Neues Format für die Gruppenphase der UEFA Women‘s Champions League

VSA-Einsatz auf weitere Nationalmannschaftswettbewerbe ausgeweitet

Endspiel der UEFA Women's Champions League 2019 - FC Barcelona – Olympique Lyonnais
Endspiel der UEFA Women's Champions League 2019 - FC Barcelona – Olympique Lyonnais ©Sportsfile

050 - VSA-Einsatz auf weitere Nationalmannschaftswettbewerbe ausgeweitet

Die UEFA wird das Format der Women's Champions League zur Saison 2021/22 ändern. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Ausgeglichenheit des Wettbewerbs und die Sichtbarkeit des Frauenklubfußballs durch dessen Elitewettbewerb zu stärken.

Die heute durch das UEFA-Exekutivkomitee bekannt gegebenen Änderungen stellen eine Neuausrichtung des derzeitigen Formats dar. Ab der Saison 2021/22 werden die Vereine in der ersten und zweiten Qualifikationsrunde, die in einer Gruppenphase mit 16 Mannschaften münden, in einen Meisterweg (für die nationalen Meister) und einen Ligaweg eingeteilt. In dieser neuen Runde treten 16 Mannschaften, die sich auf vier Vierergruppen verteilen, zu Hause und auswärts gegeneinander an. Dabei ziehen die erst- und zweitplatzierte Mannschaft jeweils in das Viertelfinale ein.

„Die heutige Entscheidung leitet eine Wende im Frauenfußball ein“, erklärte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. „Der weltweit prestigeträchtigste Klubwettbewerb im Frauenfußball erhält damit die Plattform und die Sichtbarkeit, die er verdient."

Medienberichterstattung maximieren

Die Entscheidung der UEFA sieht auch konkrete Schritte vor, um die Sichtbarkeit ihres wichtigsten Wettbewerbs im europäischen Frauenklubfußball zu erhöhen. Das Marketing und die TV-Berichterstattung werden ab der Gruppenphase zentralisiert. In der ersten Saison werden acht Spieltage ausgerichtet – zwei in der zweiten Qualifikationsrunde, vier in der Gruppenphase sowie Hin- und Rückrunde der Viertelfinalspiele –, um zu gewährleisten, dass diese nicht zeitgleich mit anderen wichtigen Partien im europäischen Spielkalender stattfinden.

Die vereinbarten Änderungen unterstreichen das Engagement des europäischen Fußballdachverbands, sein auf fünf Jahre angelegtes, strategisches Ziel für den Frauenfußball – die Verdoppelung der Zuschauerzahlen und des kommerziellen Werts der UEFA Women‘s Champions League bis 2024 – umzusetzen.

„Als wir unsere innovative Frauenfußballstrategie #TimeForAction zu Anfang des Jahres auf den Weg brachten, haben wir versprochen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die in einem professionelleren und florierenden Frauenfußball münden“, betonte der UEFA-Präsident. „Wir sind der Auffassung, dass die Gruppenstruktur die Qualität des Frauenfußballs weiter steigern wird, da wir so mehr Teams die Möglichkeit geben, gegen ihre stärksten Gegner anzutreten“, fügte er hinzu.

VSA-Einsatz ausgeweitet

Vorbehaltlich der Genehmigung der FIFA beschloss das UEFA-Exekutivkomitee ferner, das Videoschiedsrichterassistenten-System (VSA) in den bevorstehenden Playoffs der European Qualifiers einzusetzen.

Playoff-Format für die FIFA-WM 2022

Vorbehaltlich der Bestätigung durch die FIFA wurde das folgende Format zur Bestimmung der 13 europäischen Mannschaften, die sich für die FIFA-WM 2022 qualifizieren, genehmigt:

• Die zehn Gruppensieger der European Qualifiers (EQ) qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft.

• Hinzu kommen die drei Sieger einer Playoff-Runde bestehend aus:

  • den zehn Gruppenzweiten der European Qualifiers, sowie
  • den beiden in der Gesamtwertung der UEFA Nations League 2020/21 bestplatzierten Gruppensiegern dieses Wettbewerbs, die sich weder als EQ-Gruppensieger direkt für die Endrunde qualifiziert haben, noch bereits als EQ-Gruppenzweite für die Playoffs qualifiziert sind.

Mit diesem kombinierten Qualifikationsweg für die Playoffs, deren Teilnehmer sich sowohl über die European Qualifiers als auch über die UEFA Nations League 2020/21 qualifizieren können, möchte die UEFA den sportlichen Erfolg in der Gruppenphase der UEFA Nations League würdigen, in Übereinstimmung mit der grundlegenden Philosophie, dass in der UEFA Nations League alle Mannschaften einen Lohn für ihre sportliche Leistung erhalten, unabhängig davon, in welcher Liga sie spielen.

Es werden drei Playoff-Wege mit jeweils zwei Halbfinalbegegnungen, die in einem einzigen K.-o-Spiel ausgetragen werden, gebildet. Die siegreichen Mannschaften der beiden Halbfinalbegegnungen ziehen in das jeweilige Playoff-Endspiel ein, wobei im Vorfeld per Auslosung bestimmt wird, welche Mannschaften Heimspiele bestreiten.

Die Sieger der drei Playoff-Endspiele qualifizieren sich für die FIFA-WM 2022.

Auslosungsverfahren für die Ligaphase der UEFA Nations League

Das Auslosungsverfahren für die Ligaphase der UEFA Nations League 2020/21, das auf dem neuen, vom UEFA-Exekutivkomitee im September 2019 in Ljubljana beschlossenen Format beruht, wurde genehmigt. Die Auslosung findet am 3. März 2020 um 18.00 Uhr (MEZ) in Amsterdam statt.

Endphase der UEFA Futsal Champions League 2020

Zum Ausrichter der Endphase der UEFA Futsal Champions League 2020, die Ende April 2020 stattfindet und an der der FC Barcelona (Spanien), der MFK KRPF (Russland), ElPozo Murcia FS (Spanien) und der MFK Tjumen (Russland) teilnehmen, wurde Minsk bestimmt.

Spielplan der UEFA Women’s EURO 2021

Das UEFA-Exekutivkomitee bestätigte außerdem den Spielplan für die UEFA Women's EURO 2021. Das Turnier findet vom 7. Juli bis 1. August 2021 statt und das Finale wird im Wembley-Stadion in London ausgetragen. Der Austragungsort des Eröffnungsspiels wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

UEFA-Frauen-Futsal-Europameisterschaft 2020/21

Das Reglement der UEFA-Frauen-Futsal-Europameisterschaft 2020/21 – die zweite Ausgabe des Turniers – wurde genehmigt.

Kinderschutzrichtlinie

Das UEFA-Exekutivkomitee hat eine Kinderschutzrichtlinie und ein Kinderschutz-Toolkit für die Mitgliedsverbände genehmigt, um zu gewährleisten, dass der Fußball eine sichere, positive und angenehme Erfahrung für die beteiligten Kinder und Jugendliche bleibt.   

Nächste Sitzung

Die nächste Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees ist für den 2. März 2020 in Amsterdam geplant.

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