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U19-Spieler vor Spielmanipulationen gewarnt

Im Kampf gegen Spielmanipulationen hat die UEFA die Spieler bei der UEFA-U19-Europameisterschaft in Estland über die Gefahren und Konsequenzen solch kriminellen Vergehens informiert.

Die serbischen U19-Spieler bei der UEFA-Präsentation
Die serbischen U19-Spieler bei der UEFA-Präsentation ©Sportsfile

Im Kampf gegen Spielmanipulationen hat die UEFA die Spieler bei der UEFA-U19-Europameisterschaft in Estland über die Gefahren und Konsequenzen solch kriminellen Vergehens informiert.

Graham Peaker, Informations-Koordinator der UEFA-Disziplinarabteilung, hielt dabei Präsentationen vor den acht teilnehmenden Teams und den Schiedsrichtern der Endrunde ab. "Der Wettmarkt ist ziemlich kompliziert, aber es gibt da draußen Leute, die genau wissen, wie man ihn manipuliert", erklärte Peaker den serbischen Spielern in ihrem Hotel in Tallinn.

"Alle Spiele sollten im Geiste des Fair Play und des Respekts ausgetragen werden und die Ergebnisse sollten ausschließlich durch die Leistungen der teilnehmenden Mannschaften zustande kommen. In Europa werden aber auch nationale Ligaspiele manipuliert. Wir müssen das ausradieren und die UEFA arbeitet sehr hart daran. Die UEFA organisiert rund 1 800 Spiele pro Saison und wir beobachten jedes einzelne davon sehr gründlich, genauso wie die rund 30 000 nationalen Spiele in unseren 53 nationalen Mitgliedsverbänden. Wir können auf dem Wettmarkt feststellen, wenn etwas Irreguläres passiert, wir merken, wenn ein Spiel manipuliert wurde."

Peaker warnte die Spieler auch davor, dass sie künftig auch damit rechnen müssten, von bekannten oder unbekannten Personen angesprochen zu werden, um Spiele zu manipulieren. "Das sind Leute, die keinerlei Interesse am Fußball haben", sagte er. "Sie sind nur am schnellen Geld interessiert. Das sind gefährliche Typen, die Teil des organisierten Verbrechens sind. Wenn Sie denen erlauben, mit Ihnen in Kontakt treten, werden Sie die für den Rest Ihres Lebens nicht mehr los."

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Risiko für Klubs und Spieler wesentlich höher, von kriminellen Elementen kontaktiert zu werden. Peaker warnte die Jugendlichen auch davor, wichtige Spielinformationen auf sozialen Netzwerken zu posten, die dann für potenzielle Spiel-Manipulateure als Informationsquelle dienen können.

"Diese Typen können durch die öffentlich zugänglichen Informationen auf Ihrer Facebook-Seite eine ganze Menge über Sie herausfinden. Sie finden Fotos von Ihnen, können verfolgen, wo Sie sich gerade befinden und sehen, wer Ihre Freunde und Familienmitglieder sind. Seien Sie bitte extrem vorsichtig, was Sie posten, denn Kriminellen könnten auch Ihre Freunde, Familie oder Verwandte unter Druck setzen; das ist alles schon passiert."

Nach den massiven Warnungen forderte Peaker die Spieler auf, gemeinsam gegen Korruption zu kämpfen und erklärte, dass sie, zusammen mit ihren Trainern, Spiel-Offiziellen und der gesamten UEFA-Familie, solchen Problemen die Stirn bieten sollten.

"Sie sind U19-Nationalspieler am Beginn einer vielversprechenden Karriere", sagte er. "Wir möchten Sie und den Fußball vor gefährlichen Leuten schützen. Die UEFA braucht Sie; wir brauchen talentierte junge Spieler und Schiedsrichter. Wir können dieses Problem nicht ohne Ihre Hilfe aus der Welt schaffen. Unsere Botschaft an Sie ist im Falle einer versuchten Annäherung durch Spiel-Manipulateure: Folgen Sie diesen drei Ratschlägen: Erkennen, wiederstehen und anzeigen. Wir möchten nicht, dass Sie in kriminelle Machenschaften verwickelt werden und wir möchten nicht, dass die Stadien Schauplätze kriminellen Handelns werden."