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Swissquote Spielanalyse: UEFA Europa-League-Finale 2023

Die technischen Beobachter der UEFA haben das Finale der UEFA Europa League 2023 zwischen der Roma und Sevilla in Budapest genauer unter die Lupe genommen.

José Luis Mendilibar bespricht sich mit seinem Trainerteam und der Mannschaft
José Luis Mendilibar bespricht sich mit seinem Trainerteam und der Mannschaft UEFA via Getty Images

Sevilla holte sich zum siebten Mal in den vergangenen 18 Jahren den UEFA-Pokal/UEFA Europa League-Titel dank eines 4:1-Sieges im Elfmeterschießen gegen die Roma in Budapest.

In diesem Artikel, präsentiert von Swissquote, befassen sich die Technischen Beobachter der UEFA mit einigen taktischen Auffälligkeiten während der Partie.

So lief das Spiel: Sevilla - Roma

Tore

1:0 - Dybala (35. Minute)

Paulo Dybala, der nach überstandener Knöchelverletzung unerwartet in der Startelf stand, wurde durch einen genialen Steilpass von Gianluca Mancini in Szene gesetzt und ließ mit einem präzisen Schuss ins rechte untere Eck Sevillas Yassine Bounou keine Chance.

1:1 - Mancini ET (55.)
Eine Flanke von der rechten Seite von Jesús Navas landete scharf vor dem Tor der Roma, wo Mancini umringt von Sevilla-Spielern den Ball unglücklich ins eigene Tor lenkte.

Highlights: Sevilla - Roma 1:1 n.V. (4:1 i.E.)

Aufstellungen

Sevilla

Roma

Features

Die defensive Stabilität der Roma war kein Geheimnis und wurde in den beiden Halbfinalspielen gegen Bayer Leverkusen deutlich. In Budapest war dies ebenfalls der Fall, wie die technischen Beobachter der UEFA anmerkten.

"Die Roma war defensiv solide, konzentriert und eliminiert nahezu jede Gefahr von Sevilla, indem sie die langen Bälle und Flanken in der ersten Halbzeit gut verteidigte", erklärten die technischen Beobachter. "Das 5-3-2-System war keine Überraschung, dennoch zeigte sich die Flexibilität des Systems."

"Sevilla musste versuchen, das Spiel breitzumachen, weil die Roma so gut organisiert war und die Spieler der Andalusier notfalls doppelten, um die Entstehung von Chancen zu verhindern."

"Die Roma musste unglaublich hart arbeiten, um das zu erreichen, sie musste viel laufen und ein hohes Pressing aufrechterhalten. Dadurch waren sie nie anfällig für einen Konter und Sevilla hat in der ersten Halbzeit nur sehr wenige Möglichkeiten kreieren können."

Sevilla - Roma Taktikanalyse: Romas defensive Stabilität

Die Roma hielt diese Intensität in der ersten Halbzeit aufrecht. Leonardo Spinazzola hatte bereits in der 11. Minute die erste Gelegenheit für die Italiener.

"Tammy Abraham war der Zielspieler", so die Beobachter. "Er nahm den Ball an, legte ihn ab und versuchte hinter die letzte Reihe zu kommen. Er arbeitete sowohl in der Offensive als auch in der Defensive viel, wobei er seine Körpergröße (ebenso wie Nemanja Matić) als Vorteil nutzte."

Der zweite wichtige Punkt ist das Verhalten von Sevilla im Ballbesitz und einige interessante Aspekte, insbesondere die Art und Weise, wie Ivan Rakitić auf die Position eines falschen Außenverteidigers wechselte. Wenn er sich in der ersten Halbzeit in die Tiefe fallen ließ, stürzte sich die Roma direkt auf ihn und es war schwierig für den Kroaten, den Ball zu behaupten. In der zweiten Halbzeit legte sich dieses enorme Pressingverhalten ein wenig und Rakitić hatte mehr Freiräume.

Sevilla - Roma Taktik-Analyse: Rakitić als falscher Außenverteidiger

"Sevillas spielte nicht, wie man es von ihnen sonst kennt. Ein Spielsystem, bei dem die Stürmer in den Strafraum stürmen, denn das hat nicht funktioniert", so eine Beobachtung. "Sie haben außerdem versucht, mit Kontern für Gefahr zu sorgen, aber dies wurde von der kompakten Defensive der Italiener zunichtegemacht. In der zweiten Halbzeit mussten sie ihre Spielweise ändern. Sie mussten schneller spielen, um die Roma in Bedrängnis zu bringen, was funktionierte. Sie haben im Halbfinale gegen Juventus ähnlich gespielt, und das stellte sich als eine gute Vorbereitung für einen italienischen Gegner im Finale heraus."

Die Mannschaft von José Luis Mendilibar war in der ersten Halbzeit von der Roma dazu gezwungen worden, das Spiel breitzumachen, doch das funktionierte nicht. Aufgrund der Doppeldeckung schafften es die Andalusier nur selten, Flanken von hinter der Abwehr zu schlagen.

Sevilla - Roma Taktik-Analyse: Sevillas Anpassungen

"Das änderte sich in der zweiten Halbzeit, als Sevilla in bessere Positionen kam, um Flanken zu schlagen", so die technischen Beobachter. "Ein solcher Freiraum und die Flanke von Jesús Navas führte zum Ausgleichstreffer. Der Roma fiel es schwerer, die Räume zu schließen. Es war sehr schwierig für sie, die Intensität der ersten Halbzeit aufrecht zu erhalten."

Sevilla - Roma Taktik-Analyse: Sevillas Kombinationen auf den Außen

Trainerstimmen

José Luis Mendilibar, Sevilla: "Als sie die Führung erzielt haben, dachte ich, dass es sehr schwierig sein wird, zu treffen. Der Ausgleichstreffer kam früh in der zweiten Halbzeit und gab uns die Kraft, weiter zu kämpfen und das Spiel zu gewinnen."

"Wir haben schlecht angefangen und sie haben gut gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir gewechselt und es war weiterhin ein harter Kampf. In der Verlängerung ist nichts passiert, aber wir hatten das bessere Ende im Elfmeterschießen".

"Ein Elfmeter im Training und vor 60.000 Zuschauern ist nicht dasselbe. Wir hatten in keiner der vorherigen Runden geübt. Ich hatte großes Vertrauen in die Spieler, die schießen wollten."

"Ich bin glücklich, hier zu sein und für den Verein den Titel geholt zu haben, der eine schwere Zeit durchgemacht hat, als wir hierher kamen. Wir haben etwas Gutes getan, das sich zum Wohle des Vereins auswirken kann. Wenn ich in den Urlaub fahre, werde ich wissen, was wir erreicht haben."

José Mourinho, Roma: "Ich habe fünf Endspiele gewonnen und dieses verloren, aber ich fahre stolz nach Hause. Die Jungs haben alles gegeben. Wir nehmen die Dinge ernst und sind bescheiden, wir arbeiten viel. Jeder reagiert anders: Der eine weint, der andere nicht. Die Wahrheit ist, dass wir alle sehr traurig sind. Ein großartiges Spiel, ein großartiges Finale - intensiv und lebendig."

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