Gera und Fulham wollen weiter Geschichte schreiben
Montag, 5. April 2010
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Zoltán Gera möchte mit Fulham FC am Donnerstag trotz eines 2:1-Vorsprungs auch beim VfL Wolfsburg nach vorne spielen - auf ein 0:0 zu gehen, könnte sich als fatal für die Londoner erweisen.
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Während das späte Gegentor im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in der Vorwoche dem Fulham FC die 2:0-Führung im Hinspiel des Viertelfinals der UEFA Europa League noch verhagelte, hat der Londoner Klub immer noch den Vorteil vor dem Rückspiel in Deutschland am Donnerstag – und Spielmacher Zoltán Gera will den auch nutzen.
Bobby Zamora und Damien Duff brachten Fulham im Craven Cottage in der zweiten Halbzeit in Front, bevor Alexander Madlung das so wichtige Auswärtstor für den deutschen Meister gelang, der ebenso wie Fulham erstmals in einem Europapokal-Viertelfinale steht. Ein 0:0 würde den Engländern in Wolfsburg nun reichen, doch Gera weiß auch, dass eine Mannschaft, in der Edin Džeko und Grafite zu finden sind, die zusammen elf UEFA-Europa-League-Tore erzielt haben, nur sehr schwer zu kontrollieren sein wird. Auf Unentschieden zu spielen könnte sich da als fatal erweisen.
"Wir freuen uns über den Sieg, aber ein 2:0 wäre besser gewesen", sagte der 30-jährige ungarische Nationalspieler gegenüber UEFA.com. "Es steht 2:1, es gibt noch ein Spiel und wir müssen dort treffen, um sicher zu sein, dass wir weiterkommen."
Gera hat zuletzt als hängende Spitze hinter Zamora agiert, und so hat jeder von ihnen je fünf Tore in der UEFA Europa League erzielt, in der man sich in dieser Saison schon gegen den FC Basel 1893, FC Shakhtar Donetsk und in einem dramatischen Duell gegen Juventus durchgesetzt hat. "Es ist gut, zusammen mit Bobby zu spielen", sagte Gera. "Er wird immer besser. Die Zusammenarbeit mit ihm ist gut. Er ist stark, kann den Ball behaupten und Tore machen."
Während die meisten Spieler in Fulhams Team selber noch nie so weit im Europapokal vorgedrungen sind, kann Mark Schwarzer – der im Hinspiel sich sowohl gegen Džeko als auch Grafite behauptete – auf ein UEFA-Pokal-Finale 2005/06 mit Middlesbrough FC zurückblicken. Auch dieser Verein hatte vorher in Europa nicht viel erreicht, daher weiß der Torhüter genau, was diese Saison nun für Fulham bedeutet.
"Wir haben schon Großes für den Verein erreicht, aber als Spieler wollen wir immer noch mehr erreichen", sagte Schwarzer. "Wie wichtig diese Leistung bisher für den Klub ist, können am besten der Präsident und die Fans beantworten, aber als Spieler stehen wir nun vor etwas ganz Großem und wenn wir uns weiter konzentrieren und weiter so spielen wie bisher, können wir die Geschichtsbücher des Klubs um weitere Kapitel erweitern."