UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Barrling über Schwedens gemeinsame Ziele

Schwedens Trainer Calle Barrling sprach über den Druck, den U19-Titel zu verteidigen, erklärte Deutschland zum Turnierfavoriten und diskutierte die Werte des schwedischen Fußballs.

Barrling über Schwedens gemeinsame Ziele
Barrling über Schwedens gemeinsame Ziele ©UEFA.com

Die Last eines Titelverteidigers ist oftmals die gesteigerte Erwartungshaltung und ein gewisser Druck. Schwedens Trainer Calle Barrling ließ sich davon im Gespräch mit UEFA.com allerdings nicht beeindrucken und sprach über die Hoffnungen vor der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen im August in Wales. Außerdem sprach er über die Gegner in Gruppe B - Deutschland, Norwegen und Finnland - sowie über die Nationalmannschaften im Allgemeinen.

UEFA.com: Was ist Ihre erste Reaktion auf die Auslosung?

Calle Barrling: Interessante Angelegenheit. Es gibt zwei Arten, Fußball zu spielen - das zeigen beide Gruppen. Auf der einen Seite gibt es technisch starke Mannschaften, auf der anderen Seite eher robuste und kampfstarke. Wir sind mit unserem Los zufrieden, denn wir kennen die Gegner aus Norwegen, Finnland und Deutschland. Außerdem müssen wir nicht gegen britische Teams auf ihrem eigenen Boden ran, das ist immer schwer.

UEFA.com: Wie sehr hilft der Sieg in der Qualifikation gegen Deutschland letztes Jahr?

Barrling: Nunja, das hat uns letztes Jahr geholfen, aber nun ist es ein anderes Turnier. Aber wir wissen immerhin, dass wir sie schlagen können. Nichtsdestotrotz, die Mannschaft, die sie dieses Jahr haben, ist noch stärker - es wird nicht einfach. Sie sind nicht nur Favorit in der Gruppe, sondern auch im gesamten Turnier. Das ist eine der besten deutschen Mannschaften, die ich je gesehen habe. Das wird eine tolle Herausforderung, aber wir haben es schon einmal geschafft, warum also nicht ein zweites Mal.

UEFA.com: Es sind noch viele Spielerinnen vom letzten Mal dabei - so auch Malin Diaz, die im Finale den Siegtreffer erzielt hat...

Malin Diaz feiert den Siegtreffer 2012
Malin Diaz feiert den Siegtreffer 2012©Sportsfile

 Barrling: Ja, mit Malin Diaz sind es sieben, wenn sie alle fit sind. Wenn man bei 19-Jährigen von Erfahrung sprechen kann, dann haben wir Erfahrung im Kader. Die Qualifikation war nicht einfach, deshalb sind wir zufrieden, hier dabei zu sein. Irland und die Niederlande haben gute Mannschaften, aber wir verdienen es, hier dabei zu sein. Nun mal sehen, wie weit es gehen kann.

UEFA.com: Wie gehen Sie damit um, vom Jäger zum Gejagten verkommen zu sein?

Barrling: Wir sind nicht die Gejagten! Das war ein anderes Turnier mit anderen Spielerinnen. Aber wir wollen auf es auf die schwedische Art und Weise lösen. Bei den Männern kamen wir in der WM-Quali gegen Deutschland nach einem 0:4 zurück, die U17-Frauen sind zum ersten Mal bei der Endrunde in Nyon dabei. Der schwedische Fußball ist im Kommen.

UEFA.com: Wie auch bei den Herren, gibt es in Ihrer Mannschaft Einflüsse aus dem Balkan...

Barrling: Marija Banušić – sie hat viele Tore erzielt, das kann sie. Aber jede Spielerin hat ihre Fähigkeiten, sie ist also nicht wichtiger, als andere. Sie ist eine interessante Spielerin, aber wir haben auch noch andere Spielerinnen und letztlich ist es eine Mannschaftssportart.

UEFA.com: War das auch der Grund für den Erfolg letztes Jahr?

Barrling: Ja, das sind die schwedischen Werte. Sogar Zlatan Ibrahimović lebt das sehr gut vor - das ist unsere Tradition und in unserem Herzen. Als Malin Diaz den Siegtreffer erzielt hat, war das natürlich wichtig, aber wir haben als Mannschaft gewonnen. Und so werden wir es auch in Wales angehen.

Schweden startet am 19. August gegen Finnland in das Turnier.