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Was hat Serbiens U21 zu bieten?

UEFA.com-Reporterin Sonja Nikčević schätzt die Chancen von Deutschlands Gruppengegner Serbien ein, das mit einem neuen Trainer zur Endrunde reist und in den Play-offs für eine Sensation gesorgt hatte.

Mladen Dodić ist der neue Trainer der serbischen U21
Mladen Dodić ist der neue Trainer der serbischen U21 ©Getty Images

Die letzten Testspiele der Serben vor der UEFA-U21-Europameisterschaft im Juni ließen wenig Rückschlüsse auf das wahre Leistungsniveau des Teams von Trainer Mladen Dodić zu. Gegen Schweden gab es eine 0:1-Niederlage, Italien wurde dagegen mit 1:0 besiegt. Die Serben zeigten in beiden Partien nicht das, was sie in der Qualifikation oder beim sensationellen Play-off-Erfolg gegen Titelverteidiger Spanien ausgezeichnet hatte. Auf den neuen Coach wartet also vor der Endrunde noch viel Arbeit.

Große Hoffnungsträger sind Lazar Marković von Liverpool FC und Borussia Dortmunds Miloš Jojić, sollte der an die Form des letzten Jahres anknüpfen können.

Positives und Negatives
Im Test gegen die Schweden in Novi Sad brachte die Offensive bis zur 85. Minute keinen einzigen Torschuss zustande, obwohl das Team fast alle Spieler an Bord hatte, die im letzten Oktober Spanien eliminiert hatten. Das einzige Tor des Spiels entstand zudem nach einem dicken Kommunikationsfehler zwischen Abwehr und Mittelfeld.

Drei Tage später in Benevento zeigten die Serben aber schon eine  aufsteigende Tendenz, angeführt von Kapitän Goran Čaušić setzten sie die Gastgeber unter Druck und nutzten die numerische Überlegenheit nach deinem Platzverweis für Domenico Berardi optimal aus. Luka Milunović gelang in der zweiten Hälfte der Treffer des Tages, anschließend meinte Serbiens Spielführer Čaušić: "Gegen Schweden hatten wir einen schlechten Tag, aber wir werden jetzt von Tag zu Tag mehr zusammenwachsen. Bis Juni haben wir mit Sicherheit unser Top-Niveau erreicht."

Neuer Trainer
Das Spiel gegen Schweden war das erste Spiel für Dodić, der Nachfolger von Radomir Ćurčić ist, der zum Cheftrainer der A-Nationalmannschaft befördert wurde. "Meine Kommunikation mit den Spielern ist großartig", sagte Dodić und fuhr fort, "aber es ist noch viel zu tun, auf und abseits des Platzes. Gegen Schweden haben wir in der Abwehr zu viele Fehler gemacht, daran müssen wir arbeiten. Wir haben ja bis Juni noch etwas Zeit und der Kader ist auch noch nicht komplett – einige Schlüsselspieler spielen derzeit in der A-Nationalmannschaft."

Erwartungen für die EURO
Mladen Dodić, Trainer
Nach unserem Play-off-Sieg gegen Spanien nimmt uns der Rest Europas sicher sehr viel ernster als zuvor – es wird uns bestimmt kein Gegner mehr unterschätzen. Jeder Teilnehmer an der Endrunde ist ein Titelaspirant.

Goran Čaušić, Kapitän
Die Endrunde ist dieses Jahr unheimlich ausgeglichen, schwer, einen Favoriten zu nennen. Spanien war in den Play-offs gegen uns der Favorit und das beweist doch, dass man nie etwas vorhersagen sollte. Wir haben eine schwere Gruppe erwischt, unser Auftaktspiel gegen Deutschland ist in meinen Augen das schwerstmögliche Spiel bei dieser EURO und zugleich das wichtigste. Wenn wir da gewinnen, macht das unsere Aufgabe viel leichter.