Schalke nur auf Prag konzentriert
Mittwoch, 21. Oktober 2015
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Eine Vorentscheidung naht in der Gruppe K, wenn Schalke daheim gegen Sparta Prag spielt. Aber den Klub aus dem Pott beschäftigen derzeit schwerwiegendere Themen.
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Der FC Schalke 04 hat die große Chance, im Kampf um den Einzug in die K.-o.-Runde der UEFA Europa League gegen Sparta Prag für eine Vorentscheidung zu sorgen. Mit einem Sieg daheim gegen den unmittelbaren Verfolger betrüge der Vorsprung schon satte fünf Punkte.
Aber wenn es doch alles nur so einfach wäre bei den Knappen. Tabellenführer in der Gruppe K, und nach dem Last- Minute-Sieg am Samstag in der Bundesliga gegen Hertha auf einem gefestigten dritten Tabellenplatz, das Leben könnte so schön sein. Doch Schalke wäre nicht Schalke, wenn es da nicht regelmäßig Theater gäbe. Der jetzige gleicht eher einem mittleren Beben, denn es geht um die Zukunft von Manager Horst Heldt, der nicht mehr wohlgelitten scheint bei Aufsichtsratschef Clemens Tönnies.
Aber da der vermutliche Nachfolger Christian Heidel noch keine Freigabe von seinem derzeitigen Arbeitgeber Mainz 05 bekommt, bleibt die Situation ungelöst, die Zukunft von Heldt ungewiss. Aber der lässt sich nicht viel anmerken, sondern tut seinen Job wie gewohnt und mit aller Ernsthaftigkeit. Und das erwartet er auch von seiner Mannschaft, die immerhin neun der zwölf Pflichtspiele in dieser Saison gewonnen hat.
Aber mit Sparta kommt der einzige ernsthafte Konkurrent in dieser Gruppe, die beiden anderen Mannschaften – APOEL Nikosia (A, 3:0) und Asteras Tripolis (H, 4:0) - waren ziemlich locker besiegt worden. Wenn Überkreuzvergleiche statthaft sind, dann ist auch Prag nur Außenseiter, denn den Tschechen gelang in Tripolis nur ein 1:1 und gegen APOL setzten sie sich daheim mit 2:0 durch.
Doch auf derartige Überlegungen wird sich bei Schalke zu Recht niemand einlassen, sie werden gegen Sparta Prag wie in ein Endspiel gehen. Dies allerdings weiter ohne ihren Goalgetter Klaas-Jan Huntelar, den ein Hüftleiden plagt. "Wir wollen kein Risiko eingehen", sagte Trainer André Breitenreiter am Tag vor dem Spiel: "Er verspürt noch leichte Schmerzen im Hüftbereich." Klar, dass sie ihn fit haben wollen für die noch schwereren Hürden in den kommenden Wochen, wenn es gegen Gladbach – bereits am Sonntag – und gegen Dortmund geht.
"In nächster Zeit warten große Brocken auf uns", sagte Kapitän Benedikt Höwedes, der gegen die Hertha nach seiner Verletzung erstmals wieder in der Startelf stand, deshalb auch." Wir versuchen, unser Ding durchzuziehen." Die Spieler selbst wird es wohl am wenigsten beschäftigen, unter welchem Sportdirektor sie in die Runde der letzten 32 einziehen, während der aktuelle, der in den nächsten Tagen mit Tönnies reden wird, sagt: "Es läuft gut, ich bin mit den Spielern sowieso im Austausch und brauche keine großen Reden zu schwingen."