Schaaf mit gemischten Gefühlen
Freitag, 17. April 2009
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Pasquale Marino, Trainer von Udinese Calcio, war trotz des Ausscheidens gegen Werder Bremen mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Werder-Coach Thomas Schaaf war dagegen nicht vollends glücklich.
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Pasquale Marino, Trainer von Udinese Calcio, war trotz des Ausscheidens gegen Werder Bremen mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Über den Applaus der Fans war er besonders erfreut. Bremen trifft im Halbfinale nun auf den Hamburger SV, Werder-Coach Thomas Schaaf war aber nicht vollends glücklich.
Pasquale Marino, Trainer von Udinese
Ich möchte herausheben, was unsere Fans nach dem Schlusspfiff getan haben, als sie die Spieler gefeiert haben, als hätten sie gewonnen. Sie haben verstanden, dass wir alles gegeben haben. Wir haben bis zum Ende gekämpft, aber Fußball ist nun einmal so. Kleine Momente machen auf diesem Niveau den Unterschied; manchmal hat man Glück, heute hatten wir es nicht. Die Wertschätzung unserer Fans macht mich dennoch stolz. Wir haben Geschichte geschrieben, indem wir das erste Mal das UEFA-Pokal-Viertelfinale erreicht haben, und meiner Meinung nach hätten wir es verdient gehabt, weiterzukommen, weil wir in den 180 Minuten viele Chancen herausgespielt haben, viel mehr als Werder. Wir haben in Bremen sehr gut gespielt, wir sind unglücklich über das Endergebnis, aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, macht uns stolz. Der UEFA-Pokal war eine sehr gute Erfahrung für uns, wir sind als Mannschaft gewachsen, indem wir auf verschiedene Fußballkulturen getroffen sind, und ich denke, wir haben den Wettbewerb immer sehr ernst genommen. Wir haben zwölf tolle Spiele erlebt, und ich bin glücklich, wie sich die Spieler in diesem Wettbewerb verkauft haben.
Thomas Schaaf, Trainer von Bremen
Wir haben es heute sehr spannend gemacht. Die erste Halbzeit ging völlig daneben, hier haben wir nahtlos an die Probleme vom Hinspiel angeknüpft. Meine Mannschaft hat dem Gegner viel zu viel Raum gelassen und war zu passiv in den Zweikämpfen. Die zweite Halbzeit war dann deutlich besser, und hier haben wir die notwendigen Tore gemacht. Jetzt können wir zufrieden sein, dass wir weitergekommen sind, der Jubel fällt aber nicht überschwänglich aus, auch weil wir uns zuvor das Leben so schwer gemacht haben. Aber jetzt freuen wir uns natürlich auf zwei tolle Spiele gegen den Hamburger SV. Dass Diego angeschlagen war, war natürlich kein Bluff, sondern es war genau so, und glücklicherweise konnte er spielen.