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Schafft es der FCA ins Achtelfinale? Pro und Contra

Nach dem 0:0 im Hinspiel ist das Duell zwischen Augsburg und Liverpool noch absolut offen. UEFA.com-Reporter Jürgen Baumgartner untersucht, was für und gegen den FCA spricht.

Chancen waren da für Augsburg - aber sie müssen auch genutzt werden
Chancen waren da für Augsburg - aber sie müssen auch genutzt werden ©Getty Images

Pro: Die Auswärtsstärke
Von den drei Auswärtsspielen in der Gruppenphase konnte Augsburg zwei gewinnen, und das sogar bei ziemlich heißen Pflastern wie in Belgrad und Alkmaar. Auch in Bilbao hielt man lange gut mit, ehe man sich letztendlich unglücklich mit 1:3 geschlagen geben musste. Und in der Bundesliga hat man auswärts zwölf Punkte aus zehn Partien gesammelt, während es in den elf Heimspielen nur zu neun Zählern reichte.

Pro: Der Teamgeist
Was die Augsburger im Hinspiel gegen Liverpool gezeigt haben, war an Einsatzfreude, Leidenschaft und Hingabe nicht zu überbieten. Jeder hat für den anderen gekämpft, Fehler ausgebügelt und sich in Schussbahnen geworfen, das Wort "zurückstecken" scheint im FCA-Vokabular nicht zu existieren. Genauso wie "aufgeben", wie man im letzten Gruppenspiel in Belgrad sehen konnte, als Augsburg zwei Minuten vor Schluss den erlösenden Treffer zum Einzug in die K.-o.-Runde erzielte. Man kann fest davon ausgehen, dass die Truppe von Markus Weinzierl auch an der Anfield Road bis zur letzten Sekunde alles in die Waagschale werfen wird.

Pro: Die stabile Abwehr
In den sechs Gruppenspielen hat Augsburg noch satte elf Gegentore kassiert, doch mittlerweile hat sich die Defensive stabilisiert. In den letzten neun Bundesligaspielen waren es nur sechs Treffer, die man zuließ. Die Mannschaft hat sich in der Defensivarbeit gesteigert, man lässt nicht mehr so viele Lücken. Und wenn doch mal etwas durchkommt, hat man mit Marwin Hitz einen Mann zwischen den Pfosten, der sich derzeit in überragender Form präsentiert.

Augsburgs Abwehr um Ragnar Klavan hat sich stabilisiert
Augsburgs Abwehr um Ragnar Klavan hat sich stabilisiert©Getty Images

Pro: Die Lust auf mehr
Die UEFA Europa League ist für alle Augsburger ein Highlight und eine willkommene Abwechslung zum Bundesliga-Alltag, der in dieser Saison nicht allzu rosig ist für die Schwaben. Dass sie diese Abwechslung gerne noch ein Weilchen weiter haben würden, haben sie oftmals betont und vor allem in Belgrad auch bewiesen. "Das sind besondere Spiele, die bleiben natürlich in Erinnerung", meinte Kapitän Paul Verhaegh nach dem Hinspiel gegen Liverpool. Sie werden alles dafür tun, damit es an der Anfield Road nicht zum letzten denkwürdigen Spiel kommt.

Contra: Die Unerfahrenheit
Der FCA ist Debütant auf europäischer Bühne und hat auch nicht viele Spieler in seinen Reihen, die solche Europapokal-Abende schon mehrmals erlebt haben. Und so eine Atmosphäre, wie sie an der Anfield Road wartet, ist dann doch noch einmal etwas anderes als Auswärtsspiele in Alkmaar oder Bilbao. Es ist gut möglich, dass sich einige Augsburger davon beeindrucken lassen.

Contra: Die Verletzungssorgen
Augsburgs Kader ist durchaus gut besetzt, aber nicht so breit, um die derzeitigen Verletzungssorgen problemlos aufzufangen. Jan Callsen-Bracker, Hong Jeon-Ho, Piotr Trochowski, Jan Morávek - sie alle fielen gegen Liverppol aus, genauso wie Mittelfeld-Schaltzentrale Daniel Baier. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Raúl Bobadilla. Sollte er an der Anfield Road nicht auflaufen können, wäre das eine enorme Schwächung. "Man kann ihn nicht 1:1 ersetzen", gestand Markus Feulner ein.

Raúl Bobadilla musste gegen Liverpool wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden
Raúl Bobadilla musste gegen Liverpool wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden©Getty Images

Contra: Die Chancenverwertung
Um Spiele zu gewinnen, muss man Tore schießen. Das hat der FCA in der Gruppenphase oftmals getan, allerdings hatten die Schwaben da auch viel mehr Möglichkeiten als gegen Liverpool. Gegen solch eine Topmannschaft bekommt man nicht viele Chancen, die wenigen muss man dann auch nutzen - bei konsequenterer Verwertung wäre im Hinspiel schon ein Sieg möglich gewesen.

Contra: Die individuelle Qualität
Augsburg hat in der laufenden Saison schon mehrfach bewiesen, dass man sich international nicht verstecken muss, aber trotzdem weist Liverpools Kader eine ganz andere Qualität auf, wenn man die Namen betrachtet. Roberto Firmino, Coutinho, Kolo Touré oder James Milner - beim Punkt individuelle Qualität sind die Reds klar im Vorteil.

Fazit: Alles ist drin für Augsburg! Wenn man an der Anfield Road eine ähnlich starke Vorstellung abliefert wie im Hinspiel und dazu noch seine Chancen konsequent nutzt, ist das Achtelfinale greifbar.

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