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Fünf Auswärtstore für 96

WKS Śląsk Wroclaw - Hannover 96 3:5
Das Team von Mirko Slomka zeigte beim polnischen Meister zwei Gesichter und kann für die Gruppenphase planen.

Auch Hannovers Jan Schlaudraff konnte sich in die Torschützenliste eintragen
Auch Hannovers Jan Schlaudraff konnte sich in die Torschützenliste eintragen ©Getty Images

Hannover 96 zeigte in der Qualifikation zur Gruppenphase der UEFA Europa League beim polnischen Meister WKS Śląsk Wrocław zwei Gesichter. So verspielten die Niedersachsen eine 3:1-Pausenführung zunächst, um dann doch noch den 5:3-Sieg einzufahren.

Die Tore für die Niedersachsen erzielten Leon Andreasen (7./80.), Jan Schlaudraff (25.), Lars Stindl (40.) und Manuel Schmiedebach (86.). Die Treffer der Polen markierten Tomacz Jodlowiec (34.), Sylwester Patejuk (54,) und Przemyslaw Kazmierczak (61.).

Die Niedersachsen, die mit Stürmer Didier Ya Konan statt Mohammed Abdellaoue begannen, erwischten den besseren Start in die Partei. In der 7. Spielminute kam 96 über die rechte Seite, Steven Cherundulo ging an die Grundlinie und legte den Ball flach zurück. Leon Andreasen stand frei und hämmerte die Kugel unhaltbar für Breslaus Torwart Rafal Gikiewicz zum 1:0 in die Maschen. Der Däne, der auch schon in der Qualifikation bei Saint Patrick's Athletic FC ein Tor für 96 erzielte, unterstrich einmal mehr seine Einsatzberechtigung.

Wrocław zeigte sich allerdings wenig beeindruckt und hatte, in einer tollen Anfangsphase, direkt im Gegenzug eine Doppelchance. Hannovers Keeper Ron Robert Zieler konnte einen Freistoß von Sebastian Mila, der zunächst als einzige Spitze der Polen fungierte, gerade noch aus dem rechten unteren Eck fischen und auch der Nachschuss von Waldemar Sobota verfehlte das Tor nur um Zentimeter.

Doch die Heimmannschaft wurde in der 25. Minute erneut von den Niedersachsen eiskalt ausgekontert. Der Ball kam diesmal über die linke Seite. Christan Pander marschierte auf die Grundlinie und legte zurück auf den freistehenden Jan Schlaudraff, der aus 14 Metern, den Ball sicher und halbhoch ins rechte Eck zur 2:0-Führung schob.

Noch vor der Halbzeit schöpften dann aber die Hausherren Hoffnung. Nach einer Ecke von Sebastian Mila, verpassten zunächst einige Śląsk-Spieler, bis der Ball zu Tomacz Jodlowiec am Elfmeterpunkt kommt, der dann in der 34. Minute zum 2:1-Anschlusstreffer verwandelte.

Und wieder hatte 96 eine passende Antwort parat. In der 40. Minute kombinierten sich Jan Schlaudraff und Lars Stindl durch Wrocławs Abwehr und Stindl verwandelte schließlich sicher zum souveränen 3:1-Pausenstand.

Mit dem Mute der Verzweifelung gingen dann die Hausherren in die zweiten 45. Minuten und brachten mit dem Niederländer Johan Voskamp und Sylwester Patejuk gleich zwei frische Stürmer. Letztere belohnte Wrocław in der 54. Minute mit dem erneuten Anschlusstreffer. Diesmal war die linke Hannoveraner Seite weit offen, ein Doppelpass zwischen Patejuk und Voskamp, der Pole zog zum Tor und schob sehenswert zum 3:2 ein.

Es sollte aber noch Dicker für die Niedersachsen kommen. Wie beim 3:1, war es eine Ecke die zum Ausgleich führte. Diesmal trat Mila den Ball vom Tor weg. Felipe ließ Przemyslaw Kazmierczak frei gewähren und sah zu, wie der Ball das dritte Mal im eigenen Gehäuse einschlug. Damit war die souveräne Führung nach 61. Minuten verspielt.

Aber Hannover hatte doch noch einen Matchwinner in der Hinterhand. Der Däne Leon Andreasen legte sich, nach einer 28 monatigen Verletzungspause, den Ball zum Freistoß hin und hämmerte das Leder aus 25 Metern unhaltbar in der 81. Minute in die Maschen.

Den 5:3-Endstand in der 85. Minute markierte dann noch der eingewechselte Manuel Schmiedebach nach einer Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Artur Sobiech.

Somit könnten sich den Hannoveraner im Rückspiel in einer Woche in der heimischen Arena eine 0:2-Niederlage leisten und würden trotzdem in die Gruppenphase ein ziehen.