Sturm hofft auf Trendwende gegen Lokomotiv
Montag, 12. September 2011
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Nach nur einem Sieg in den letzten fünf Europapokalspielen hofft der SK Sturm Graz gegen den russischen Vertreter FC Lokomotiv Moskva in Gruppe L nun auf die Trendwende.
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Der SK Sturm Graz will nun das schaffen, was dem Lokalrivalen Grazer AK einst nicht gelang. Im ersten Spiel der Gruppenphase der UEFA Europa League soll in Gruppe L ein Heimsieg gegen den FC Lokomotiv Moskva her.
Bisherige Begegnungen
• Beide Teams treffen das erste Mal in einem europäischen Wettbewerb aufeinander.
• Sturm bestritt bisher vier Spiele gegen russische Vertreter; jeweils zwei Spiele gegen Lokomotivs Hauptstadtrivalen PFC CSKA Moskva und FC Spartak Moskva. Dabei gab es einen Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen für Sturm - einen Sieg sowie eine Niederlage davon im eigenen Stadion.
• Bei der 0:2-Heimniederlage gegen Spartak in der UEFA Champions League 1998/99 saß der jetzige Trainer Franco Foda auf der Ersatzbank, wurde aber nicht eingewechselt.
• Lokomotiv bestritt bisher sieben Spiele gegen österreichische Teams, alle davon in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League. Den drei Siegen stehen dabei jeweils zwei Niederlagen und zwei Unentschieden gegenüber (davon zwei Siege, ein Unentschieden sowie eine Niederlage in Österreich). Eines dieser Duelle, gegen den FC Wacker Innsbruck im Jahr 2001, wurde in drei Partien entschieden, weil das Spiel in Österreich wiederholt wurde.
• Der letzte Sieg von Lokomotiv in Österreich war in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2002/03 im Stadion Graz Liebenau, wo man den Grazer AK mit 2:0 besiegen konnte. Das Rückspiel in Moskau endete dann 3:3.
Hintergrund
• Der 1:0-Erfolg gegen den FC Zestafoni in der dritten Runde der diesjährigen Qualifikation zur UEFA Champions League war für Sturm der einzige Sieg in den letzten fünf Europapokal-Heimspielen.
• Bei den letzten drei Heimspielen in der Gruppenphase der UEFA Europa League gab es für Sturm einen Sieg und zwei Niederlagen.
• Bis auf einen 2:0-Sieg gegen FC Spartak Trnava in den Play-offs zur UEFA Europa League 2011/12 endeten für Lokomotiv drei der letzten vier Spiele in Europa mit einem 1:1-Unentschieden.
• Auch drei der letzten vier Auswärtsspiele endeten mit einem 1:1. In der Gruppenphase des UEFA-Pokals 2007/08 gab es jedoch eine 0:2-Niederlage bei Panathinaikos FC.
• In den letzten vier Auswärtsspielen im UEFA-Pokal bzw. der UEFA Europa League gab es für Lokomotiv einen Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage.
Rund um die Teams
• Sturms bosnischer Mittelfeldspieler Samir Muratović spielte von 2001 bis 2003 in Russland für den FC Saturn Ramenskoye Oblast, ehe er zu Sturms Lokalrivalen Grazer AK wechselte. Nun trifft er mit Senijad Ibričić, der im Moment in Diensten von Lokomotiv steht, auf einen ehemaligen Kollegen aus der Nationalmannschaft.
• Der deutsche Verteidiger Foda beendete seine Spielerkarriere bei Sturm, nachdem er zuvor für Bayer 04 Leverkusen und den VfB Stuttgart aktiv war. Nach dem Karriereende schloss er sich sogleich dem Trainerstab der Grazer an, und nach einer ersten kurzen Amtsperiode im Jahr 2003 übernahm er den Klub 2006 schließlich endgültig als Cheftrainer.
• Lokomotivs Trainer José Couceiro war am Ende der Saison 2010/11 Interimstrainer beim Sporting Clube de Portugal, ehe er im Juli Nachfolger von Yuri Krasnozhan bei Lokomotiv wurde. Seit seinem Engagement bei Portugals U21-Nationalmannschaft von 2006 bis 2007 arbeitete er in Litauen für FBK Kaunas und Gaziantepspor in der Türkei.