Sturm wittert seine Chance
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Artikel-Zusammenfassung
Obwohl der RSC Anderlecht bei SK Sturm Graz großer Favorit ist, spekuliert der österreichische Meister mit einer Überraschung. Auch den Aufstieg hat die Mannschaft von Franco Foda im Visier.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Den SK Sturm Graz erwartet mit dem RSC Anderlecht am dritten Spieltag der UEFA Europa League eine harte Nuss. Trainer Franco Foda sieht den Gegner als klaren Favoriten. Laut ihm spielt der belgische Rekordmeister sogar auf "Champions League Niveau".
Verstecken will man sich im heimischen - und laut Wetter-Vorhersage verregneten - Stadion Graz-Liebenau aber dennoch nicht. Nach dem knappen 2:1-Auswärtserfolg über AEK Athens FC wittert der österreichische Meister nämlich sogar die Chance auf den Aufstieg in der Gruppe L. "Wenn wir um den ersten und zweiten Platz mitspielen wollen, müssen wir auch in den beiden Spielen gegen Anderlecht den einen oder anderen Punkt mitnehmen", meinte Foda.
Zur Verfügung steht im dabei wieder Topstürmer Roman Kienast. Der Torjäger ist nach seinem Mittelfußknochenbruch wieder fit und wurde bei der verpatzten 3:3-Generalprobe gegen den SV Mattersburg eingewechselt. Fraglich ist, ob der großgewachsene Blondschopf auch in der Startelf stehen wird. Um den zweiten Angriffs-Platz neben Imre Szabics bewarb sich auch noch Routinier Mario Haas.
Obwohl die Schlüsselspieler das Lazarett von Sturm langsam verlassen dürfen, so hat die medizinische Abteilung der Steirer weiterhin alle Hände voll zu tun. Neben Nationaltorhüter Christian Gratzei fehlen unter anderem Joachim Standfest, Matthias Koch, Sandro Foda, Haris Bukva und wahrscheinlich auch Giorgi Popkhadze.
Den meisten Respekt haben die Grazer vor der geballten Offensiv-Kraft der Belgier. Matías Suárez, Milan Jovanović, Dieudonné Mbokani und Guillaume Gillet strahlen permanent Torgefahr aus. Dahinter zieht der argentinische Nationalspieler Lucas Biglia die Fäden. Im Gegensatz zum Heimteam kann Anderlecht auch in der Meisterschaft überzeugen. Zuletzt ließ der Tabellenführer dem Konkurrenten R. Standard de Liège beim 5:0-Triumph absolut keine Chance.
Respekt vor dem Gegner zeigt aber auch RSC-Trainer Ariel Jacobs. "Sturm ist eine technisch gute, routinierte und heimstarke Mannschaft. Unterschätzen werden wir sie auf gar keinen Fall", lobte er die Österreicher. Als Zielvorgabe hat Anderlecht vier Punkte aus den beiden Spiele festgesetzt.