Astra bereit für neue Abenteuer

Der FC Astra mag in dieser Woche zwar sein erstes europäisches Spiel bestreiten, dennoch scheint der rumänische Klub für das neue Abenteuer gut gerüstet zu sein.

Astra-Keeper Silviu Lung und Teamkollege Seidu Yahaya
Astra-Keeper Silviu Lung und Teamkollege Seidu Yahaya ©Getty Images

Für den FC Astra beginnt mit dem ersten Spiel in einem UEFA-Klubwettbewerb in dieser Woche ein Schritt ins Unbekannte, doch der rumänische Klub kann sich bestens anpassen, wie sich bereits im letzten Jahr bei einer grundlegenden Veränderung zeigte.

Astra trifft am Donnerstag in der ersten Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League auf NK Domžale aus Slowenien, nachdem man in der rumänischen First Division 2012/13 den vierten Platz belegte. Die letzte Saison war die erfolgreichste der Vereinsgeschichte, wenngleich man zuvor das traditionellen zuhause in Ploiesti verlassen hatte, und nach Giurgiu - nahe der bulgarischen Grenze und 60 Kilometer südlich von Bukarest - auf Wunsch des Klubbesitzers Ioan Niculae umgesiedelt war.

Der Verein wurde von den Fußballfans in Giurgiu gut aufgenommen, dennoch brachte der Umzug auch einige logistische Probleme mit sich. Giurgiu ist eine Stadt mit 54 000 Einwohnern und hat daher nur zwei Hotels. Nachdem diese im letzten Oktober beide ausgebucht waren - eines wurde von Iaşi belegt, das andere von einer Hochzeitsgesellschaft - musste Astra nach Bulgarien reisen, um sich auf das Ligaspiel gegen CSMS Iaşi vorzubereiten. Den Strapazen zum Trotz, gewann Astra das Spiel mit 1:0.

Für das Heimspiel am 11. Juli gegen Domžale muss der Verein dann erneut reisen, nachdem das Stadion nicht für UEFA-Wettbewerbe zugelassen ist. Somit wird die Nationalarena in Bukarest vorübergehend das neue zu Hause im Europapokal, von dem man seit jeher geträumt hatte.

Der Verein wurde 1934 gegründet, ehe er im Jahr 2003 mit dem Lokalrivalen FC Petrolul Ploieşti fusionierte. Zwei Jahre später gründete Niculae den Verein unter dem Namen CSM FC Ploiești dann neu. Musste man anfangs noch in den unteren Ligen antreten, glückte 2009 der Aufstieg in die höchste Spielklasse und Niculae benannte den Verein in FC Astra Ploieşti um und installierte wieder die traditionellen Klubfarben schwarz und weiß.

Wenngleich sie die Teilnahme an der UEFA Europa League dem Rivalen Petrolul zu verdanken haben - deren Pokalsieg eröffnete einen weiteren Startplatz in der Liga - so kostet Astra den Erfolg voll und ganz aus. Die Zusammenstellung des Kaders um den 41-jährigen Trainer bedarf dabei einer besonderen Erwähnung - so stehen der japanische Mittelfeldspieler und Kapitän Takayuki Seto sowie der nigerianische Stürmer Kehinde Fatai - letzte Saison mit 14 Treffern Astras erfolgreichster Torschütze - in perfekter Ergänzung zu den rumänischen Nationalspielern Silviu Lung, Alexandru Mățel und Valerică Găman.

Dennoch will man sich in Giurgiu noch verstärken, wenngleich dazu keine Eile besteht. "Wir brauchen noch ein paar neue Spieler, aber wir dürfen nichts überstürzen", meinte Niculae. "Das müssen qualitativ hochwertige Spieler sein, die der Mannschaft helfen. Es bringt nichts, einfach nur irgendwelche Spieler zu holen, um welche zu holen. Wenn wir aber wen holen, dann nach der ersten Qualifikationsrunde. "

"Wir stehen mit vier Spielern in fortgeschrittenen Gesprächen und sollten das in dieser Woche noch intensivieren", fügte Präsident Dinu Gheorghe, der an Astra glaubt. "Wir müssen Domžale besiegen: es gibt einen großen Unterschied in der Qualität der beiden Klubs."