Enttäuschung und Frust bei Rapid
Freitag, 6. November 2009
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"Tausendguldenschüsse" und Metall-Treffer sorgten im Lager des SK Rapid Wien nach der Heimniederlage gegen Hapoel Tel-Aviv FC für hängende Köpfe und große Enttäuschung.
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"Die hatten heute alles Glück der Welt", meinte der frustrierte Helge Payer nach der 0:3-Heimniederlage des SK Rapid Wien gegen Hapoel Tel-Aviv FC. Die berüchtigte "Was-Wäre-Wenn-Diskussion" erlebt in der österreichischen Hauptstadt gerade eine Rennaisance.
Eiskaltes Hapoel
Natürlich muss man der taktischen Meisterleistung der Israelis höchste Anerkennung zollen. Natürlich waren die Gäste über Konter jeweils brandgefährlich - und natürlich muss man auch von einem nicht ganz unverdienten Hapoel-Sieg sprechen. Dennoch kann man Rapid nur wenig vorwerfen, die jeweiligen Treffer fielen zu den denkbar ungünstigsten Zeitpunkten. Vor der Führung durch Avihay Yadin hätten die Wiener schon gut und gerne 3:0 führen können.
"Tausendguldenschuss"
Durch die erste Halb-Chance durfte Hapoel jubeln - der 30-Meter-Schuss wurde unglücklich abgefälscht und senkte sich unhaltbar ins Kreuzeck. Ein "Tausendguldenschuss", wie ihn Kapitän Steffen Hofmann im Nachhinein bezeichnete. Unabhängig von dieser Aussage ließ Trainer Peter Pacult sogar die imaginäre Inflation arbeiten und sprach von einem "Hunderttausend-Guldenschuss".
Jelavić als Metall-König
Nach der Pause dasselbe Spiel. Wieder war von den Gästen offensiv 20 Minuten lang nichts zu sehen, dann sprang der Ball von Markus Katzers Schienbein unglücklich auf das von Gil Vermouth, der anschließende Kontertreffer war nur noch Formsache. In beiden Spielen gegen Hapoel wurden nicht weniger als drei hochkarätige Chancen von Nikica Jelavić erst vom Aluminium gestoppt. Sogar der vermeintliche Ehrentreffer durch Hamdi Salihi kurz vor Schluss prallte nur ans Metall.
Fan-Ansturm
In der österreichischen Hauptstadt bleibt nun nur die Hoffnung, dass man sich als Außenseiter vielleicht etwas leichter tut. Der Aufstieg rückte zwar in weite Ferne, unmöglich ist er aber nicht. Mit einem jeweiligen Kraftakt müsste der Hamburger SV und Celtic FC bezwungen werden, dann wäre man nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Die hundertprozentige Unterstützung des Publikums ist den Grün-Weißen jedenfalls gewiss. Am 2. Dezember wird sich die Rekord-Anzahl von 8 000 Rapid-Fans in Norddeutschland einfinden - und jeder einzelne davon träumt schon jetzt von einer abermaligen Sensation.