Spiele der Saison der Women's Champions League: Welches ist dein Lieblingsspiel?
Dienstag, 2. Mai 2023
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Wir haben sieben tolle Partien auf dem Weg ins Finale ausgewählt. Schau dir unsere Auswahl an und stimme ab!
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In der UEFA Women's Champions League 2022/23 mangelte es nicht an Überraschungen oder dramatischen Comebacks.
UEFA.com hat sieben Spiele ausgewählt, die uns bis zum Ende fasziniert haben. Stimme für deinen Favoriten ab.
Lyon - Arsenal 1:5
19.10.2022, Gruppe C, Spieltag 1
Am ersten Spieltag der Gruppenphase gab es gleich eine Sensation: Lyon startete mit ihrer höchsten Niederlage im Europapokal in den Wettbewerb. Dank Caitlin Foord und Frida Maanum lag Arsenal schon nach 23 2:0 in Führung und obwohl Melvine Malard bald einen Anschlusstreffer machte, traf Beth Mead noch vor der Pause per Freistoß. Foord und Mead trafen in der zweiten Hälfte erneut, wodurch Lyon erstmals seit man 2004 vom FC Lyon zu OL wurde fünf Tore zuhause kassierte. Lyon gewann später auswärts 1:0 und schaffte es in die K.-o.-Phase.
Der Moment: Als Foord sich einen Pass von Wendie Renard schnappte und aus der Distanz zum 4:1 traf.
St. Pölten - Roma 3:4
26.10.2022, Gruppe B, Spieltag 2
Es roch schon alles nach einem Sieg für St. Pölten, die nach Toren von Jasmin Eder und Rita Schumacher gegen die Debütantinnen aus Rom bis in die 75. Minute 2:0 vorne lagen. Dann trafen aber Elena Linari, Valentina Giacinti – sie verwandelte einen Abpraller nach einem Elfmeter – Manuela Giugliano und Paloma Lázaro – aus der Distanz – wobei Mária Mikolajová für hochspannende Schlussminuten sorgte.
Der Moment: Als Heimtorhüterin Carina Schlüter den Elfmeter von Andressa Alves beim Stand von 2:1 an den Pfosten lenkte – und Giacinti den Abpraller einnetzte.
Benfica - Bayern 2:3
27.10.2022, Gruppe D, Spieltag 2
Comebacks nach 0:2 scheinen am 2. Spieltag ein Thema gewesen zu sein: Die Bayern lagen nach Toren von Nycole Rysla und Cloé Lacasse nach 60 Minuten ebenfalls hinten, aber Maximiliane Rall brachte sie mit einem Kopfball wieder ran. Benfica schien sich nach der 0:9-Klatsche am 1. Spieltag in Barcelona erholt zu haben und bleib weiter voll dabei. Aber sieben Minuten vor Schluss erzielte Georgia Stanway ihr erstes Tor für die Bayern aus der Distanz. Dann bekam Benfica zwar noch einen Elfmeter, aber Maria-Luisa Grohs parierte brillant gegen Ana Vitória – und in der achten Minute der Nachspielzeit traf Stanway zum zweiten Mal.
Der Moment: Als Stanway in allerletzter Minute traf.
07.12.2022, Gruppe D, Spieltag 4
Dieses Mal waren die Bayern 2:0 vorne: 24.000 Fans in München freuten sich über die Treffer von Klara Bühl und Lina Magull in den ersten zehn Minuten. Dann legte Bayern eine defensive Stabilität an den Tag, die Barcelona zunehmend frustrierte – und das, nachdem Barça zwei Wochen zuvor vor 46.967 Fans im Camp Nou mit 3:0 gewonnen hatte. Nach einer Stunde stellte Lea Schüller per Kopfball auf 3:0 und fünf Minuten später gelang Geyse ein Anschlusstreffer
Der Moment: Als Barcelona nach zehn Minuten schon 0:2 zurücklag und ganz schön geschockt war, da man die ganze Saison bisher nicht mehr als ein Tor kassiert hatte.
Chelsea - Lyon 1:2 n.V. (ges.: 2:2, 4:3 i.E.)
30.04.2023, Viertelfinale, Rückspiel
Im Hinspiel wurde Chelsea das zweite Londoner Team, das in Lyon gewinnen konnte, der 1:0-Vorsprung verschwand aber 13 Minuten vor Schluss an der Stamford Bridge, als Vanessa Gilles mit ihrem Tor die Verlängerung erzwang. In strömendem Regen kombinierten die eingewechselten Vicki Becho und Ada Hegerberg, deren Flanke das Tor von Sara Däbritz vorbereitete. Als 120 Minuten vorbei waren, ging Lauren James im Strafraum zu Fall und nach längerer VAR-Überprüfung trat Maren Mjelde zum Elfmeter an. Im Elfmeterschießen scheiterte Wendie Renard an Ann-Katrin Berger und James an Christiane Endler – am Ende parierte Berger den entscheidenden Schuss von Lindsey Horan und die Blues gewannen.
Der Moment: Als es knapp sechs Minuten vom Foul an James bis zum Elfmeter von Mjelde dauerte und sie die Nerven behielt.
Arsenal - Wolfsburg 2:3 n.V. (ges.: 4:5)
01.05.2023, Halbfinale, Rückspiel
Das Hinspiel war schon dramatisch genug, als Arsenal nach 0:2-Rückstand noch ein Remis holte. Im ausverkauften Stadion vor 60.000 Fans brachte Stina Blackstenius die Gunners früh in Führung, aber kurz vor der Pause gelang Jill Roord der Ausgleich nach Zuspiel von Alex Popp, die im Hinspiel verletzt gefehlt hatte. Nach knapp einer Stunde brachte Popp dann die Wölfinnen per Kopfball in Führung, aber Jenny Beattie stellte 15 Minuten vor Schluss wieder den Ausgleich her. In der Verlängerung hatte Arsenals Katie McCabe mit ihrem Lattentreffer die beste Chance, und es roch schon nach Elfmeterschießen. Aber in der 119. Minute schnappte sich Jule Brand den Ball tief in der Hälfte Arsenals und gab auf die ebenfalls eingewechselte Pauline Bremer herein, die die Gäste zum Sieg schoss.
Der Moment: Als Bremers Siegtor die ganze Wolfsburger Bank zum Jubeln brachte.
Barcelona - Wolfsburg 3:2
03.06.2023, Finale (Eindhoven)
Im Jahr 2014 gewann Wolfsburg das womöglich großartigste Finale des Wettbewerbs, als die Wölfinnen zur Halbzeit mit 0:2 gegen Tyresö zurücklagen, diesen Rückstand aber nach der Pause in einen 4:3-Sieg verwandelten. In dieser Saison war es Wolfsburg, das durch Ewa Pajor und Alex Popp zur Halbzeit mit 2:0 in Führung ging, bevor Barcelona zu Beginn der zweiten Halbzeit zurückschlug.
In der Hoffnung, die zweite Finalniederlage in Folge zu vermeiden, hatte Barcelona in der ersten Halbzeit den Ballbesitz und die Chancen konnte aber kein Kapital draus schlagen. Eine kleine taktische Umstellung in der Offensive zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte dafür, dass sie nach der Pause ihre Möglichkeiten effizient nutzten. In der 48. Minute verwertete Patri Guijarro eine Hereingabe der ehemaligen Wolfsburgerin Caroline Graham Hansen. Zwei Minuten später war nach einer Flanke von Aitana Bonmatí erneut Guijarro zur Stelle.
20 Minuten vor Schluss sorgte eine weitere Ex-Wolfsburgerin, Fridolina Rolfö, für den Siegtreffer. Nach der bitteren Niederlage im Finale der vergangenen Spielzeit gegen Lyon hat sich Barcelona mit einem eindrucksvollen Comeback den Titel gesichert.
Der Moment: Bonmatís Vorarbeit zum Ausgleich und der anschließende Jubel mit den Tausenden mitgereisten Barcelona-Fans.