Eine Niederlage, aber kein Beinbruch
Donnerstag, 26. November 2015
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Jubelstimmung herrschte natürlich nicht bei den Augsburgern nach dem 2:3 gegen Bilbao, doch man nahm die Niederlage gelassen - weil man trotzdem noch die Chance auf die Runde der letzten 32 hat.
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Es war ein kleines Déjà-vu-Erlebnis, das die Augsburger am Donnerstag gegen Athletic Bilbao hatten - gut gespielt, zwischenzeitlich geführt, aber am Ende doch verloren. Die Schwaben nahmen das 2:3 aber nicht dramatisch, und damit haben sie absolut recht.
Augsburg kann immer noch aus eigener Kraft den Einzug in die Runde der letzten 32 schaffen, dazu muss am sechsten Spieltag bei Partizan ein Ergebnis her, das nach der 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel für einen besseren direkten Vergleich sorgt - das wird natürlich schwer, ist aber auch nicht unmöglich.
Gegen AZ Alkmaar oder zuletzt in der Bundesliga gegen Stuttgart hat der FCA gleich vier Mal getroffen, warum soll das nicht auch im Hexenkessel von Belgrad gelingen? Torhüter Marwin Hitz glaubt jedenfalls daran: "Wir können 3:0 gewinnen und wir können auch 4:1 gewinnen, das haben wir schon öfter getan. Vielleicht schaffen wir die große Überraschung."
Daniel Baier sieht es ähnlich: "Der Traum Europa League ist noch nicht ausgeträumt. Wir haben ein brutales Spiel in Belgrad. Wir wollen in Europa überwintern. Dass das sehr schwer wird, ist keine Frage." Er sprach diese Worte durchaus kämpferisch, die Entschlossenheit, die K.-o.-Runde doch noch zu erreichen, ist auf jeden Fall da.
Und außerdem: "Wenn man auf die Tabelle schaut, hätte auch ein Sieg nichts gebracht, weil wir in Belgrad so oder so ein Endspiel haben", so Baier. Und damit hat er nicht unrecht, auch mit einem Sieg gegen Bilbao hätte man in Belgrad gewinnen müssen.
Was diese Heimniederlage gegen Athletic zudem erträglich macht für die Fuggerstädter, ist die Tatsache, dass sie in der UEFA Europa League passiert ist. Beim FCA hat man immer deutlich erklärt, dass man diesen Wettbewerb einfach nur genießen will und die Bundesliga absolute Priorität hat.
"Die Niederlage ärgert uns, aber es ist nicht so, dass wir heute untergegangen sind. Trotzdem konnten wir Selbstvertrauen tanken", meinte Verteidiger Christoph Janker. Das brauchen sie auch, denn am Sonntag geht es gegen einen bärenstarken VfL Wolfsburg, der zuletzt einen 6:0-Kantersieg gegen Bremen feierte und unter der Woche mit 2:0 in Moskau gewann.
Dann wird man sehen, wie es um die Augsburger Prioritäten bestellt ist. Hitz forderte am Donnerstag: "Niemand muss jetzt drei Tage lang den Kopf hängen lassen deswegen." Wenn sie aber auch am Sonntag gegen Wolfsburg verlieren, werden sie sicherlich nicht hoch erhobenen Hauptes aus dem Stadion schreiten.