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England spürt bereits das Vermächtnis der Women's EURO in der Schweiz

"Du willst, dass all diese Teams, all diese Fans sich in den Frauenfußball verlieben", sagt Alessia Russo – und blickt dabei auf die Frauen-EM 2025, die in der Schweiz ein ebenso starkes Erbe aufbauen soll wie 2022 in England.

Alessia Russo genießt die Women's EURO in der Schweiz
Alessia Russo genießt die Women's EURO in der Schweiz Getty Images

Nachdem sie die UEFA Women's EURO 2022 im eigenen Land gewonnen haben, wissen Englands Spielerinnen, welch positiven Einfluss so ein Turnier auf ein Gastgeberland haben kann.

Jetzt, da in der Schweiz laufend Zuschauerrekorde gebrochen werden und die Bevölkerung die Women's EURO mit offenen Armen empfängt, hoffen die Lionesses, dass der Aufschwung im Breiten- und Spitzenfußball, den man in England erlebt hat, nun auch in der Schweiz spürbar sein wird.

Alessia Russo sagte: "Man kann das jetzt schon erkennen, nicht zuletzt, weil sich die Schweiz fürs Viertelfinale qualifiziert hat. Ich habe das Spiel gesehen und man spürt richtig, wie das ganze Land hinter dem Team steht. Genau wie damals bei uns, als wir Gastgeber waren, und auch wie in Australien bei der WM 2023."

"Du willst, dass all diese Teams, all diese Fans sich in den Frauenfußball verlieben, dass sie sich in die Spielerinnen verlieben. Wenn man ein Turnier ausrichtet, wird diese Verbindung noch viel stärker. Ich hoffe, dass genau das hier in der Schweiz passiert. Man spürt es jetzt schon. Hoffentlich treibt das den Frauenfußball weiter voran, sodass viele Mädchen anfangen, selber zu kicken."

Alayah Pilgrim unterschreibt eine Fahne nach dem Unentschieden der Schweiz gegen Finnland
Alayah Pilgrim unterschreibt eine Fahne nach dem Unentschieden der Schweiz gegen FinnlandUEFA via Getty Images

Während der Gruppenphase trainierten die Lionesses vor lokalen Jugendteams in Zürich auf der Sportanlage Au und nahmen sich im Anschluss Zeit für die Kinder, schrieben Autogramme und machten Fotos.

Ella Toone sagte: "Genau dafür machen wir das – um jungen Mädchen Träume zu ermöglichen und ein Vorbild zu sein. Es war schön, dass sie beim Training zusehen konnten. Für das Schweizer Nationalteam ist es riesig, eine Heim-EM ausrichten zu dürfen. Hoffentlich schaffen sie es – genau wie wir damals –, ihr Land stolz zu machen und selbst zu Vorbildern für all die jungen Mädchen zu werden, die gerade ihre ersten Schritte im Fußball machen."

Das Vermächtnis-Projekt des Schweizerischen Fussballverbands, Here to Stay, entwickelt in Zusammenarbeit mit der UEFA, verfolgt das Ziel, die Zahl der fussballspielenden Frauen und Mädchen im Land zu verdoppeln und gleichzeitig die Infrastruktur, die Liga-Standards sowie die Sichtbarkeit der Women’s Super League deutlich zu stärken.

Schweizer und internationale Fans sorgen bereits für neue Rekorde: 461.582 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen zu den Gruppenspielen der Frauen-EM – mehr als je zuvor. 22 von 24 Vorrundenpartien waren ausverkauft.

Jess Carter sagte: "Der Erfolg, den wir in England im Frauenfußball erlebt haben, von Mädchen, die Sport treiben, bis zu den Zuschauerzahlen in den Stadien, das wünschen wir uns für jedes Frauenteam auf der Welt. Wenn auch dieses Turnier in der Schweiz wieder ein voller Erfolg wird, mit einem so hohen Niveau, dann wird das hoffentlich noch mehr Menschen begeistern, mit dabei sein zu wollen."

Mit der sechsjährigen UEFA-Strategie Unstoppable verfolgt der Verband das Ziel, Fußball zur meistgespielten Teamsportart für Frauen und Mädchen in jedem europäischen Land zu machen. Laut Leah Williamson hat England als eine Art Vorbild für andere gezeigt, wie das gelingen kann.

Die Schweizer Fans sind zahlreich erschienen, um alle Teams bei der Endrunde zu unterstützen
Die Schweizer Fans sind zahlreich erschienen, um alle Teams bei der Endrunde zu unterstützenUEFA via Getty Images

"Ich glaube, wir kannten das Potenzial der EM 2022 – wir wussten nur nicht, wie groß es wirklich ist und wie schnell sich alles entwickeln würde", sagte Englands Kapitänin. "Ich bin froh, dass es in England passiert ist, denn wir waren bereit dafür. Der englische Verband hat Großartiges daraus gemacht. Genauso wie die Klubs im ganzen Land."

Für Alessia Russo war es auch eine persönliche Reise, das Vermächtnis in England miterleben zu dürfen:
"Wir hatten damals keine Ahnung, wie viel Wirkung wir wirklich erzielen könnten. Aber als wir dann tatsächlich den Pokal gewonnen hatten, hat uns der Erfolg als Spielerinnen enorm gestärkt. Genau das wollen wir weiter vorantreiben: immer weitergehen und so viele Mädchen wie möglich mitziehen."

Bis 2030 verfolgt die UEFA mit ihrer Frauenfußball-Strategie Unstoppable das Ziel, den Frauenfußball zu:

  • der meistgespielten Teamsportart für Frauen und Mädchen in jedem europäischen Land zu machen – durch den Ausbau von klaren Entwicklungswegen für Spielerinnen, Trainerinnen und Schiedsrichterinnen sowie durch flächendeckende Angebote im Breitensport.
  • der Heimat der besten Spielerinnen der Welt zu machen – mit sechs vollprofessionellen Ligen und 5.000 Profispielerinnen auf dem gesamten Kontinent.
  • der nachhaltigsten und attraktivsten Sportart für Investitionen zu werden – mit UEFA-Wettbewerben, die regelmäßig neue Maßstäbe setzen.
  • einem Ort starker Gemeinschaft und gelebter Werte zu machen, wo jeder Mensch das Gefühl hat, Teil des Frauenfußballs sein zu können.