Italien wieder gegen Spanien

Titelverteidiger Spanien trifft im Halbfinale der FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft auf Italien, den Finalisten von 2004. Außerdem bekommt es der ehemalige Europameister Russland mit Gastgeber Brasilien zu tun.

Nando Grana (Italien) jubelt über das 5:5 gegen den Iran
©Getty Images

Bertoni der Held
Eine Minute vor Ende des letzten Spiels in der zweiten Gruppenphase gegen Asienmeister Iran, der zuvor bereits die Tschechische Republik ausgeschaltet hatte, stand auch Italien vor dem Aus. Die Uhr zeigte noch 51 Sekunden an, als Edgar Bertoni das entscheidende 5:5 für die Italiener, denen ein Unentschieden genügte, erzielte. Nando Grana hatte Italien früh mit 2:0 in Führung gebracht. Masoud Daneshvar und Ebrahaim Masoudi besorgten zwar anschließend den Ausgleich für die Iraner, doch nach dem Treffer von Patrick Nora ging Italien mit einer Führung in die Pause. Mohammed Hashemzadeh und Ali Hassanzadeh gaben dem Spiel eine Wende. Fabiano Assad erzielte das 4:4, doch viereinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff war erneut Daneshvar zur Stelle. Das letzte Wort hatte jedoch Bertoni.

Neuauflage des Endspiels
Italien belegte in der Gruppe E den zweiten Platz hinter Brasilien. Die Gastgeber bezwangen die bereits ausgeschiedene Ukraine mit 5:3, Falcão steuerte drei Tore bei. Die Treffer für die Ukrainer erzielten Valeriy Zamyatin bereits nach 64 Sekunden sowie Mkthaylo Romano (2). Im Halbfinale am Donnerstag in Rio de Janeiro trifft Italien auf Spanien, den Sieger der Gruppe F - in einer Neuauflage des letzten WM-Endspiels und des Finals der UEFA-Futsal-Europameisterschaft. Brasilien bekommt es mit den Russen zu tun, gegen die es in der ersten Gruppenphase einen 7:0-Sieg gab.

Russland schaltet Argentinien aus
Spanien holte sich mit der maximalen Punktzahl den Gruppensieg, zum Abschluss gab es einen 4:1-Erfolg über Paraguay. Álvaro und Fernandão brachten den Titelverteidiger auf die Siegerstraße. Sechs Minuten vor dem Ende konnte Fábio Alcaraz per Strafstoß zwar verkürzen, doch Fernandão sorgte anschließend mit zwei weiteren Treffern für klare Verhältnisse. Russland benötigte gegen Argentinien ein Remis, doch nach fünf Minuten gerieten die Europäer durch Martin Amas in Rückstand. Konstantin Dushkevich glich noch vor der Pause aus, nach dem Seitenwechsel war Dmitri Prudnikov mit einem Strafstoß erfolgreich. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff markierte Esteban González das 2:2, doch zu mehr sollte es für Argentinien, den Halbfinalisten von 2004, nicht mehr reichen.

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