Deutschland nach Sieg gegen Spanien im Halbfinale

Deutschland - Spanien 1:0 Das Eigentor von Rocío Gálvez und eine späte Parade von Lena Pauels sicherten Deutschland den Gruppensieg und das Weiterkommen.

Felicitas Rauch (Mitte) bereitet sich auf einen akrobatischen Abschluss vor
Felicitas Rauch (Mitte) bereitet sich auf einen akrobatischen Abschluss vor ©Getty Images

• Deutschland und Spanien stehen im Halbfinale der Frauen-U19-EURO
• Rocío Gálvez trifft sechs Minuten vor der Pause ins eigene Netz
• Spanien vergibt mehrere Chancen, wodurch Deutschland ein vorzeitiges Ausscheiden vermeidet
• Lena Pauels rettet kurz vor Schluss mit einer grandiosen Parade gegen Laura Ortegas Kopfball
• Halbfinal-Paarungen: Frankreich - Spanien, Deutschland - Schweden (Freitag)


Deutschland und Spanien stehen beide im Halbfinale der Frauen-U19-EURO, nachdem Maren Meinerts Mannschaft durch ein Eigentor von Rocío Gálvez zu dem benötigten Sieg kam.

Spanien stand bereits vor dieser Partie mit mehr als einem Bein im Halbfinale – nur bei einer Niederlage mit sieben oder mehr Toren Unterschied hätte man noch ausscheiden können – trotzdem legten die Ibererinnen in der Neuauflage des Endspiels von 2004 eine beachtliche Laufleistung hin. Am Ende jedoch entschied der Fehler von Gálvez die Partie, wodurch Deutschland die Gruppe B gewann und am Freitag im Halbfinale auf Schweden trifft, während Spanien es mit Frankreich zu tun bekommt.

Spanien, bei der in der Startelf gegenüber dem Sieg am Samstag gegen England nur zwei Positionen getauscht wurden, übernahm von Anfang an die Initiative. Andrea Sánchez kam der Führung zwei Mal sehr nahe, bevor Joelle Wedemeyer in letzter Sekunde gegen Nahikari García retten konnte. García wurde kurz danach erneut gefährlich, zielte aber aus guter Position direkt auf Lena Pauels, die erstmals in Israel zwischen den Pfosten stand.

Deutschland arbeitete sich nach und nach in das Spiel hinein und in der 34. Minute wurde Spaniens Schlussfrau Elena De Toro erstmals so richtig geprüft, als sie abtauchte, um einen Schuss von Lea Schüller zu halten. Der viermalige Europameister sollte kurz danach führen: De Toro parierte einen Abschluss von Felicitas Rauch, was Gálvez überraschte, so dass die Innenverteidigerin den Ball ins eigene Netz setzte.

Spanien drängte aber auf den Ausgleich und Alba Redondo verpasste noch vor dem Seitenwechsel gleich zwei Großchancen, ihr viertes Turniertor zu erzielen. Deutschland war nach der Pause die bessere Elf und versuchte, die Entscheidung zu erzwingen. Saskia Matheis kam dieser mit einem Volley sehr nahe, während Nina Ehegötz an De Toro scheiterte. Die Gefahr des Ausgleichs war natürlich immer im Hinterkopf der deutschen Spielerinnen präsent. Sechs Minuten vor dem Ende kam es zur entscheidenden Szene, als Pauels mit einer fantastischen Rettungstat den Kopfball von Laura Ortega entschärfte.

Reaktionen
Maren Meinert, Trainerin Deutschland: "Ich bin sehr zufrieden. Das war am Ende eine knappe Angelegenheit. Aber wir hätten vorher das 2:0 nachlegen müssen, dann hätten wir uns das Zittern erspart. Es war ein schwieriges Spiel für uns. Wir wussten, dass Spanien eine wirklich gute Mannschaft hat, mit großen Spielerinnen. Wir haben sehr gut gespielt, besonders in der ersten Halbzeit, als wir mehr als ein Tor hätten machen können. Am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite. Aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir mussten das Spiel gewinnen, um uns für die U20-WM zu qualifizieren, das hat die nächsten 18 Monate für uns bestimmt."

Jorge Vilda, Trainer Spanien: "Es ist gut, dass wir es geschafft haben, ins Halbfinale vorzustoßen und uns für die WM zu qualifizieren – das war unser Hauptziel. Aber natürlich kann ich nicht sagen, dass ich heute glücklich bin, denn wir haben nicht gewonnen. Meine Mannschaft hat richtig gut gespielt, aber das Ergebnis war negativ. Ich denke nicht, dass der erste Platz in der Gruppe so wichtig ist: sowohl Frankreich als auch Schweden sind hochklassige Gegner."

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