Außenseiterrolle für Rapid
Donnerstag, 2. Dezember 2010
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Gegen den FC Porto benötigen die Österreicher dennoch einen Sieg. Dabei muss man zahlreiche Verletzte vorgeben. Die Portugiesen kehren indes an ihre alte Erfolgsstätte zurück.
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Der SK Rapid Wien empfängt in der 5. Runde der UEFA Europa League den berühmten FC Porto. Dabei findet sich der österreichische Rekordmeister in der Außenseiterrolle wieder, denn neben der hohen Qualität des Gegners bereiten den Grün-Weißen auch Personalsorgen Kopfzerbrechen.
"Da muss ich den Zauberstab herausholen", meinte Peter Pacult bezüglich seiner Aufstellung. Neben den Langzeitverletzten Steffen Hofmann, Jan Vennegoor of Hesselink und Thomas Hinum fällt nun auch Markus Katzer aus. Markus Heikkinen und Veli Kavlak gelten zudem als fraglich. "Rapid kann in Europacup-Spielen immer besondere Leistungen bieten", fügte der Trainer aber im selben Atemzug hinzu.
Im Hinspiel zum Auftakt der Gruppenphase unterlag Rapid im Estádio do Dragão mit 0:3. "Wir haben uns in der ersten Halbzeit gut verkauft. Im zweiten Durchgang sind wir dann für jeden Fehler bestraft worden – natürlich auch weil der Gegner große Klasse besitzt", meinte Raimund Hedl. Nur ein Sieg würde die ohnehin schon schwache Aufstiegschance am Leben halten. "Wir schauen von Spiel zu Spiel und lassen uns nicht auf Rechnereien ein", so der Torhüter.
Als leichter Vorteil könnte sich der plötzliche Wintereinbruch entpuppen. Minusgrade und starker Schneefall lassen die Rasenheizung auf Hochtouren arbeiten. Die von der Sonne verwöhnten Portugiesen könnten mit den ungewohnten Bedingungen Probleme bekommen. "Das Wetter wird keine Rolle spielen, wir sind alle Profis", meinte Porto-Coach André Villas Boas. Dennoch war nicht zu übersehen, dass der Trainer die wärmeren Gefilde bevorzugt.
Warm ums Herz wird seinen Spielern dennoch, denn immerhin kehrt die Mannschaft an die Stätte zurück, wo sie 1987 einen ihrer größten Triumphe feierte. Damals wurde nämlich der FC Bayern München im Finale des Europapokals der Landessieger mit 2:1 geschlagen. "Da war ich zehn Jahre alt. Bei meiner Oma habe ich das Spiel mit einem Porto-Schal um den Hals verfolgt. Danach habe ich sogar versucht mich mit Champagner zu betrinken", erinnerte sich Villas Boas mit einem Lächeln auf den Lippen. Diese positiven Assoziationen mit dem Ernst Happel Stadion wollen sich die Portugiesen nun natürlich nicht vermiesen lassen...