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Austria nach Krimi ebenfalls weiter

FK Austria Wien - FC Metallurh Donetsk 3:2 n.V. (Gesamt: 5:4)
In einem echten Europapokalklassiker besorgte der eingewechselte Emin Sulimani in der Verlängerung den entscheidenden Treffer.

Rubin Okotie gelang der erste Treffer der Austria an diesem Abend
Rubin Okotie gelang der erste Treffer der Austria an diesem Abend ©Getty Images

Der FK Austria Wien erkämpfte sich gegen den FC Metallurh Donetsk förmlich den Einzug in die Gruppenphase und durfte erst in der 115. Minute über den goldenen Treffer von Emin Sulimani zum 3:2 jubeln. Somit ging auch das zweite österreichisch-ukrainische Duell (nach SK Sturm Graz gegen FC Metalist Kharkiv) in den Play-offs der UEFA Europa League an die Alpenrepublik.

Offensive Aufstellungen

Die Wiener hatten nach dem 2:2 im Hinspiel gute Chancen auf den Aufstieg, wollten sich aber im mit 10 800 Besuchern ausverkauften Franz-Horr-Stadion nicht verstecken und begannen deshalb mit dem rechtzeitig fit gewordenen Rubin Okotie und Tomáš Jun im Angriff. Auch die Gäste aus der Ukraine setzten auf Offensive. Der rumänische Stürmer Ciprian Tănasă rutschte in die Startformation.

Flotter Beginn
Die Austria begann druckvoll und übernahm gleich von Beginn an die Kontrolle. In Führung gingen aber die Ukrainer, die einen Abwehrfehler der Hausherren eiskalt ausnutzten. Konstantinos Makridis setzte sich über rechts gegen seine Bewacher durch und brachte die Flanke auf den sträflich alleine gelassenen Ciprian Tănasă. Dieser hatte aus fünf Metern keine Probleme und köpfte in der 20. Minute locker zum 1:0 ein. Neun Minuten vor dem Halbzeitpfiff konnte Okotie ein Herumgestocher in der Donetsk-Abwehr ausnutzen und traf aus kurzer Distanz zum Ausgleich.

Abermalige Führung
Gleich nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren eine exzellente Möglichkeit, Vyacheslav Checher vermochte aber beim Kopfball von Jun auf der Linie zu klären. Wieder konnten die Ukrainer genau in der stärksten Phase der Österreicher in Führung gehen. Henrik Mkhitaryan besorgte in der 54. Minute das 2:1, indem er einen Querpass nur noch ins leere Tor schieben musste. Austria-Trainer Karl Daxbacher musste umstellen und brachte Eldar Topić für den angeschlagenen Okotie. Dieser Wechsel sollte sich schon ein paar Minuten später bezahlt machen.

Goldgriffe von Daxbacher
Der neue Mann drang in den Strafraum ein und wurde rüde von den Beinen geholt. Kapitän Milenko Ačimovič ließ sich beim anschließenden Elfmeter nicht beirren und stellte abermals den Ausgleich her (70.). Beide Mannschaften konzentrierten sich danach aufs Verteidigen. Velizar Dimitrov wurde in der Nachspielzeit für Ballwegschießen mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Dramatik pur in Wien-Favoriten

Diesen numerischen Vorteil wussten die Wiener in der Verlängerung zu nutzen und konnten sich eine klare Überlegenheit herausspielen. Schließlich wurden die "Veilchen" belohnt: der eingewechselte Sulimani konnte in einem dramatischen Finish einen Freistoß direkt verwandeln (115.). Torhüter Vladimir Dišljenković hatte sich bei dem abgefälschten Schuss gehörig verschätzt. Danach setzten die Ukrainer alles auf eine Karte, die Austria-Abwehr hielt aber in den letzten Minuten. "Aus solchen Spielen kann man nur lernen, für die jungen Spieler sind solche Erfahrungen Gold wert", meinte der sichtlich erleichterte Daxbacher nach dem Abpfiff.