Tuchel: "Angriffsfußball und Publikum begeistern"
Mittwoch, 16. September 2015
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"Wir sind auf dem Weg, eine Mannschaft zu werden, die sich nicht ablenken lässt" - Borussia Dortmund will auch gegen Krasnodar wieder die Muskeln spielen lassen.
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- Dortmund startet gegen Krasnodar in die UEFA Europa League
- Trainer Tuchel sieht sein Team "als Herausforderer für die Spitze"
- Tuchel: "Wollen Angriffsfußball spielen und das Publikum begeistern"
Es läuft die erste volle Europapokalwoche der Saison und Borussia Dortmund spielt nicht dienstags oder mittwochs, sondern am Donnerstag. UEFA Europa League anstatt Königsklasse, Krasnodar statt Barcelona.
Je nachdem, mit welcher Art von Fan man sich unterhält, fällt das Urteil darüber unterschiedlich aus. Nach vier teilweise extrem unterhaltsamen Jahren in der UEFA Champions League werden die Hochglanzspiele dem einen oder anderen fehlen, ein positiv eingestellter BVB-Anhänger freut sich darüber, dass es nach der Achterbahnfahrt in der vergangenen Saison überhaupt Europapokalspiele gibt.
Ob Glas halbvoll oder Glas halbleer: Am Donnerstagabend gegen Krasnodar wird die Südtribüne abgehen wie eh und je, mit Anpfiff macht man auf den Rängen der gelben Wand keinen Unterschied mehr zwischen Dienstag-, Mittwoch- oder Donnerstagspiel.
Trainer Thomas Tuchel sieht seine Mannschaft "als Herausforderer für die Spitze" und wandelt damit ein wenig auf den rhetorischen Spuren seines Vorgängers Jürgen Klopp, der die keinesfalls tief gesteckten Ziele ebenfalls mit einem leicht schelmischen Grinsen in eine Art passive Kampfansage zu verpacken wusste.
Aber warum auch große Töne schwingen, wenn man Zahlen sprechen lassen kann? Dortmund hat die ersten neun Pflichtspiele unter Tuchel allesamt gewonnen und ist mit einer spielerischen Leichtigkeit unterwegs, die auch gegen Krasnodar ein Spektakel vermuten lässt. Nicht mitwirken wird dabei der angeschlagene Marco Reus, außerdem wird im Tor rotiert: Roman Weidenfeller darf gegen die Russen zwischen den Pfosten stehen.
Insgesamt 17 Tore wurden in den vier Qualifikationsspielen gegen Wolfsberg und Odds markiert, eine angezogene Handbremse gab es eigentlich nie. "Wir sind auf dem Weg, eine Mannschaft zu werden, die sich nicht ablenken lässt", so Tuchel, der zwei konkrete Vorhaben formulierte: "Wir wollen Angriffsfußball spielen und das Publikum begeistern."