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Profitieren Bullen von Schalke-Krise?

Während Schalke nach dem Katastrophenstart in der Bundesliga wieder ein Erfolgserlebnis braucht, will Salzburg mit einem Sieg bei den Knappen die ersten Punkte in der Europa League holen.

Das letzte Erfolgserlebnis feierte Schalke beim 1:0 in Nizza
Das letzte Erfolgserlebnis feierte Schalke beim 1:0 in Nizza ©AFP/Getty Images

Es verspricht ein heißer Tanz zu werden, wenn in der Gruppe I der UEFA Europa League der FC Schalke auf den FC Salzburg trifft. Für beide Mannschaften geht es um viel, auch wenn die Vorzeichen unterschiedlicher kaum sein könnten.

Für Schalke ist diese Saison bislang ein Alptraum, wenn man nur die Bundesliga sieht, das täglich' Brot der Knappen. Fünf Spiele, fünf Niederlagen – sie schreiben unfreiwillig Vereinsgeschichte. Da rückt Europa etwas in den Hintergrund, zugleich besteht hierin die Hoffnung, neue Energie zu tanken, um das Tabellenende zu verlassen.

"Wir können die Verkrampfung jetzt nur mit einem Erfolgserlebnis lösen", sagt Schlussmann Ralf Fährmann. "Das müssen wir jetzt schnellstmöglich einfahren, um wieder in die Spur zu kommen. Am besten schon am Donnerstag in der Europa League, um Selbstvertrauen für das Spiel gegen Gladbach zu sammeln."

Dass sie es können, haben sie vor zwei Wochen beim 1:0-Sieg in Nizza gezeigt. Doch diese Leistung müssen sie dauerhaft unter Beweis stellen, fordert Manager Christian Heidel, der in dieser Woche hart ins Gericht ging mit seiner Mannschaft.

"Hier herrscht eine Lethargie. Aber das werden wir nicht länger zulassen. Das müssen wir abstellen. Dann spielen andere. Die, die dieses Phlegma haben, spielen dann nicht mehr. Dann kommen Leute rein, die malochen." Ein klare Ansage, wobei Heidel ausdrücklich Kapitän Benedikt Höwedes von dieser Schelte ausnimmt.


Der 28-Jährige verweist auf die Partie in Nizza, denn da "hatten wir eine hohe Mentalität, eine große Laufbereitschaft und einen guten Zug zum Tor. Wenn wir das wieder umsetzen, werden wir auch gegen Salzburg gewinnen und auch danach erfolgreich sein".

Das aber hatten sie auch vor der Partie in Frankreich gedacht und die anschließenden drei Spiele in der Liga verloren,

Dass sie mit dem österreichischen Doublesieger leichtes Spiel haben werden, wird niemand bei den Königsblauen ernsthaft erwarten, denn die Bullen sind bissig, wollen sie doch nach der unglücklichen Auftaktniederlage daheim gegen Krasnodar endlich auch in Europa punkten.

Natürlich gehört es zum guten Ton, den nächsten Gegner respektvoll in den Himmel zu loben, da ist RB-Coach Oscar Garcia keine Ausnahme: "Auch wenn Schalke in der Meisterschaft nicht gut gestartet ist, sind sie gegen uns klarer Favorit. Sie zählen zu den Top 5-Teams in einer der besten Ligen Europas und haben eine extrem hohe Kaderqualität. Vor uns liegt eine große Hürde, aber auch große Motivation, auf Schalke zu bestehen."

Zumindest das Selbstvertrauen sollte passen. Zwar sind die Salzburger in der Liga ausnahmsweise nicht auf Platz eins, sondern haben vier Punkte Rückstand auf Sturm Graz, aber der bisherige Saisonverlauf kann sich durchaus sehen lassen.

Kapitän Jonatan Soriano weiß aber natürlich auch, dass Spiele in Europa und in der Meisterschaft zwei verschiedene Paar Schuhe sind, wenn er sagt: "Nicht umsonst haben sie im ersten Gruppenspiel den Tabellenführer der französischen Liga geschlagen. Grundsätzlich haben wir Chancen, bei Schalke zu gewinnen. Aber dafür benötigen wir eine ganz besondere Leistung."


Und diese Leistung soll auch ohne die fehlenden Christian Schwegler, Smail Prevljak (beide Knie) und Andre Wisdom (Oberschenkel) gelingen. Der Einsatz von Konrad Laimer (Oberschenkel) ist fraglich. Aber vielleicht wird ja das Fehlen dieser Akteure wettgemacht durch immerhin 500 Fans, die mit in den Ruhrpott reisen. Und die wollen schließlich einen heiße Tanz erleben.

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