In Tel Aviv geht es um Platz eins
Donnerstag, 3. Dezember 2009
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Hapoel Tel-Aviv FC kann mit einem Heimsieg am letzten Spieltag der Gruppe C in der UEFA Europa League gegen den Hamburger SV Platz eins sichern. Beide Teams sind schon qualifiziert.
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Hapoel Tel-Aviv FC kann mit einem Heimsieg am letzten Spieltag der Gruppe C in der UEFA Europa League gegen den Hamburger SV Platz eins sichern. Beide Teams sind schon für die Runde der letzten 32 qualifiziert.
• Tel-Aviv liegt einen Punkt hinter Hamburg, wo im Mai auch das Finale der UEFA Europa League stattfinden wird. Beide Mannschaften hatten sich bereits am 5. Spieltag vorzeitig für die K.-o.-Phase qualifiziert.
Bisherige Begegnungen
• Hamburg bezwang Tel-Aviv am 2. Spieltag mit 4:2. Es war das erste Spiel des HSV gegen eine israelische Mannschaft. Auch Hapoel hatte zuvor noch nie gegen eine deutsche Mannschaft gespielt.
Hintergrund
• Drei Mal überstand Hamburg eine Gruppenphase des UEFA-Pokals, bei dem sie in der vergangenen Saison bis ins Halbfinale kamen. Hapoel war zweimal in einer Gruppenphase des UEFA-Pokals, kam 2006/07 auch weiter, schaffte es in der Folgesaison aber nicht.
• Tel-Aviv hat von vier Heimspielen in dieser Saison noch kein einziges verloren. Zweimal hieß es am Ende 1:1, zweimal gewannen die Israelis. Beide Siege kamen in der Gruppenphase zu Stande.
• Seit dem letzten Unentschieden im Europapokal auf fremdem Platz gewannen die Hamburger 13 Auswärtsspiele und verloren nur dreimal in der Fremde: Bei Bayer 04 Leverkusen, Manchester City FC und am 1. Spieltag dieser Saison bei SK Rapid Wien.
Rund um die Teams
• Hamburgs Trainer Bruno Labbadia ist der einzige Spieler, der sowohl in der Bundesliga als auch der 2. Bundesliga jeweils mehr als 100 Tore erzielt hat. Als Spieler war er unter anderem für den FC Bayern München, Werder Bremen und Hamburg im Einsatz und absolvierte sogar zwei Länderspiele. Er übernahm das Traineramt von Martin Jol in diesem Sommer und verließ dadurch nach einem Jahr Bayer 04 Leverkusen.
• Hapoel-Trainer Eli Gutman hat den Spitznamen "Der Deutsche" wegen seines Rufs als Disziplinfanatiker. In der Saison 1996/97 gewann er mit Hapoel Beer-Sheva FC den israelischen Pokal sowie in der Saison 1998/99 mit Hapoel Haifa FC 1998/99 die Meisterschaft.
• Gegründet wurde Hapoel in den 1920er Jahren. Dank der guten Verbindungen zu Tel Avivs Gewerkschaften und einem Wappen mit Hammer und Sichel hatte der Klub schnell den Ruf als Sammelbecken linker Sympathisanten.
• Hamburg ist als einzige deutsche Mannschaft seit dem Ende des Ersten Weltkriegs ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse und stieg niemals ab.
• Tel-Avivs serbischer Mittelfeldspieler Nemanja Vučićević spielte für den TSV 1860 München (2004 bis 2007) sowie für den 1. FC Köln (2007 bis 2009), bevor er im Sommer nach Israel wechselte.
• Tel-Aviv fehlen noch zwei Tore, um die "100" im Europapokal voll zu machen. Das Spiel gegen den HSV ist die 72. Europapokal-Partie für die Israelis.