Tymoschuk von Zenit überwältigt
Freitag, 2. Mai 2008
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Nach dem Sieg gegen München sagte der Kapitän des FC Zenit St. Petersburg, Anatoliy Tymoschuk: "Ich kann nicht glauben, dass wir es echt geschafft haben."
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Anatoliy Tymoschuk fand nach dem Sieg des FC Zenit St. Petersburg gegen den FC Bayern München und dem Einzug ins UEFA-Pokal-Finale fast keine Worte, er sagte einfach nur: "Ich kann nicht glauben, dass wir es geschafft haben."
Unglaubliches Ergebnis
Der 29-jährige Mittelfeldspieler ging zwar voller Zuversicht in diese Partie, doch mit einem 4:0-Triumph über den großen Favoriten Bayern hatte auch er nicht gerechnet. "Mein erster Gedanke nach dem Schlusspfiff war, dass wir im Finale stehen", erklärte er. "Ich kann nicht glauben, dass wir es geschafft haben."
"Haben es geschafft"
"Wenn man so etwas schafft, dann sind das ganz besondere Momente", so Tymoschuk, der bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 mit der Ukraine das Viertelfinale erreichte. "Der Einzug ins Halbfinale war schon etwas Besonderes und das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft ist ebenfalls eine große Leistung. Aber jetzt stehen wir im UEFA-Pokal-Finale. Solche Dinge wird man niemals vergessen. Ich weiß nicht, ob das der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere ist. Die Hauptsache ist, dass wir es wirklich geschafft haben."
Unerwartetes Ergebnis
Und wie. Nach dem 1:1-Unentschieden im Hinspiel haben viele im Petrovsky-Stadion eine starke Leistung der Bayern erwartet, doch Zenit war nicht zu bremsen. Pavel Pogrebnyak erzielte zwei Tore für den russischen Meister, dazu trafen noch Konstantin Zyrianov und Victor Fayzulin. "Ich fühle mich großartig", sagte Tymoschuk. "Die Bayern so zu besiegen - damit haben nicht viele Leute gerechnet."
Nervöse Momente
Das Spiel war von Anfang an ziemlich einseitig, doch Tymoschuk war fast bis zum Schlusspfiff angespannt. "Ich hatte auch nach dem 3:0 noch Angst, dass die Bayern zurückkommen", sagte er. "Wir haben ihr Spiel gegen Getafe [CF] gesehen, als sie in zehn Minuten zwei Tore geschossen haben. Es war noch genügend Zeit, um die Konzentration zu verlieren, aber wir haben diszipliniert gespielt. Nach dem vierten Tor waren alle Zweifel weg. Danach hat Bayern aufgegeben."
Frühe Führung
Pogrebnyak brachte seine Mannschaft bereits nach vier Minuten in Führung, doch zur Freude von Tymoschuk ruhte sich Zenit anschließend nicht auf diesem Ergebnis aus. "Nach dem ersten Tor wurden wir nicht ruhiger, sondern wir haben noch besser aufgepasst", sagte er. "Wir haben unsere Konzentration nicht verloren. Wir wollten unbedingt ein Gegentor vermeiden. Das Wichtigste war unsere Entschlossenheit und unsere Einsatzfreude. Jeder hat für den anderen gearbeitet; wir waren eine Mannschaft, und nicht lauter Einzelspieler."
Pogrebnyak gesperrt
Die einzige Enttäuschung im Hinblick auf das Finale gegen Rangers FC am 14. Mai in Manchester ist, dass Pogrebnyak nach seiner Gelben Karte gegen die Bayern gesperrt ist. "Es ist schade, dass er in einem der größten Spiele seines Lebens nicht dabei sein kann", sagte Tymoschuk. "Er ist im Moment ein Schlüsselspieler. Heute haben jedoch auch einige Schlüsselspieler gefehlt, und wir haben trotzdem gegen Bayern gewonnen. Hoffentlich ist sein Ersatzmann im Finale genauso erfolgreich wie er."