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Goeßling: "Der ganz große Druck ist weg"

Deutschlands Mittelfeldspielerin Lena Goeßling ist vor dem Halbfinal-Duell mit Gastgeber Schweden am Mittwoch in Göteborg optimistisch, dass ihr Team dem Favoriten ein Bein stellen kann.

Lena Goeßling ist voller Vorfreude auf das Halbfinale gegen Gastgeber Schweden
Lena Goeßling ist voller Vorfreude auf das Halbfinale gegen Gastgeber Schweden ©Getty Images

Nach dem hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Italien im Viertelfinale der UEFA Women’s EURO stand den deutschen Spielerinnen die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. "Vor dem Spiel hat jeder gesagt, was wäre, wenn wir im Viertelfinale ausscheiden, aber der ganz große Druck ist ein bisschen von uns abgefallen und jetzt ist alles möglich", so Mittelfeldspielerin Lena Goeßling.

Schon allein der Gedanke an das Halbfinale der UEFA Women’s EURO am Mittwoch gegen Gastgeber Schweden in Göteborg zaubert der 27-Jährigen ein strahlendes Lächeln ins Gesicht: "Wir können jetzt ganz befreit aufspielen, das Spiel gestern hat uns beflügelt und Schweden hat viel mehr Druck als wir."

Goeßling weiß, wovon sie spricht, denn bei der FIFA-Frauen-WM 2011 vor zwei Jahren lag die Erwartung einer ganzen Nation wie eine Zentnerlast auf den DFB-Spielerinnen. "Von Schweden wird erwartet, dass sie gewinnen", so Goeßling, der die Außenseiterrolle bestens gefällt. "Diese Rolle nehme ich gerne an. Schweden ist leichter Favorit, sie haben bisher ein gutes Turnier gespielt und konstantere Leistungen gezeigt als wir."

Doch die DFB-Elf weiß auch, dass sie seit mehr als einem Jahrzehnt bei den Schwedinnen den Ruf eines Angstgegners genießt. So behielt Deutschland gleich in mehreren großen Turnieren die Oberhand, beim 1:0 im EM-Halbfinale 1997, 2001 beim 1:0 im EM-Finale in Ulm, im Finale der FIFA-Frauen-WM 2003, als die DFB-Elf durch ein Golden Goal von Nia Künzer mit 2:1 gewann und auch bei zwei Olympischen Frauenfußball-Turnieren, 2004 beim 1:0 im Spiel um Platz 3 und 2008 beim 2:0-Sieg nach Verlängerung im Viertelfinale.

"Ich freue mich auf das Spiel, auf das ausverkaufte Stadion und darauf, dass im Stadion fast alle gegen uns sein werden", so Goeßling, die im Duell mit den Skandinavierinnen eine ganze andere Art Spiel erwartet, als in den vier Partien zuvor.

"Die meisten Gegner waren bisher sehr defensiv", meinte sie. "Gegen Schweden werden wir vielleicht mehr Platz und mehr Räume bekommen, das sollte uns entgegenkommen. Japan [4:2-Sieg im Testspiel vor der EURO] hat auch mitgespielt, das spielte uns in die Karten, warum also nicht auch gegen Schweden?"