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Schweizer Aufsteiger bereit für Europa

In 14 Tagen beginnt die neue Saison der Schweizer Super League und zwei Aufsteiger bereiten sich nebenbei auch auf ihren Einsatz im UEFA-Pokal vor.

Das Schweizer Torwarttalent Yann Sommer hatte großen Anteil am Aufstieg des FC Vaduz
Das Schweizer Torwarttalent Yann Sommer hatte großen Anteil am Aufstieg des FC Vaduz ©UEFA.com

In 14 Tagen beginnt die neue Saison der Schweizer Super League, doch kurioserweise bereiten sich mit AC Bellinzona und FC Vaduz zwei Aufsteiger nebenbei auch auf den UEFA-Pokal vor.

Endlich wieder erstklassig
AC Bellinzona hat nach 20 Jahren Abwesenheit nicht nur wieder den Aufstieg in die erste Liga geschafft, sie erreichten letzte Saison auch das Schweizer Pokalendspiel. Zwar verloren sie dort gegen den Double-Sieger FC Basel 1893, dafür aber rutschten sie unverhofft ins internationale Geschäft und bestreiten am 17. Juli in der ersten Qualifikationsrunde zum UEFA-Pokal ihr Europapokaldebüt gegen FC Ararat Yerevan. Derweil schloss der FC Vaduz die Challenge League auf dem ersten Platz ab und wurde zum elften Mal hintereinander Pokalsieger in Liechtenstein. Deshalb repräsentieren sie das Fürstentum im UEFA-Pokal gegen NK Zrinjski aus Bosnien und Herzegowina und sind erstmals in der höchsten Schweizer Spielklasse vertreten.

Vaduz-Aufstieg
Vaduz galt schon lange als Kandidat auf den Aufstieg in die erste Schweizer Liga, dennoch können sie nur über den Pokal in Liechtenstein in einen UEFA-Wettbewerb einziehen. Trainer Heinz Hermann, mit 117 Länderspielen Schweizer Rekordnationalspieler, leitete das Projekt Aufstieg mit vielen Spielern seiner ehemalige Baseler Nachwuchsmannschaft, darunter auch Yann Sommer. Der U21-Nationaltorhüter, eine Leihgabe aus Basel, zeigte beeindruckende Leistungen und steht ebenso wie der deutsche Stürmer Tim Grossklaus und der bosnische Verteidiger Damir Džombić weiterhin im Kader. Star der Mannschaft ist der brasilianische Stürmer Gaspar, der in der Challenge League letzte Saison 31 Treffer in 34 Spielen markierte. Dennoch fordert Hermann weiter Verstärkungen: "Wir brauchen noch ein oder zwei erfahrene Spieler."

Neuer Trainer
Bellinzona ist die erste aus Tessin stammende Mannschaft in der Super League seit der Insolvenz vom FC Lugano im Jahr 2002. Der Aufsteiger wird sogar im umgebauten Cornaredo-Stadion, der Heimat von Lugano, seine UEFA-Pokal-Partien austragen. Außerdem haben sie mit dem ehemaligen Schweizer Nationalspieler Marco Schällibaum einen neuen Trainer, da sie sich mit Vladimir Petković nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnten. "Ich habe nach meiner Ankunft feststellen können, dass Mannschaft und Moral absolut intakt sind", so Schällibaum, der trotzdem zugibt, dass der Klassenerhalt "sehr, sehr schwer sein wird."

Namhafte Abgänge
Das Gerüst der Mannschaft bleibt erhalten, jedoch haben zwei wichtige Offensivspieler den Verein verlassen. Der Kameruner Christian Pouga verdient sein Geld künftig bei Sevilla FC und Spielmacher Ifet Taljevic ist zum Ligarivalen Neuchâtel Xamax FC gewechselt. Als Ersatz hat man dafür Mittelfeldspieler Gürkan Sermeter vom FC Aarau und Stürmer Mauro Lustrinell verpflichtet. Der 32-Jährige stand bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 im Kader der Schweizer Nationalmannschaft und hat in seiner Karriere schon für den FC Thun, AC Sparta Praha und FC Luzern gespielt. Zwischen 1994 und 2001 stand er schon einmal in Bellinzona unter Vertrag und erzielte dabei mehr als 100 Tore. Für Schällibaum sind die Personalplanungen aber noch nicht abgeschlossen: "Wir müssen noch erfahrene Leute für die Abwehr holen", verriet er. Für seine Mannschaft beginnt die Meisterschaft mit einer Woche Verzögerung gegen Xamax, da man vorher das UEFA-Pokal-Spiel in Armenien bestreiten muss.

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