Grasshoppers mit ärgerlicher Niederlage
Donnerstag, 22. August 2013
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Grasshopper Club - ACF Fiorentina 1:2
Cuadrado und ein Eigentor von Grichting brachten die Gäste 2:0 in Front, ehe Ngamukol der Anschlusstreffer gelang.
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Der Grasshopper Club zeigte in den letzten Partien eine Abschlussschwäche, die man sich letzte Saison nicht gewohnt war vom Vize-Meister. Dafür stand er in der Verteidigung jeweils solide und auf diese Stärke wollte man sich heute berufen. Das Ziel war in diesem Hinspiel der Play-off-Runde zur UEFA Europa League gegen ACF Fiorentina klar: Der Gegner soll im eigenen Stadion nicht zu wertvollen Auswärtstoren kommen.
Doch genau dieser Plan ging bereits in der Anfangsphase des Spiels nicht auf. In der 14. Minute unterlief der Zürcher Außenverteidiger Daniel Pavlović einen hohen Ball, der zu Juan Guillermo Cuadrado kam. Der Kolumbianer lief bis fast an die Grundlinie und hämmerte den Ball unter die Latte. Torhüter Roman Bürki konnte niemand einen Vorwurf machen, obwohl der Ball in die Torhüterecke geflogen kam - zu scharf war das Geschoss des Florentiner Angreifers.
Wenig später versuchte sich der Zürcher Stürmer Analote Ngamukol mit dem praktisch genau gleichen Versuch, scheiterte aber am gegnerischen Schlussmann. In der 35. Minute kamen die Grasshoppers zu einem Freistoß. Freistoßspezialist Izet Hajrović verzog allerdings – genauso wie wenige Minuten später aus dem Spiel heraus. Diese Weitschüsse von Hajrović und die langen Bälle auf Ngamukol waren bei den Grasshoppers bis dahin die einzigen Varianten in der Offensive.
Kurz vor der Pause zeigte die Abwehr von GC wieder ungewohnte Schwächen, als Alberto Aquilani aus bester Position zum Abschluss kam. Nur dem hervorragend reagierenden Torhüter Bürki hatten es der Grasshopper Club in dieser Szene verdanken, dass er nicht mit 0:2 in Rückstand geriet.
Dies passierte schließlich in der zweiten Halbzeit: 18 Sekunden nach Wiederanpfiff unterlief Stéphane Grichting ein Eigentor zum zweiten Treffer der Italiener. Das Spiel drohte nach dieser neuen und klaren Ausgangslage einzuschlafen, doch in der 64. Minuten gaben die Grasshoppers ein Lebenszeichen: Ngamukol kam aus rund fünf Metern freistehend zum Kopfball und erzielte das 1:2.
Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff, auch wenn die Grasshoppers bis dahin noch zur einen oder anderen Gelegenheit kamen. Die Zürcher konnten ihren Plan von der weißen Weste in der Verteidigung nicht umsetzen und stehen nun vor einem schwierigen Rückspiel in Florenz.