Zenit setzt sich gegen Stuttgart durch
Freitag, 27. Februar 2009
Artikel-Zusammenfassung
VfB Stuttgart - FC Zenit St. Petersburg 1:2 (Gesamt: 2:4)
Tore von Igor Semshov und Viktor Fayzulin reichten dem Titelverteidiger, um sicher das Achtelfinale des UEFA-Pokals zu erreichen.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Titelverteidiger FC Zenit St. Petersburg steht im Achtelfinale des UEFA-Pokals. Nach einem 2:1-Sieg im Hinspiel reichte der Mannschaft von Dick Advocaat ein 2:1-Auswärtserfolg, um mit einem Gesamtergebnis von 4:2 sicher die nächste Runde zu erreichen. Igor Semshov brachte Zenit in Führung, Timo Gebhart glich für Stuttgart, dessen Schlussoffensive zu spät kam, aus, aber Viktor Fayzulin erzielte das entscheidende 2:1 für Zenit.
Ausfälle bei beiden Teams
VfB-Trainer Markus Babbel musste verletzungsbedingt auf Matthieu Delpierre, Arthur Boka und Yıldıray Baştürk verzichten. Zudem fehlte der Schweizer Nationalspieler Ludovic Magnin, der nach einer Erkältung noch nicht hundertprozentig fit war. Beim Titelverteidiger mussten die gesperrten Anatoliy Tymoshchuk und Radek Šírl ersetzt werden, dafür begannen Kim Dong Jin sowie Igor Denisov.
Interessante Partie
Vor knapp 30.000 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein UEFA-Pokalspiel auf taktisch hohem Niveau. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase, in der sich beide Mannschaften neutralisierten, konnte sich der VfB optische Vorteile erarbeiten, ließ dabei aber die nötige Durchschlagskraft in der Offensive vermissen.
Semshov trifft
So traf Cacau nach einer schönen Vorlage von Mario Gómez aus aussichtsreicher Position nur den linken Pfosten von St. Petersburg (34.) und auch sechs Minuten später verpasste der Brasilianer nach einer erneut guten Vorarbeit von Gómez aus kurzer Distanz die mögliche Führung. Während der Babbel-Elf in dieser Phase der Partie die nötige Abgeklärtheit fehlte, bewies Zenit diese auf der Gegenseite eindrucksvoll. Kurz vor der Halbzeitpause setzte sich Danny auf der linken Außenbahn gegen Ricardo Osorio durch, flankte dann mustergültig über die VfB-Defensive hinweg in die Mitte, wo Semshov mit einer Volleyabnahme Jens Lehmann keine Chance ließ und so in der 42. Minute seiner Mannschaft den Weg ins Achtelfinale ebnete.
Zenit besser
Auch nach Wiederbeginn fand Stuttgart gegen das nach wie vor taktisch klug agierende St. Petersburg kein geeignetes Mittel, um das Ergebnis entscheidend zu korrigieren. Die Angriffsbemühungen des Bundesligisten blieben immer wieder in der Defensive der Gäste hängen. VfB-Coach Babbel reagierte in der 60. und 61. Minute mit einem Doppelwechsel auf das erfolglose Anrennen seines Teams und brachte mit Timo Gebhart und Élson für Roberto Hilbert und Jan Šimák zwei frische Spieler in die Partie.
Stuttgart gleicht aus
Aber auch diese Maßnahme gab dem Bundesligisten nur vorrübergehend Hoffnung auf eine entscheidende Wende. Zunächst hatte Élson mit einem Distanzschuss Pech, dann kam Gebhart nach einem Fehler von Danny überraschend ans Leder und vollendete seine schöne Einzelleistung mit dem Ausgleich zum 1:1 in der 80. Minute.
St. Petersburg unter Druck
In den Folgeminuten verloren die Russen unter dem Druck des VfB für wenige Minuten ihre Ordnung, aber als nach einem Gegenangriff Danny an dem herauseilenden Lehmann vorbei auf Fayzulin passte und dieser mit seinem Tor vier Minuten vor dem Spielende auf 2:1 erhöhte, war Stuttgart endgültig geschlagen. In der Nachspielzeit verpasste Fayzulin mit einem Pfostenschuss einen weiteren Treffer, aber auch mit dem 2:1-Sieg konnte der FC Zenit St. Petersburg den verdienten Einzug in die nächste Runde feiern.