Fünf Erkenntnisse des Dortmund-Siegs
Freitag, 11. März 2016
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Für UEFA.com-Reporter Matthias Rötters brachte das Spiel gegen Tottenham nicht nur einen 3:0-Sieg für Dortmund, sondern noch fünf weitere Erkenntnisse.
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"Das war eines der besten Spiele unserer bisherigen Saison, wenn nicht das beste", brachte es Pierre-Emerick Aubameyang nach der 3:0-Gala gegen Tottenham auf den Punkt. Für UEFA.com-Reporter Matthias Rötters brachte dieses Spiel noch fünf weitere Erkenntnisse.
Tuchel kann hellsehen
BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte nach dem Spiel mal wieder alles richtig gemacht. Seine Abwehrtaktik mit Dreierkette bei eigenem und Fünferkette bei gegnerischem Ballbesitz funktionierte perfekt. "Ich hatte eine Vorstellung, wie sie spielen würden und dachte, das sei die beste Möglichkeit, Tottenham zu stoppen", erklärte "Hellseher" Tuchel nachher unaufgeregt. Es klappte.
Reus trifft wieder
Auch er freute sich natürlich besonders für den Doppeltorschützen Marco Reus. Der hatte zum letzten Mal beim Europa-League-Heimspiel gegen den FC Porto getroffen und bejubelte seine Treffer wohl deshalb besonders emotional. Auch das Spiel zeigte: Mit Reus ist im Saisonfinale noch voll zu rechnen. Er ist wieder in Topform.
Durm ist weltklasse
Das gilt auch für Erik Durm. Der 23-jährige Abwehrspieler stellte gegen Tottenham - wie schon am Wochenende gegen Bayern München - eindrucksvoll unter Beweis, dass er kein Problem hat, mit den besten Spielern der Welt mitzuhalten. Auch Tuchel lobte nachher: "Er ist sehr flexibel einsetzbar, das lieben die Trainer, weil es immer neue Möglichkeiten eröffnet. Er ist im Moment sehr gut am Ball, trifft die richtigen Entscheidungen, trainiert gut. Es macht Spaß mit ihm."
Tottenham bevorzugt die Liga
Doch bei aller Euphorie machte das Spiel auch eines klar: Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino scheint den Erfolg in der Premier League [d. Red. Tottenham hat fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Leicester City] dem Erfolg in der Europa League überzuordnen. Anders ist es nicht zu erklären, dass er im Vergleich zum wichtigen Liga-Duell mit Arsenal (2:2) am Wochenende gleich auf sieben Positionen umstellte. Die Quittung dafür bekam er auf gelb-schwarze Weise.
BVB ist Titelfavorit Nummer eins
Am Weiterkommen der Dortmunder zweifelt nun nämlich niemand mehr ernsthaft. Auch die Tottenham-Spieler wanden sich in den Interviews bei der Frage, ob das Weiterkommen denn noch drin sei. Fest steht: Mit der aktuellen Leistung ist der BVB der klare Titelfavorit in der Europa League, noch vor den ebenfalls sehr hoch einzuschätzenden Teams aus Liverpool und Villarreal. Das war die wohl schönste Erkenntnis des Abends aus BVB-Sicht.