UEFA Europa League Offiziell Live-Ergebnisse & Statistiken
Erhalten
UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Austria Wien ausgeschieden

KKS Lech Poznań - FK Austria Wien 4:2 n.V. (Gesamt 5:4)
In einem dramatischen Spiel verlor Österreichs Meister Austria Wien am Ende mit 4:2 und ist damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

Rafał Murawski (hier im Trikot von Polen) erzielte den entscheidenden Treffer für Lech Poznań
Rafał Murawski (hier im Trikot von Polen) erzielte den entscheidenden Treffer für Lech Poznań ©Getty Images

KKS Lech Poznań konnte gegen den FK Austria Wien in einem hochspannenden Spiel durch eine verdienten 4:2-Sieg in der Verlängerung in die Gruppenphase des UEFA-Pokals einziehen. Die Gäste gingen bereits in der 12. Minute durch Hernán Rengifo in Führung, die bis zur 62. Minute hielt, als Milenko Acimovic einen Handelfmeter sicher verwandeln konnte. Die 2:1-Führung durch Slawomir Peszko brachte die Polen in die Verlängerung, in der zunächst Posen durch Robert Lewandowski in der 98. Minute mit 3:1 in Führung ging. Doch die Austria schlug bereits eine Minute später zurück und verkürzte durch Matthias Hattenberger auf 2:3. Als die Wiener bereits sehnsüchtig auf den Schlusspfiff warteten, fixierte Rafal Murawski mit dem 4:2 den Aufstieg der Polen.

Posen ohne Henríquez
Der polnische Trainer Franciszek Smuda musste auf Luis Alfonso Henríquez verzichten, der im Hinspiel einer der besten Spieler war. Austria-Trainer Karl Daxbacher vertraute seiner Elf aus den letzten Spielen, die auch in der Meisterschaft derzeit den ersten Platz erobert hat. Lediglich auf den Chinesen Sun Xiang musste er verletzungsbedingt verzichten.

Schnelle Führung
Die Gäste zeigten zu Beginn der Partie gleich zwei schöne Aktionen und hielten dem Offensivspiel der Polen entgegen. Ein Fehler von Mario Majstorovic führte dann jedoch in der zehnten Minute zur schnellen Führung der Gastgeber. Hernán Rengifo erreichte den schlechten Rückpass vor Torhüter Szabolcs Sáfár und spitzelte den Ball ins Tor. Nur fünf Minuten später lag das 2:0 in der Luft, doch der Kopfballtreffer von Rengifo wurde wegen Foulspiels aberkannt.

Nervöse Austria
Die Austria wirkte in der Folge nervös und brauchte einige Zeit, um das Spiel wieder zu ordnen. Lech Posen war im Vergleich zum Hinspiel wie verwandelt und zeigte sich kampfstark und spielfreudig. In der 22. Minute wäre dann fast der Ausgleich gefallen, als nach einem Freistoß von Milenko Acimovic der Nachschuss wenige Zentimeter vor der Linie gerade noch abgewehrt wurde. Gegen Ende der ersten Halbzeit kam Posen nochmal auf, doch es reichte zu keinem Treffer mehr.

Druck erhöht
Gleich nach der Pause war die Austria bemüht, den Druck zu erhöhen und kam auch zu einigen guten Chancen. Es dauerte jedoch bis zur 62. Minute, bis den Wienern der Ausgleich gelang. Acimovic verwandelte einen Hand-Elfmeter sicher in die rechte Ecke.

Peszko erzwingt Verlängerung
Posen erhöhte danach schlagartig den Druck. Einen Kopfball von Lewandowski konnte Joachim Standfest in der 64. Minute gerade noch auf der Linie mit dem Kopf entschärfen. Die Austria zog sich in dieser Phase zurück und versuchte mit Kontern zum Erfolg zu kommen. In der 85. Minute wurden die Angriffsbemühungen der Polen belohnt. Nach einem hohen Ball in den Strafraum war Slawomir Peszko zur Stelle und ließ Torhüter Sáfár keine Chance. Mit diesem Ergebnis ging das Spiel in die Verlängerung.

Offener Schlagabtausch
Die Verlängerung brachte einen offenen Schlagabtausch. In der 98. Minute ging Posen durch einen satten Schuss aus 30 Metern von Robert Lewandowski mit 3:1 in Führung. Die Wiener schlugen jedoch eiskalt zurück, und verkürzten nur eine Minute später durch einen Kopfballtreffer von Matthias Hattenberger auf 2:3. In der Folge musste die Austria ohne Franz Schiemer auskommen, der nach der einer Gelb-Roten Karte das Spielfeld verlassen musste. Mit dem Schlusspfiff drehte das Spiel abermals: Rafal Murawski nutzte die Verwirrung in der Austria-Abwehr und zog von der Strafraumgrenze unhaltbar zum 4:2 ab. Damit war Posen für die Gruppenphae des UEFA-Pokals qualifiziert.