Napoli soll keine Endstation sein

Zwei spezielle Tage benötigt Salzburg im Achtelfinale: "Teampapa" Alex Walke weiß, wie man diese heraufbeschwört.

Alexander Walke, die deutsche Eiche im Salzburger Tor
Alexander Walke, die deutsche Eiche im Salzburger Tor ©Getty Images

"Eine sehr schwierige Aufgabe. Sie sind für mich Titelfavorit auf die UEFA Europa League." Salzburgs Torhüter Alexander Walke weiß schon vor dem Duell mit dem großen SSC Napoli, welch harte Nuss auf ihn zukommt. "Wir wollen wenigstens mit einem guten Ergebnis ins Rückspiel gehen", lautet seine bescheidene Zielsetzung.

Ist das eine falsche Bescheidenheit? Immerhin hat sich Salzburg in den letzten zwölf Monaten gegen Klubs wie Borussia Dortmund, Lazio, Club Brugge, RB Leipzig oder Celtic durchgesetzt.

Highlights: Salzburg - Club Brugge 4:0
Highlights: Salzburg - Club Brugge 4:0

Das junge Kollektiv der Mozartstädter schreckt auch vor der kommenden Aufgabe nicht zurück. So ein Kollektiv muss aber auch zusammengehalten werden. Und genau das ist die Aufgabe von Alex Walke - neben dem Tore verhindern.

Mit seinen 35 Jahren ist er natürlich in einer gewissen Vaterrolle. "Wenn ich früh genug angefangen hätte, dann könnte der eine oder andere in der Mannschaft tatsächlich mein Sohn sein", lacht der Deutsche. 

"Jeder einzelne von uns, egal ob 18 oder 35, ist zu Recht hier. Wichtig ist, dass man den Jungs einfach eine gewisse Hilfestellung gibt. Auf und abseits des Platzes. Sie sollen sich ganz auf den Fußball konzentrieren. Und da helfe ich ihnen, einige andere Sachen auszublenden."

Alex Walke und Munas Dabbur - zwei Schlüsselspieler bei Salzburg
Alex Walke und Munas Dabbur - zwei Schlüsselspieler bei Salzburg©AFP/Getty Images

Seit 2010 ist Walke im Verein und fühlt sich in Salzburg heimisch. Sein Vertrag wurde eben erst bis 2020 verlängert. Ist aber dann Schluss? "Ich weiß, was ich am Klub habe, der Klub weiß, was er an mir hat. Ich möchte nicht so weit in die Zukunft blicken." Mit dem Leben nach der aktiven Karriere befasst er sich allerdings schon auch.

"Torwarttrainer ist natürlich eine Option. Allerdings möchte ich dann eher im Jugendbereich arbeiten. Vielleicht tut sich ja bei uns in der Akademie ein Türchen auf", so Walke. Auf Erfahrung im Führen von jungen Talenten kann Walke jedenfalls schon jetzt zur Genüge verweisen.

Aber das ist alles Zukunftsmusik. Die Gegenwart heißt Napoli. "Eine sehr disziplinierte Mannschaft, die sehr gut verteidigt und vorne absolute Waffen hat. Sie können jederzeit ein Tor schießen, die Balance stimmt", lautet seine Charakterisierung.

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"Man kann sich auf solche Spiele vorbereiten. Training, Gespräche mit dem Trainer, Videoanalyse. Im Endeffekt geht es aber um die Leistung auf dem Platz. Wir werden jedenfalls zwei ganz spezielle Tage benötigen, um aufzusteigen."

Solche speziellen Tage hatte der FC Salzburg bekanntlich schon oft in der UEFA Europa League...

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