Werder ist vor Twente gewarnt
Mittwoch, 17. Februar 2010
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Vor dem Sechzehntelfinal-Hinspiel am Donnerstagabend beim FC Twente warnt Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf seine Mannschaft und die Öffentlichkeit davor, den Gegner zu unterschätzen.
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Vor dem Sechzehntelfinal-Hinspiel am Donnerstagabend beim FC Twente warnt Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf seine Mannschaft und die Öffentlichkeit davor, den Gegner zu unterschätzen.
Der Verein aus der 150.000-Einwohner-Gemeinde Enschede hat vielleicht nicht den klingenden Namen oder Trophäenschrank vorzuweisen wie die nationalen Rivalen AFC Ajax oder Feyenoord, aber ein Blick auf die Tabelle der starken niederländischen Eredivisie zeigt schnell, dass der FC Twente mit 58 Zählern auf Rang zwei vor etwa den Klubs aus Amsterdam (52) und Rotterdam (43) steht. Trotzdem fühlt sich Schaaf veranlasst, mahnend tätig zu werden. "Sie haben bisher absolut überzeugt, hervorragende Leistungen gezeigt und stehen zu Recht an zweiter Stelle in der niederländischen Liga", so der 48-Jährige. "Sie sind insgesamt gut besetzt, schalten sehr gut um und haben in der Saison bewiesen, dass sie defensiv sehr gute Arbeit leisten." Und wahrlich, vor allem die Defensivleistung von Werders Gegner beeindruckt: In 23 Ligaspielen musste die Elf von Steve McClaren, dem ehemaligen Nationaltrainer Englands, erst 19 Gegentore hinnehmen.
Zudem ist Twente zu Hause eine Macht: In der Liga wurde kein einziges Heimspiel verloren, und auch in der UEFA Europa League zog man lediglich am 2. Dezember beim 0:1 gegen Fenerbahçe SK zu Hause den Kürzeren. "Wir müssen uns in Enschede durch eine hochkonzentrierte Leistung eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeiten", ergänzte Innenverteidiger Per Mertesacker, der sich auf ein Wiedersehen mit dem Schweizer Nationalstürmer Blaise Nkufo freuen darf, der mit ihm gemeinsam zwischen 2004 und 2006 bei Hannover 96 in einer Mannschaft stand. "Wir werden am Donnerstag wieder um eine Erfahrung reicher und freuen uns auf eine neue, reizvolle Aufgabe in der Europa League", so der deutsche Nationalspieler weiter. Fehlen werden den Grün-Weißen Philipp Bargfrede und Daniel Jensen, die nach Verletzungen noch nicht wieder einsatzbereit sind, während Aaron Hunt, dessen Einsatz aufgrund eines Schlags auf den Knöchel fraglich war, die Reise ins Nachbarland mit angetreten hat.
Werders Mittelfeldakteur Peter Niemeyer kennt sich beim Gegner bestens aus, kam er doch über die Twente-Jugend ins Profiteam dort, bevor er 2007 zu Werder wechselte. "Twente zu unterschätzen, wäre ein Fehler. Für viele ist das ein Duell David gegen Goliath. Ich sehe das nicht so. Twente zählt zu den niederländischen Spitzenteams", sagte der 26-Jährige. Er muss es schließlich wissen.