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Quo vadis Schalke?

Am Ende waren alle Schalker zufrieden mit dem 2:2 gegen Sparta Praha. uefa.com-Reporter Matthias Rötters versucht, das Spiel und die Aussichten der Knappen einzuordnen.

Eric Maxim Choupo-Moting gegen Sparta
Eric Maxim Choupo-Moting gegen Sparta ©Getty Images

Am Ende waren alle Schalker zufrieden mit dem 2:2 gegen den AC Sparta Praha. uefa.com-Reporter Matthias Rötters wagt aber neben diesem auch zwei weitere Blickwinkel und führt neben der allgemeinen optimistischen auch eine pessimistische und eine (wohl) realistische Einschätzung des Remis gegen den tschechischen Tabellenführer an.

Die optimistische Sichtweise
Diese Sichtweise vertraten nach dem Spiel die meisten Schalker. "Es war wichtig, nicht zu verlieren und das haben wir geschafft", erklärte zum Beispiel Kapitän Benedikt Höwedes. Und auch Kaan Ayhan lobte: "Es war ein schwieriges Spiel und dafür haben wir es gut gemacht. Wir sind noch mal ordentlich zurückgekommen und haben Moral bewiesen."

In der Tat bleiben die Schalker durch dieses Ergebnis Spitzenreiter der Gruppe K - und das, obwohl sie in der Prag-Partie sogar einigen wichtigen Spielern wie Johannes Geis oder Leroy Sané zunächst eine Ruhepause gönnen konnten. Am Ende können also alle zufrieden sein. Schalke holt in Prag mindestens einen Punkt und bleibt Erster.

Die pessimistische Sichtweise
Die Schalker haben sich durch ihre Rotation (Riether, Matip, Aogo, Geis und Sané blieben draußen) gegen den mit Abstand stärksten Gegner der Gruppe keinen Gefallen getan - im Gegenteil! "Wir haben heute gesehen, dass wir Schalke schlagen können", erklärte Prags Petr Jiráček, dessen Team vor Spiel vier in der Gruppe nun seine Chance wittert.

Da beide Teams gegen die anderen Gruppengegner Asteras Tripolis FC und APOEL FC wohl keine Punkte abgeben werden, hat sich Schalke jetzt ein Finale auswärts in Prag eingebrockt. Gewinnen die Tschechen diese Partie, landen die Königsblauen noch auf Platz zwei und bekommen damit einen Gruppendritten der Champions League in der K.-o.-Runde. Aktuell stehen dort Teams wie Arsenal FC, Chelsea FC oder Sevilla FC. Das 2:2 kann S04 also noch sehr wehtun.

Die (wohl) realistische Sichtweise
Das 2:2 gegen Prag war leistungsgerecht und aus Schalker Sicht ein ordentliches Ergebnis - zumal die Könisblauen nicht ihren besten Tag erwischten und nach der frühen Führung durch Franco Di Santo total den Faden verloren. Auch Ayhan gab zu: "Wir haben danach einfach keine Mittel gefunden, ins Spiel zurückzukehren."

Diese Partie sollte also Warnung genug sein für das Rückspiel am 5. November in Prag, bei dem für Schalker in Bestbesetzung und mit der optimalen Einstellung mindestens das notwendige Remis drin sein sollte. Dass drei Tage nach diesem wichtigen Spiel in Prag das große Revierderby in Dortmund stattfindet, macht die Aufgabe - auch psychologisch - aber bestimmt nicht leichter. Ein Abrutschen auf Platz zwei in der Gruppe ist nicht ausgeschlossen. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Prag hätte man sich das sparen können.

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