Den Moment festhalten: Arsenals Daphne van Domselaar im Gespräch mit dem neuen UEFA Women's Champions League Fanzine Queenzine
Donnerstag, 22. Mai 2025
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"Die Hymne zu hören, ist ein Gänsehautmoment", sagt die Torhüterin von Arsenal und der niederländischen Nationalmannschaft im Gespräch mit dem neuen UEFA Women's Champions League Fanzine Queenzine.
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An einem unerwartet warmen Samstag im April herrscht in einem Hotel unweit von King's Cross geschäftiges Treiben. Ein Team bereitet sich auf den Tag vor, überall wird organisiert und arrangiert.
Auf der Kleiderstange hängen sorgfältig ausgewählte Kleidungsstücke in Rot und Weiß – ein sicheres Zeichen dafür, dass gleich ein Arsenal-Star eintreffen wird.
Torhüterin Daphne van Domselaar von den Gunners und der niederländischen Nationalmannschaft schien lange eher für eine Karriere im Volleyball prädestiniert, verliebte sich dann aber doch in den Fußball – und gilt heute als eine der besten der Welt.
Bei so vielen besonderen Momenten auf und neben dem Platz ist es nur logisch, dass die 25-Jährige ihre Kamera stets griffbereit hat, um – wie sie sagt – "den Moment festzuhalten".
Im Gespräch mit Queenzine – dem Lifestyle-Fanzine der UEFA Women’s Champions League – spricht van Domselaar über ihre Leidenschaft für Fotografie, das Leben bei Arsenal und ihren Stolz, in der UEFA Women’s Champions League zu spielen.
Über ihre Anfänge im Fußball
Ich bin eigentlich nicht damit aufgewachsen, viel Fußball zu schauen, aber in der Schule habe ich immer gespielt. Dort habe ich mich dann in den Sport verliebt. Ich war immer einer der Jungs! Ich war schon immer gut mit den Händen und mit dem Ball, deshalb war ich im Tor ganz ordentlich. Ich mochte auch die Botschaft, die [Niederlande-Mittelfeldspielerin] Lieke Martens vermittelt hat. Sie war eine der wichtigsten Persönlichkeiten im Frauenfußball in den Niederlanden.
Über ihre Leidenschaft für Fotografie
Vor ein paar Jahren hat meine Schwester eine Kamera bekommen, und ich habe mich gefragt: 'Was kann ich damit machen?' Dann habe ich mir meine eigene Kamera gekauft – und war sofort begeistert. Ich liebe es, den Moment festzuhalten.
Kürzlich hat mir ein Mädchen, das mir auf Instagram folgt, geschrieben: 'Wegen dir habe ich wieder angefangen zu fotografieren. Ich habe das ein paar Jahre lang nicht mehr gemacht, aber jetzt macht es mir wieder richtig Spaß, weil du mich daran erinnert hast, dass ich das früher gemacht habe.' Manchmal braucht man einfach jemanden, der einen inspiriert.
Über Einsätze in der Women’s Champions League für Arsenal
Die Hymne zu hören, ist ein Gänsehautmoment. Sobald du auf den Platz gehst und all die Champions-League-Logos siehst, denkst du dir: 'Okay, jetzt wird es ernst.' Es ist ein ganz besonderes Gefühl.
In einem Stadion vor so vielen Fans zu spielen und diese Unterstützung zu spüren – das fühlt sich für mich wie ein Zuhause an. Es ist einfach unglaublich, ein Wahnsinnsgefühl.
Über die freundschaftliche Rivalität mit Ex-Teamkollegin Wieke Kaptein (jetzt bei Chelsea)
Als sie zu uns [zum FC Twente] kam, war sie sehr ruhig, aber gleichzeitig unglaublich motiviert und voller Energie. Ich habe sofort ihr großes Potenzial gesehen. Jetzt fühlt es sich an wie ein 'Wir haben es geschafft'-Moment. Manchmal gehen wir zusammen Kaffee trinken, setzen uns nach draußen und unterhalten uns. Wenn es sonnig und warm ist, nehme ich einen Iced Latte, sonst einen Hafer-Cappuccino. Wir probieren gerne neue Orte aus, landen aber meistens doch wieder am gleichen Spot, weil uns der Kaffee dort am besten schmeckt.
Tipps für Arsenal-Fans
Wenn du zu einem Arsenal-Spiel gehst, bring einen Schal mit. Es ist auch gut, die Gesänge zu kennen. Und ich nehme immer ein Spiel mit – vor allem für lange Reisen.