Nations League & Women's EURO Live-Ergebnisse & Statistiken
Erhalten
UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Vermächtnis der UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz nimmt Form an

Der Schweizerische Fußballverband (SFV) nutzt den Schwung der UEFA Women’s EURO 2025, um die Teilnehmerzahlen und einen nachhaltigen strukturellen Wandel im Frauenfußball voranzutreiben.

Die Schweizerin Alayah Pilgrim macht bei der Heim-EM 2025 ein Selfie mit jungen Fans.
Die Schweizerin Alayah Pilgrim macht bei der Heim-EM 2025 ein Selfie mit jungen Fans. UEFA via Getty Images

Mit seiner mit EUR 11 Mio. unterstützten Strategie „Here to Stay“ verfolgt der SFV ein klares Ziel: Die Zahl der Frauen im Schweizer Fußball soll bis Ende 2027 verdoppelt werden – dies gilt nicht nur für Spielerinnen, sondern auch für Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Entscheidungsträgerinnen auf allen Ebenen.

Diesem Ziel ist er dank der Women’s EURO 2025 nähergekommen, die mit spektakulären Spielen in acht Schweizer Städten für Zuschauerzahlen in Rekordhöhe und eine nie dagewesene Begeisterung für den Frauenfußball sorgte. Entscheidend ist, dass sich diese Dynamik nun in messbaren Fortschritten niederschlägt.

Mittlerweile ist in der Schweiz die Rekordzahl von 48 000 Spielerinnen registriert – ein Anstieg von über 10 % im Vergleich zum November 2023, als „Here to Stay“ gestartet wurde, und 60 % mehr als im Jahr 2020. Dieselbe Entwicklung findet auch abseits des Rasens statt: Derzeit sind 2 921 Trainerinnen, 167 Schiedsrichterinnen und 439 Offizielle in Vereinen und Verbänden aktiv – Tendenz steigend.

„Wir konnten eine großartige Women’s EURO ausrichten und neue Maßstäbe im Frauenfußball setzen“, sagte der neue SFV-Präsident Peter Knäbel. „Volle Stadien, große Begeisterung und ein Nachhaltigkeitsprogramm, das den Frauenfußball voranbringt. Wir wollen Verantwortung übernehmen – für unsere Gesellschaft, für künftige Generationen und für die nachhaltige Entwicklung des Sports.“

Aufruf zum Mitmachen

Dank der Initiativen und Projekte, welche die durch die Women’s EURO 2025 entstandene Dynamik aufrechterhalten sollen, dürften die Teilnehmerzahlen auf allen Ebenen weiter steigen. So wurden etwa über 1 000 Kickstart-Toolboxen mit Trainingsmaterial und praktischen Anleitungen an Vereine und Schulen verteilt, um mehr Mädchen für den Fußball zu begeistern.

Außerdem wurden zwei neue UEFA-C-Lizenzkurse ausschließlich für Frauen eingeführt und zwei weitere Kurse für Torwarttrainerinnen organisiert. Im Rahmen einer neuen Breitenfußballinitiative besuchen ferner SFV-Coaches lokale Mädchenvereine und bieten dort maßgeschneiderte Unterstützung und Expertise an.

Dank der SFV-Strategie „Here to Stay“ hat die Women’s EURO 2025 zu einem Rekordwachstum geführt.
Dank der SFV-Strategie „Here to Stay“ hat die Women’s EURO 2025 zu einem Rekordwachstum geführt.Getty Images

Stärkung der Elite 

Parallel dazu werden auch die Strukturen und Standards des Elitefrauenfußballs in der Schweiz gestärkt. Die Swiss Football League, die derzeit die beiden höchsten Spielklassen im Männerfußball des Landes organisiert, wird für das Lizenzierungsverfahren der Women’s Super League zuständig sein.

Gemäß dem neuen System müssen die Vereine bestimmte Mindeststandards in Bereichen wie Governance, Infrastruktur und finanzielle Nachhaltigkeit erfüllen, wodurch sie einen Beitrag zur Professionalisierung der Women’s Super League leisten. Zudem hat der SFV den Status der Frauenligen in der Schweizer Fußballpyramide aufgewertet, was Mädchen und Frauen im ganzen Land einen besseren Zugang zu Spielfeldern ermöglicht.

„Infrastruktur ist eine der wichtigsten Säulen des Legacy-Programms, weil sie so viele andere Bereiche betrifft“, erklärt Marion Daube, SFV-Direktorin Frauenfußball. „Deshalb haben wir nationale Richtlinien erarbeitet, die wir nun in Workshops an die Vereine weitergeben.“

Die Reformen im Bereich der Infrastruktur gehen mit sichtbaren kulturellen Fortschritten einher. Die Einführung von Stadionsprecherinnen bei Spielen der Women’s Super League und des Frauen-Nationalteams zeigt, dass der Fußball auf und neben dem Spielfeld inklusiver geworden ist. Diese Initiativen zeigen, dass die UEFA Women’s EURO 2025 nicht nur ein Meilenstein, sondern eine Triebfeder für einen langfristigen Wandel des Frauenfußballs in der Schweiz war.

UEFA Women’s EURO 2025 setzt neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit

Die Women’s EURO 2025 war die bis dato größte UEFA-Veranstaltung im Frauenfußball – parallel zum Turnier erarbeitete der europäische Dachverband eine Strategie in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG-Strategie).

34 Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen trugen maßgeblich zur Verringerung der Auswirkungen des Turniers auf die Umwelt bei. 87 % der Ticketinhaber/-innen nutzten umweltschonende Verkehrsmittel, 70 % des Beschilderungs- und Dekorationsmaterials wurden recycelt bzw. upgecycelt und es wurden keinerlei Abfälle auf Deponien entsorgt.

Die UEFA setzte sich für die Vorbeugung und Bekämpfung von Diskriminierung, den Schutz der Rechte aller Menschen sowie für Vielfalt und Inklusion ein. So griffen beispielsweise 1 217 Fans auf die bei jedem Spiel bereitgestellte Audiodeskription zurück, es wurden 1 384 barrierefreie Tickets an Fans mit Behinderung aus 20 verschiedenen Ländern verkauft und an den acht Spielorten standen insgesamt 53 für Barrierefreiheit zuständige Volunteers im Einsatz.

Im Rahmen des UEFA-Programms zur Bekämpfung von Cybermobbing wurden Schutzmaßnahmen für Spielerinnen, Coaches und Schiedsrichterinnen getroffen.

Ferner galten höchste Standards in Sachen Transparenz, Verantwortung und Rechenschaftspflicht. Die Umsetzung von 46 für das Turnier festgelegten Nachhaltigkeitskriterien wurde von einer unabhängigen Instanz geprüft, und durch den kontinuierlichen Dialog mit Interessenträgern wurde die UEFA auf Nachhaltigkeitsrisiken aufmerksam gemacht und traf entsprechende Maßnahmen.

Alle acht Spielorte hatten eigene Nachhaltigkeitsmanager/-innen, während fünf kommerzielle Partner – die SBB, Lidl, Just Eat Takeaway.com, Visa und Heineken – die diesbezüglichen Anstrengungen der UEFA durch gezielte Initiativen unterstützten.

ESG-Bericht zur Women’s EURO 2025 herunterladen

Für dich ausgewählt