aleš Zavrl.©UEFA

Aleš Zavrl, UEFA-Leiter Klublizenzierung, machte die Teilnehmer des Workshops in San Marino darauf aufmerksam, dass niemand sich auf seinen Lorbeeren ausruhen dürfe, sondern alle weiterhin bestrebt sein müssten, das finanzielle Wohlergehen des europäischen Klubfußballs zu schützen. 

„Obwohl die finanzielle Performance der europäischen Vereine sich ständig verbessert, was aus dem letzten Benchmarking-Bericht zum europäischen Klubfußball deutlich hervorgeht, bleibt immer noch viel zu tun“, so Aleš Zavrl.

„Vor diesem Hintergrund bieten diese regionalen Workshops eine ideale Plattform für den Austausch von Ideen und Brainstormings darüber, wie die Prozesse im Bereich der Klublizenzierung und des finanziellen Fairplays weiterhin ein wichtiger Teil unserer gemeinsamen Aktivitäten mit Blick auf eine bessere Governance und finanzielle Stabilität im europäischen Klubfußball sein können.“

Alle drei Ausrichterverbände wurden dazu aufgefordert, den Fortschritt im Fußball und in der Klublizenzierung in ihrem jeweiligen Land aufzuzeigen und Initiativen vorzustellen, die sie auf nationaler Ebene ins Leben gerufen haben, um bestimmten Besonderheiten gerecht zu werden. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die von der UEFA bereitgestellte Anleitung und Unterstützung im Hinblick auf die Umsetzung des Reglements zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay.

Auch der Frauenfußball gehörte zu den Hauptthemen, denn ab der Spielzeit 2020/21 wird die UEFA von den Frauenvereinen verlangen, ein Lizenzierungsverfahren zu durchlaufen, um an der UEFA Women’s Champions League teilzunehmen.

Die Workshops boten der UEFA ferner die Gelegenheit, ihre neue CL/FFP-IT-Lösung zu präsentieren, die in ganz Europa eingeführt werden soll, um die Finanzinformationen der Vereine zusammenzutragen und zu analysieren. Dieses Projekt ist das Ergebnis von über einem Jahr Arbeit seitens der UEFA-Abteilung Finanzielles Fairplay und zielt darauf ab, das Datenerhebungsverfahren, das die Vereine und Nationalverbände jede Saison für die UEFA zu durchlaufen haben, zu erleichtern.

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